

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
	\usepackage{ngerman}
	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % zipdrives
 % Copyright Marco Budde
 % Lizenz: GPL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.6.2.13 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/advanced/hardware_advanced/spezial/zipdrives/zipdrives,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: zipdrives,v 1.6.2.13 2003/03/10 20:12:55 fboerner Exp $

	\title{Zipdrives}


	
	    \author{Marco Budde }
	    %\url{mailto:Budde@tu-harburg.de}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{konzepte_basic1.tex}
		Basiskonzepte für Benutzer
	\ref{zipdrives}

    \par{Layout}
    Matthias Hagedorn
	    %\url{mailto:herbert-kw@t-online.de}
    
    	\par{Lizenz}
	GPL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Einleitung} \label{d24e53}
        

  

  \subsection{Feedback} \label{d24e60}
        

   

    
  \par
  
Falls Sie Fehler in diesem HOWTO finden sollten oder Ihnen ein
Abschnitt unverständlich erscheint, zögern Sie bitte nicht, mir dieses
per EMail mitzuteilen.
    

    
  \par
  
Sie erreichen mich per EMail unter folgender Adresse: \linebreak 
Marco Budde 
				<Budde@tu-harburg.de>
			
    

    
  \par
  
Falls Sie Probleme bei der Installation, Konfiguration oder Benutzung
Ihres ZIP-Laufwerkes haben, stellen Sie diese Fragen am besten in
einer Linux-Newsgruppe wie z.B.: ''de.comp.os.unix.linux.misc''
    

    
  \par
  
Hier lesen mit großer Wahrscheinlichkeit Anwender mit, die schon das
gleiche Problem wie Sie gehabt und gelöst haben.
    

    
  \par
  
Mir selbst fehlt die Zeit, Fragen zu ZIP-Laufwerken per EMail zu
beantworten.
    

  

  \subsection{Copyright} \label{d24e88}
        

   

    
  \par
  
Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt. Das Copyright liegt
bei Marco Budde.
    

    
  \par
  
Das Dokument darf gemäß der GNU General Public License verbreitet
werden. Insbesondere bedeutet dieses, daß der Text sowohl über
elektronische wie auch physikalische Medien ohne die Zahlung von
Lizenzgebühren verbreitet werden darf, solange dieser Copyright-
Hinweis nicht entfernt wird. Eine kommerzielle Verbreitung ist erlaubt
und ausdrücklich erwünscht. Eine Publikation in Papierform bedarf der
Zustimmung des Autors.
    

    
  \par
  
Alle Rechte vorbehalten.
    

  

 \section{Das ZIP-Laufwerk} \label{d24e109}
        

  

  \subsection{Grundlagen} \label{d24e116}
        

   

    
  \par
  
Das ZIP-Laufwerk der Firma Iomega ist ein kleines und recht populäres
Wechselplatten-Laufwerk. Es existieren zwei verschiedene Typen von
Medien und dazu passende Laufwerke, die 100 MB bzw.  250 MB pro Medium
speichern können.
    

    
  \par
  
Vor allem die Laufwerke für die 100 MB Medien sind sehr weit
verbreitet und eignen sich deshalb sehr gut für den Austausch von
Daten zwischen verschiedenen Rechnern. Sie ersetzen mehr und mehr die
1,44 MB-Diskettenlaufwerke, die für die heutigen Datenmengen
hoffnungslos zu klein sind.
    

    
  \par
  
Zur Archivierung von Daten sind die ZIP-Laufwerke allerdings weniger
geeignet:
    

    \begin{list}{*}{}

     
	\item 
Die Laufwerke selbst sind zwar sehr günstig, aber die Medien sind
pro MByte ziemlich teuer. So sind die Medien sechsmal teurer wie
Medien für MODs und dreißigmal so teuer wie beschreibare CD-ROMs. \linebreak 
     

     
	\item 
 ZIP-Laufwerke arbeiten wie Disketten mit einer rein magnetischen
Speicherung der Daten. Bei dieser Methode ist es durchaus möglich, daß
nach  einigen Jahren die Medien teilweise nicht mehr lesbar sind. Auch
werden die Medien nicht berührungslos gelesen, so daß hier mit
Abnutzungserscheinungen zu rechnen ist. MODs und CD-ROMs lesen die
Medien hingegen optisch aus und verwenden auch ein anderes
physikalisches Prinzip, um die Daten zu speichern, so daß hier mit
einer deutlich längeren Haltbarkeit zu rechnen ist. \linebreak 
     

