

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
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	\begin{document}

	
 % start_stop
 % Copyright Matthias Kleine
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.1.2.4 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/userbasics/konzepte_basic/basiskonzepte,v $
 % SelfLinux-0.7.2
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 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
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 %%% $Id: starten_und_herunterfahren,v 1.1.2.4 2002/11/10 19:28:18 std Exp $

	\title{Starten und Herunterfahren}


	
	    \author{Matthias Kleine}
	    %\url{mailto:kleine_matthias@gmx.de}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{konzepte_basic1.tex}
		Basiskonzepte für Benutzer
	\ref{start_stop}

    \par{Layout}
    Johnny Graber
	    %\url{mailto:selflinux@jgraber.ch}
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Starten und Herunterfahren} \label{d17e50}
        
  
  \subsection{Einführung} \label{d17e55}
        
   

   
  \par
  
Das Starten und das Herunterfahren eines Rechners sind ausgesprochen sensible
Vorgänge. Die zahlreichen Meldungen, die vom Kernel und verschiedenen Diensten
stammen, liefern dem Systemverwalter wertvolle Daten über die
Funktionsfähigkeit des Systems. An dieser Stelle wäre es freilich noch
verfrüht, auf all diese Meldungen näher einzugehen - dies werden wir im
Kapitel ''Elementare Systemverwaltung'' daher nachholen. Da viele Benutzer heute
jedoch bereits an Linux-Rechnern arbeiten, die sie eigenständig booten und
herunterfahren dürfen, sind einige Bemerkungen angebracht.
   


   
  \par
  
Lange Zeit war es den Benutzern einer Unix-Maschine gar nicht möglich, das
System zu starten oder herunterzufahren. Starten deshalb, weil die Rechner im
Regelfall hinter verschlossenen Türen liefen und nur dem Systemverwalter
physisch zugänglich waren. Und herunterfahren, weil es Unix (und auch Linux)
seinen Benutzern verbietet, den Lauf des Systems ohne weiteres zu beenden.
Auch dies bleibt dem Systemverwalter root vorbehalten.
   

   
  \par
  
Für ein Multiuser-Betriebssystem versteht sich diese Eigenschaft von selbst,
schließlich arbeiten im Regelfall mehrere Benutzer auf einem Rechner. Hinzu
kommt, daß der Rechner auch innerhalb eines Netzes für die Bereitstellung von
Diensten zuständig sein kann, die natürlich ebenfalls beendet würden. Ein
Benutzer kann oft gar nicht abschätzen, wieviele andere Benutzer von der
Maschine abhängen, auf der er gerade arbeitet. In Zeiten der bootfreudigen
Windows-Rechner mag auch die Tatsache, daß Unix-Rechner im Regelfall viele
Wochen und Monate ohne jeden Reboot ihren Dienst tun, etwas in Vergessenheit
geraten sein.
   

   
  \par
  
Nachdem Linux nun auch auf gewöhnlichen PCs und damit in den Büros und
Arbeitszimmern der Benutzer Einzug gehalten hat, ist es auch den Benutzern
möglich geworden, über Start und Beendigung des Systems zu entscheiden. Der
Rechner ist nun frei zugänglich und kann jederzeit eingeschaltet werden. Etwas
anders verhält es sich noch mit dem geordneten Herunterfahren. Dies ist zwar
nach wie vor (z.B. mittels der Kommandos {\bf shutdown}, 
{\bf init }oder {\bf halt}) dem Administrator 
root vorbehalten, mit der Tastenkombination 
STRG+ALT+ENTF 
ist es jedoch auch jedem anderen möglich, einen Reboot auszulösen. Linux geht
gewissermaßen davon aus, daß wer Zugang zu der Tastatur eines Einbenutzer-
Systemes hat, auch mit allen Rechten über dieses System ausgestattet ist. Über
die Betätigung des Reset-Knopfes werden wir übrigens später in diesem Kapitel
noch ein paar Worte verlieren.
   