    \end{list}

    
  \par
  
Beide Laufwerkstypen gibt es in verschiedenen Bauformen und mit
unterschiedlichen Schnittstellen. So gibt es nicht nur interne sondern
auch externe Laufwerke, die besonders dann interessant sind, wenn
nicht alle Rechner, mit denen man Daten austauschen möchte, über ein
solches Laufwerk verfügen. In einem solchen Fall kann man dann einfach
das Laufwerk mitnehmen.
    

    
  \par
  
An Schnittstellen kann man beim Kauf zwischen folgenden wählen:
parallele Schnittstelle, IDE, SCSI und USB. Das ZIP100 gibt es
außerdem in der sogenannten Plus Variante. Dieses externe Laufwerk hat
sowohl eine parallele wie auch eine SCSI-Schnittstelle. Allerdings
berichten viele Anwender von Problemen mit der SCSI-Schnittstelle der
Plus Variante.
    

    
  \par
  
Neben der heute für die IDE-Schnittstelle verfügbaren Version gab es
früher noch eine IDE-Version des ZIP100, die sich für den PC wie eine
Festplatte statt wie eine Wechselplatte verhielt. Diese Version aus
den Anfangstagen hatte je nach Betriebssystem allerdings diverse
Nachteile und ist heute nicht mehr erhältlich.
    

    
  \par
  
Das externe ZIP-Laufwerk für die parallele Schnittstelle enthält ein
ZIP-Laufwerk mit einer SCSI-Schnittstelle und einem integrierten
Konverter, der die SCSI-Schnittstelle in eine parallele Schnittstelle
umwandelt. Das ist auch der Grund, warum man für diese Version einen
SCSI-Treiber für Linux benötigt; dazu später noch mehr.
    

  

  \subsection{Welches ZIP-Laufwerk sollte man nehmen?} \label{d24e158}
        

   

    
  \par
  
Falls man noch kein ZIP-Laufwerk besitzt und erst eines erwerben
möchte, sollte man sich genau überlegen, welches man nehmen sollte.
Eine ausführliche Beschreibung der Laufwerke ist auf der Homepage von
Iomega zu finden: \linebreak 

http://www.iomega.de
    

    
  \par
  
Möchte man das Laufwerk nur mit dem eigenen Rechner benutzen, ist in
der Regel ein internes IDE- oder SCSI-Laufwerk zu empfehlen, da diese
deutlich schneller sind wie z.B. die externen Laufwerke für die
parallele Schnittstelle. Außerdem spart man sich so die ganzen
zusätzlichen Kabel und ein zusätzliches Netzteil.
    

    
  \par
  
Das externe Laufwerk mit einer parallelen Schnittstelle ist vor allem
dann sinnvoll, wenn man das Laufwerk an vielen anderen PCs
anschliessen möchte. Schließlich verfügt eigentlich jeder PC über eine
externe parallele Schnittstelle.
    

    
  \par
  
Seit Kernel-Version 2.2.18 unterstützt Linux auch USB. Für 
aktuelle Informationen sei auf http://www.linux-usb.org/
verwiesen.
    

    
  \par
  
Schließlich muß man sich noch zwischen der 100 MB und der 250 MB
Variante des ZIP-Laufwerkes entscheiden. Hier fällt die Wahl
eigentlich immer auf das ZIP100. Es gibt einfach zu wenige PCs, die
über ein ZIP250 verfügen, so daß man die 250 MB Medien zum
Datenaustausch sowieso nicht nutzen kann. Und für eine Archivierung
von größeren Datenmengen sind ZIP-Medien viel zu teuer. Hier ist es
dann schnell günstiger, sich zusätzlich zu einem ZIP100 noch ein \linebreak 
MOD-Laufwerk oder einen CD-Brenner zu kaufen.
    

  

 \section{Kernelkonfiguration} \label{d24e192}
        
  

   
  \par
  
Der erste Schritt, um ein ZIP-Laufwerk unter Linux nutzen zu können,
besteht darin, in den Linux Kernel die passenden Treiber
einzukompilieren oder als Modul zu laden. Falls Sie noch keine
Erfahrung mit dem Linux Kernel gesammelt haben sollten, empfiehlt es
sich, einen Blick in die {\bf Kernel HOWTO} zu werfen. Um einen neuen 





Kernel
mit dem passenden Treiber übersetzen zu können, muß der Source des
Kernels zuerst konfiguriert werden.  Hierzu wechselt man in das
Verzeichnis mit dem Source - in der Regel {\bf /usr/src/linux} - 
und gibt
dort ein:
   

   

     \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux /usr/src/linux/ \# 
make menuconfig
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

   

   
  \par
  
In dem Programm, das dann gestartet wird, gilt es, die passenden
Treiber auszuwählen. Für welches Laufwerk welche Treiber benötigt
werden, werden wir gleich noch näher sehen. Nach der Konfiguration muß
der Kernel übersetzt und installiert werden:
   
  

    \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux /usr/src/linux/ \# 
make dep clean bzImage modules
    \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

  

  

    \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux /usr/src/linux/ \# 
make modules\_install
    \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

  

  
  \par
  
Jetzt muß noch {\bf LILO} aufgerufen und der Rechner neu gebootet 
werden, um
den neuen Kernel zu aktivieren.
  

  
  \par
  
HINWEIS: Wurde nur das Treiber-Modul für das Zip-Laufwerk erzeugt
und als Modul kompiliert, kann der Reboot entfallen, und das Modul
direkt in den (sonst unveränderten) Kernel geladen werden.
  


  \subsection{IDE-Version} \label{d24e238}
        
   

    
  \par
  
Um die Treiber für die IDE-Versionen zu übersetzen, muß im Hauptmenü
der Kernelkonfiguration der Menüpunkt {\bf Block devices} gewählt 
werden.
In dem darauf folgenden Menü müssen mindestens die beiden folgenden
Punkte aktiviert sein:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
Block devices
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
<*> Enhanced IDE/MFM/RLL disk/cdrom/tape/floppy support
--- Please see Documentation/ide.txt for help/info on IDE drives
[ ]    Use old disk-only driver on primary interface
< >    Include IDE/ATA-2 DISK support
< >    Include IDE/ATAPI CDROM support
< >    Include IDE/ATAPI TAPE support
<*>    Include IDE/ATAPI FLOPPY support
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Falls man noch weitere IDE-Geräte besitzt, müssen natürlich auch die
für diese Geräte notwendigen Treiber aktiviert werden. Auch für manche
IDE-Chipsätze auf den Motherboards gibt es spezielle IDE-Treiber und
-Patches.
    

  

  \subsection{SCSI-Version} \label{d24e264}
        

   

    
  \par
  
Wenn man ein ZIP-Laufwerk mit SCSI-Schnittstelle in einen Rechner
einbaut, der bereits vorher eine SCSI-Festplatte oder SCSI-Wechselplatte
enthielt, so ist keine weitere Konfiguration am Linux
Kernel notwendig, da alle SCSI-Festplatten und SCSI-Wechselplatten von
ein und demselben Treiber angesteuert werden.
    

    
  \par
  
Die für das ZIP-Laufwerk benötigten Treiber befinden sich unter dem
Menüpunkt {\bf SCSI support}. Die folgenden beiden Optionen müssen
aktiviert werden:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
SCSI support
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
<*> SCSI support
--- SCSI support type (disk, tape, CD-ROM)
<*> SCSI disk support
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Neben diesen Treibern muß der Treiber für den verwendeten SCSI-
Hostadapter aktiviert werden. Iomega legt der SCSI-Version des
Laufwerkes in der Regel einen einfachen Hostadapater mit Adaptecs AHA
152x Chipsatz bei.  Falls man noch keinen eigenen SCSI-Hostadapter
besitzt und den beiliegenden benutzen möchte, so muß unter {\bf SCSI low-
level drivers} dieser Treiber ausgewählt werden:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
SCSI low- level drivers
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
<*> Adaptec AHA152X/2825 support
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Da dieser Hostadapter von Linux nicht automatisch erkannt werden kann,
muß man ihn Linux mit dem Bootparameter aha152x= bekannt machen. Eine
Beschreibung dieses Parameters ist in der {\bf BootPrompt HOWTO} zu 
finden.
    