  

  \subsection{Den Rechner starten} \label{d17e94}
        
   


   
  \par
  
Nach dem Betätigen des Power-Knopfes muß man nichts weiter tun, um das 
Linux-System vollständig booten zu lassen. Zu Beginn des Bootens wird
man kurz mit einem sogenannten Bootloader konfrontiert. Im Regelfall
wird dies der LInux-LOader LILO sein, der einen kurzen Moment lang auf 
eine Eingabe wartet.  Tut man an dieser Stelle nichts, lädt LILO
dasjenige Betriebssystem, das ihm vom Systemverwalter als Standard 
bekanntgemacht wurde. Wir gehen hier davon aus,
daß dies unser aktuelles Linux-System ist. Es ist jedoch auch möglich, daß
hier weitere Betriebssysteme oder andere Linux-Versionen ausgewählt werden
können. Eine Liste aller Möglichkeiten erhält man mittels der Tab-Taste,
während LILO auf eine Eingabe wartet. Neuere Distributionen bieten anstelle 
des ehemals spartanischen LILO-Promptes gelegentlich ein grafisches Menü, das die
verschiedenen Bootmöglichkeiten anzeigt. Mehr zum Thema LILO wartet ebenfalls im
Systemverwalter-Kapitel auf uns. Nachdem LILO schließlich den eigentlichen
Bootvorgang in die Wege geleitet hat, können wir die Bootmeldungen verfolgen,
bis schließlich die lapidare {\bf login:}-Aufforderung erscheint. 
Linux ist gestartet und wartet auf die Anmeldung eines Benutzers. Darüber im nächsten
Abschnitt mehr.
   
  
  \subsection{Den Rechner herunterfahren} \label{d17e106}
        
   

   
  \par
  
Ein DOS-Betriebssystem kennt kein Herunterfahren und darf jederzeit
schlichtweg ausgeschaltet werden. Wie andere Unix-Systeme auch, reagiert Linux
jedoch ausgesprochen empfindlich, wenn es nicht ordnungsgemäß beendet wird.
Welche Hintergründe dies hat, werden wir bei der Besprechung des Linux-Kernels
noch näher ausführen. Vorläufig soll der Rat genügen, ein Linux-System niemals
durch den Power- oder Reset-Knopf abrupt zu beenden. Welche Möglichkeiten sich
auch dann noch anbieten, wenn das System scheinbar nicht mehr auf Eingaben
reagiert, werden wir ebenfalls erst später erläutern können. Hoffen wir, daß
so lange ein gewaltsames Beenden nicht nötig sein wird.
   

   
  \par
  
Bis dahin soll hier kurz der übliche Weg zum Herunterfahren geschildert
werden. Wenn Sie das Paßwort von root nicht kennen, den Rechner aber dennoch
herunterfahren wollen, bleibt Ihnen nur die Tastenkombination 
STRG+ALT+Entf
. Warten sie danach ab, bis alle Dienste beendet sind und der Rechner mit dem
Neustart beginnen will. In diesem Moment können sie den Rechner beruhigt
ausschalten. Verfügen Sie andererseits über root-Rechte, ist es meist
praktischer, das passende Kommando abzusetzen.
   

   
  \par
  
Grundsätzlich stehen zu diesem Zweck mehrere unterschiedliche Kommandos zur
Verfügung. An dieser Stelle soll vorerst nur das gebräuchliste genannt werden,
das in praktisch allen Situationen einsetzbar ist - das Kommando 
{\bf shutdown}. Das richtige Kommando zum sofortigen Herunterfahren lautet
   

   
     \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux / \#     
shutdown -h now
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
Unmittelbar nach dem Absetzen des Kommandos (als root) erscheint die Meldung
   
    
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} ''The System in going down for system halt NOW!!''\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   

   
  \par
  
Den laufenden Prozessen werden Signale versendet, die sie zur
Beendigung veranlassen. Das System fährt hoffentlich vollständig 
herunter und verabschiedet sich mit der Meldung
   
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} Master Ressource Control: runlevel 0 has been\verb+  +\verb+  +\verb+  +reached\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

   
  \par
  
Die Parameter von shutdown deuten an dieser Stelle bereits an, daß das 
Kommando weitere Möglichkeiten bietet. Beispielsweise kann durch den Paramenter 
{\bf -r}, also durch
    

   
     \begin{tt} \begin{scriptsize} root@linux / \# 
shutdown -r now
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
anstelle des einfachen Herunterfahrens ein Reboot veranlaßt werden. Darüber
hinaus können anstelle von {\bf now} auch absolute oder relative 
Zeitangaben verwendet werden, um den Shutdown erst später durchzuführen und damit
beispielsweise weiteren Benutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit zu
sichern und alle laufenden Aktivitäten ordnungsgemäß zu beenden. Die
Schattierungen des {\bf shutdown} Kommandos werden wir ebenso wie 
alle weiteren Kommandos zum Herunterfahren in späteren Kapiteln noch herausarbeiten.
   
  
 
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