  

  \subsection{Version für die parallele Schnittstelle} \label{d24e311}
        

   

    
  \par
  
Da die ZIP-Laufwerke für die parallele Schnittstelle - wie vorher
schon beschrieben - ein SCSI-Laufwerk mit einem SCSI-Hostadapter für
die parallele Schnittstelle enthalten, erfolgt die Konfiguration des
Kernels mehr oder weniger analog zu der der SCSI-Version.
    

    
  \par
  
Unter {\bf Character devices} muß die Unterstützung der parallelen
Schnittstelle eingeschaltet werden:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
Character devices
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
<*> Parallel printer support
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Als nächstes muß wieder unter {\bf SCSI support} die 
SCSI-Unterstützung
aktiviert werden:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
SCSI support
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
<*> SCSI support
--- SCSI support type (disk, tape, CD-ROM)
<*> SCSI disk support
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Jetzt fehlt nur noch der Treiber für den im externen Laufwerk
eingebauten SCSI-Hostadapter. Es stehen gleich zwei Treiber zur
Auswahl: PPA und IMM.  Der PPA-Treiber ist für ältere ZIP-Laufwerke
gedacht. Seit dem ZIP100 Plus muß der IMM-Treiber benutzt werden.
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        

     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
<*> IOMEGA parallel port (ppa - older drives)
< > IOMEGA parallel port (imm - newer drives)
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Welchen der beiden Treiber man aktivieren sollte, hängt also von dem
verwendeten Laufwerk ab. Im Zweifelsfall muß man halt beide
ausprobieren.
    

  

  \subsection{Rechner neu booten} \label{d24e367}
        

   

    
  \par
  
Nachdem man den Kernel konfiguriert, kompiliert und installiert hat,
muß der Rechner neu gebootet werden. Beim Booten sollte jetzt, wenn
bei der Konfiguration alles richtig funktioniert hat, das ZIP-Laufwerk
gefunden werden.
    

    
  \par
  
HINWEIS: Bei einem Kernel mit Modul-Unterstützung kann der Reboot
entfallen, wenn der Treiber als Modul konfiguriert wurde!
    

    
  \par
  
Bei einem SCSI-Laufwerk an einem NCR 810 SCSI-Hostadapter sieht das
z.B. so aus:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
SCSI-Laufwerk
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
ncr53c8xx: at PCI bus 0, device 9, function 0
ncr53c8xx: 53c810 detected
ncr53c810-0: rev=0x02, base=0xe7000000, io_port=0xe400, irq=11
ncr53c810-0: ID 7, Fast-10, Parity Checking
ncr53c810-0: restart (scsi reset).
scsi0 : ncr53c8xx - version 3.2
scsi : 1 host.
[...]
Vendor: IOMEGA    Model: ZIP 100           Rev: J.03
Type:   Direct-Access                      ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi removable disk sdc at scsi0, channel 0, id 5, lun 0
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Die letzte Zeile zeigt, daß Linux dem ZIP-Laufwerk dieses Beispiels
das Device {\bf /dev/sdc} zugewiesen hat. Bei einem ZIP-Laufwerk 
für die
parallele Schnittstelle wird die Meldung ähnlich aussehen, allerdings
wird am Anfang natürlich ein anderer Hostadapter erkannt.
    

    
  \par
  
Bei einem IDE-Laufwerk sieht die Meldung ungefähr so aus.
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
IDE-Laufwerk
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
hdc: IOMEGA ZIP 100 ATAPI, ATAPI FLOPPY drive
Partition check:
hdc: 98304kB, 196608 blocks, 512 sector size
hdc: 98304kB, 96/64/32 CHS, 4096 kBps, 512 sector size, 2941 rpm
hdc: hdc4
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Hier erhält das Laufwerk das Device {\bf /dev/hdc}.
    

    
  \par
  
Falls man beim Booten Probleme hat, die durchlaufenden Meldungen
schnell genug mitzulesen, kann man sich alle Meldungen nach dem Booten mit
dem Befehl dmesg anschauen.
    

  

 \section{Nutzung des Laufwerkes} \label{d24e424}
        

  

   
  \par
  
Ein von Linux erkanntes ZIP-Laufwerk kann wie jedes andere Laufwerk
über sein Device angesprochen werden. Es ist möglich, mit jeder Linux
Anwendung direkt auf das Laufwerk und seine Daten zuzugreifen.
   

  \subsection{ZIP-Medien mounten} \label{d24e434}
        

   

    
  \par
  
Standardmäßig enthalten ZIP-Medien von Iomega eine Partition mit der
Nummer 4, wobei diese Partition mit einem MS-DOS-Dateisystem
formatiert ist. Um ein solches Medium zu mounten, würde man folgendes
eingeben:
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
mount -t vfat /dev/sdc4 /zip
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

    

    
  \par
  
Die letzten beiden Parameter sind an die eigene Konfiguration
anzupassen. In dem Beispiel wurde von einem SCSI-Laufwerk ausgegangen,
dem Linux das Device {\bf /dev/sdc} zugewiesen hat. Linux ordnet 
jeder
Partition auf einem Device ein weiteres Device zu. Deshalb wird die
vierte Partition des Laufwerkes mit dem Device {\bf /dev/sdc4} 
angesprochen.
Der Mountpoint ist in diesem Beispiel {\bf /zip}.
    

    
  \par
  
Natürlich muß der Mountpoint existieren, damit das Medium erfolgreich
gemountet werden kann. Existiert das Verzeichnis noch nicht, muß es
angelegt werden:
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
mkdir /zip
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

    

    
  \par
  
Mit
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
umount /zip
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

    

    
  \par
  
kann ein Medium wieder freigegeben werden. Bevor dieses nicht passiert
ist, sperrt Linux den Auswurfknopf des ZIP-Laufwerkes.
    

  

  \subsection{ZIP-Medien partitionieren} \label{d24e484}
        

   

    
  \par
  
Je nach Verwendungszweck kann es sinnvoll sein, die ZIP-Medien neu zu
partitionieren und zu formatieren.
    

    
  \par
  
Folgende Formen der Partitionierung sind bei ZIP-Medien üblich:
    

    \begin{list}{*}{}
    
     
	\item 
{\bf Superfloppy} \linebreak 
Hier verzichtet man vollständig auf eine Partitionierung.  Man spricht
also z.B. direkt das Device {\bf /dev/sdc} an. Das ZIP-Medium 
verhält sich
dann also wie eine normale Diskette. \linebreak 
     

     
	\item 
{\bf 1. Partition} \linebreak 
Das Medium enthält eine Partition und zwar die erste in der
Partitionstabelle. Es wird dann z.B. das Device{\bf  /dev/sdc1} 
benutzt. \linebreak 
     

     
	\item 
{\bf 4. Partition} \linebreak 
Das Medium enthält eine Partition und zwar die vierte in der
Partitionstabelle. Es wird dann z.B. das Device {\bf /dev/sdc4} 
benutzt. So
liefert Iomega die Medien aus. \linebreak 
     

    \end{list}

    
  \par
  
Welche Partitionierung man wählt, bleibt einem selbst überlassen.
Meiner Meinung nach macht das »Superfloppy«-Konzept am meisten Sinn,
da man Partitionen sowieso nicht benötigt und es sich ja nicht um eine
Festplatte handelt. Für den Datenaustausch mit anderen
Betriebssystemen kann es aber sinnvoll sein, die vierte Partition zu
benutzen, da eventuell manche Systeme davon ausgehen, daß der Anwender
das Medium nicht neu partitioniert hat.
    

    
  \par
  
Um ein ZIP-Medium neu zu partitionieren, kann das Programm fdisk
benutzt werden. Das Programm wird so aufgerufen:
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
fdisk /dev/sdc
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

    


    
  \par
  
Hierbei ist {\bf /dev/sdc} wieder das Device des ZIP-Laufwerkes.
Mit {\bf p}
kann man sich dann die auf dem Medium vorhandene Partitionstabelle
anschauen:
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
fdisk  /dev/sdc
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} Command (m for help): p\linebreak\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \begin{tt} \begin{scriptsize} \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} Disk /dev/sdc: 64 heads, 32 sectors, 96 cylinders\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} Units = cylinders of 2048 * 512 bytes\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} Device\verb+  +\verb+  +\verb+  +Boot\verb+  +\verb+  +Start\verb+  +\verb+  +\verb+  + End\verb+  +\verb+  +Blocks\verb+  + Id\verb+  +System\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/sdc4\verb+  +\verb+  +\verb+  +*\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +1\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +96\verb+  +\verb+  + 98288\verb+  +\verb+  +6\verb+  +FAT16\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Um eine bestehende Partition zu löschen, kann der Menüpunkt {\bf d}
benutzt werden. Mit {\bf n} wird eine neue Partition angelegt. Nach 





der
Erzeugung einer neuen Partition sollte man auch den Typ der Partition
mit dem Menüpunkt {\bf t} richtig setzen. Sind alle Änderung an der
Partitionstabelle durchgeführt, wird sie mit {\bf w} abgespeichert. 





Dabei
gehen in der Regel alle Daten auf dem Medium verloren!
    

  

  \subsection{ZIP-Medien formatieren} \label{d24e600}
        

   

    
  \par
  
Das Medium kann mit fast allen von Linux unterstützten Dateisystemen
formatiert werden. Gebräuchlich sind vor allem die Dateisysteme VFAT
(Windows 95) und ext2 (Linux). Wenn man keine Dateirechte benötigt,
empfiehlt es sich meistens, das VFAT-Dateisystem zu benutzen, da man
dieses nicht nur unter Linux sondern auch mit den meisten anderen
Betriebssystemen lesen kann.
    

    
  \par
  
Um z.B. das Medium in Laufwerk {\bf /dev/sdc}, das als 
{\bf Superfloppy} genutzt
werden soll, mit einem ext2-Dateisystem zu versehen, benutzt man
folgenden Befehl:
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
mke2fs /dev/sdc
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

    

    
  \par
  
Ein VFAT-Dateisystem kann mit dem {\bf mkdosfs}-Kommando erzeugt 
werden.
Beide Programme kennen eine große Anzahl von Optionen, die in den
beiden Manual Pages zu den Programmen beschrieben werden.
    

  

  \subsection{ZIP-Medien einfacher mounten} \label{d24e632}
        

   

    
  \par
  
Es ist ja relativ lästig, immer den kompletten Befehl zum Mounten der
ZIP-Medien per Hand einzugeben. Besser ist es, das Laufwerk in die
Datei {\bf /etc/fstab} einzutragen.  Ein solcher Eintrag für die
standardmäßig partitionierten und formatierten ZIP-Medien sieht dann
z.B. so aus:
    

    \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
/etc/fstab
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

     
/dev/sdc4    /zip    vfat   defaults   0 0
     

     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

    
  \par
  
Häufig möchte man zusätzlich die Optionen {\bf user}, 
{\bf gid} und {\bf umask}
benutzen, um normalen Benutzern das Mounten und Beschreiben der ZIP-
Medien zu ermöglichen. Eine Beschreibung dieser Optionen ist in der
Manual Page von mount zu finden.
    

    
  \par
  
Nachdem man ein Laufwerk so eingetragen hat, kann man ein ZIP-Medium
einfach so mounten:
    

    

      \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux \~{}/ \# 
mount /zip
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 

    

    
  \par
  
Aber selbst dieser kurze Befehl kann einem zuviel werden, wenn man die
Medien häufig im laufenden Betrieb wechselt.  Eine sehr schöne
Alternative bietet hier der Treiber {\bf autofs} des Linux Kernels, 




Laufwerke bei einem Zugriff automatisch mountet und nach einer
bestimmten Zeit ohne Zugriff automatisch wieder freigibt.
    

  

  \subsection{Tools für ZIP-Laufwerke} \label{d24e682}
        

   

    
  \par
  
Im Gegensatz zu normalen Disketten und z.B. MODs verfügen ZIP-Medien
über keinen »Schalter« zur Aktivierung eines Schreibschutzes.
Allerdings läßt sich ein ZIP-Medium mittels eines speziellen
Programmes mit einem Schreibschutz versehen.  Damit Viren und ähnliche
Programme den Schreibschutz nicht einfach per Software wieder
deaktivieren können, kann der Schreibschutz mit einem Paßwort
geschützt werden.
    

    
  \par
  
Folgende Programme können den Schreibschutz und das Paßwort verändern:
    

    \begin{list}{*}{}

     
	\item 
mtools \linebreak 
http://mtools.ltnb.lu
     

     
	\item 
GtkZip \linebreak 
http://www.smallpig.net/gtkzip
     

    \end{list}

  

 
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
