

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
	\usepackage{ngerman}
	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % grundlagen_www
 % Copyright Rolf Schmidt
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.4.2.11 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/software/internet/web/grundlagen_www/grundlagen_www,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: grundlagen_www,v 1.4.2.11 2002/12/03 21:07:58 tbanus Exp $

	\title{Grundlagen WWW}


	
	    \author{Rolf Schmidt}
	    %\url{mailto:rolf.frogs@t-online.de}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{andere_dienste1.tex}
		Internet
		%\ref{Web.tex}
		Web
	\ref{grundlagen_www}

    \par{Layout}
    Alexander Fischer
	    %\url{mailto:Selflinux@tbanus.org}
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Einleitung} \label{d45e52}
        
  
   \subsection{Was ist das Internet} \label{d45e57}
        
    

     
  \par
  
Das Internet ist kein eigenständiges, großes Rechnernetzwerk,
sondern die Verbindung verschiedener privater oder öffentlicher
Rechner(-netze) mittels eine gemeinsamen {\bf Netzwerksprache}.
     

     
  \par
  
Der Name deutet schon an, daß es ein Netz zwischen verschiedenen
Netzen ist, denn die lateinische Vorsilbe {\bf inter} bedeutet
{\bf zwischen}.
     

     
  \par
  
Daraus folgt, daß das Internet auch keiner Institution, Firma oder
Person gehört, sondern nur {\bf lebt}, solange Firmen und/oder Personen
Rechner miteinander verbinden und anderen erlauben darauf
zuzugreifen. Allerdings gibt es eine ordnende Instanz (Internet
Engineering Task Force), die die technischen Regeln der
Netzkommunikation (und damit die Funktionsfähigkeit) verwaltet und
die Regeln veröffentlicht.
     

     
  \par
  
Ähnlich wie im normalen Leben gibt es auch im Internet
Arbeitsteilung. Diese ist (z.T.) hierarchisch, also in einer
Baumstruktur organisiert. Dadurch wird das Netz in überschaubare
Teile aufgeteilt, was erst die Handhabbarkeit eines so gigantischen
Netzes, mit Millionen von Rechnern, ermöglicht.
     

     
  \par
  
Durch diese verteilte Architektur kann es praktisch keinen
Totalausfall geben, außer auf der ganzen Erde würde gleichzeitig
der Strom ausfallen. Selbstverständlich kann die verteilte Struktur
auch nur durch eine verteilte Administration verwaltet werden. Dazu
müssen die Administratoren kommunizieren und kooperieren. Da das
nicht immer perfekt klappt u.a. auch durch divergierende
Interessen, hat das Internet diese anarchische, z.T. als chaotisch
empfundene Struktur und ist auch Spielwiese für alles Mögliche.
     
   
   \subsection{Geschichte des Internet} \label{d45e93}
        
    

     
  \par
  
Der Anlass zur Entwicklung des Internets wird immerwieder dem
amerikanischen Militär zugeschrieben, unter anderem auch weil
Gelder aus dem Militärhaushalt zur Verfügung gestellt wurden.
Allerdings scheint es so zu sein (es gibt widersprüchliche
Aussagen), daß das Militär als erster den Nutzen der universitäre
Entwicklung erkannte.
     

     
  \par
  
Später nahm das DoD (Department of Defense - das amerikanische
Verteidigungsministerium) sicherlich Einfluss auf die
Entwicklungsrichtung und finanzierte auch das erste größere Netz.
     

     
  \par
  
Die Entwicklung führte zu einer Netzwerktechnik, deren
hervorstechensten Merkmale sind:
       \begin{list}{*}{}
	
	\item  Hohe Ausfallsicherheit des Gesamtnetzwerkes
	
	\item  Verteilung von Rechenleistung, Last, Daten und Datenübertragung
	
	\item  Hierarchisches Kommunikations- und Datenverteilsystem
	
	\item  Einfache, rechnerunabhängige Kommunikationsstrukturen
	
	\item  keine feste Bindung an ein Übertragungsmedium
	
	\item  Systemunabhängiges Benennungs- und Adressierungsschema
       \end{list}
     

     
  \par
  
Die folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die
Meilensteine der Geschichte des Internets.
     

     
  \par
  
{\bf 1961}  \linebreak 
Die erste Veröffentlichung zur paketorientierten
Datenübertragung entstand.
     

     
  \par
  
{\bf 1969}  \linebreak 
Es gab einen Forschungsauftrag der Advanced Research Projects
Agency (ARPA) zum Aufbau eines dezentralen Netzwerkes. Dieses
Netz wurde ARPANET genannt. Es sollte robust, zuverlässig und
herstellerunabhängige Datenkommunikation ermöglichen.
     

     
  \par
  
{\bf 1975}  \linebreak 
Aus dem experimentellen ARPANET wurde ein normal einsetzbares
Netz. Die Verantwortung für die Administration wurde der
Defence Communictions Agency (DCA) übertragen. In dieser Zeit
wurde das TCP/IP-Protokoll entwickelt.
     

     
  \par
  
{\bf 1983}  \linebreak 
Das Verbindungsprotokoll wird zum militärischen Standard
erklärt, sodaß jeder Hersteller, der Netztechnologie an diese
Herren verkaufen wollte, sich an diesen Standard halten muß.
     

     
  \par
  
Im Verlaufe der Zeit sind immer mehr Subnetze aufgebaut und an
das Internet angeschlossen worden. Daraus leitet sich auch der
Name ''Internet'' ab. Diese Technologie verbindet Netze, wirkt
also zwischen den Netzen (inter = zwischen).
     

     
  \par
  
Das Internet ist also die Verbindung(smethode) zwischen vielen
(zig Millionen) Netzwerken auf der Welt.
     

     
  \par
  
{\bf 1993}  \linebreak 
Erste öffentliche Webseite. Davor waren es Seiten von
Universitäten bzw. wissenschaftliche Veröffentlichungen.
     


      

   
  \section{Anschluss ans Internet} \label{d45e187}
        
  

   
  \par
  
Der Anschluss ans Internet ist heute für jederman kein (großes)
Problem mehr. Die Diensteanbieter (Provider genannt) stellen in
aller Regel die benötigte Software und Installationsunterstützung
zur Verfügung.
   

   
  \par
  
Die Verbindung wird meist über eine Wählverbindung (Analog- oder
ISDN-Technik) hergestellt. Es gibt aber auch permanente
Verbindungen mit Standleitung oder über DSL.
   

    \subsection{Voraussetzungen} \label{d45e201}
        
     

      \subsubsection{Hardware} \label{d45e206}
        
       

        
  \par
  
Selbstverständlich benötigt man als erstes einen Rechner. Dieser
muß nicht das allerneueste Modell sein (abhängig von dem
verwendeten Betriebssystem).
        

	
  \par
  
Daran angeschlossen (oder eingebaut) muß ein Modem
(auch ISDN-Modem) oder eine ISDN- bzw. Netzwerkkarte sein.
Bei DSL oder in Firmennetzen wird eine (Ethernet-) Netzwerkkarte benötigt.
        

      

      \subsubsection{Software} \label{d45e218}
        
       

        
         

	  
  \par
  
Als erstes muß nun die Treibersoftware für das Modem oder die ISDN-
bzw. Ethernetkarte installiert werden. Dazu sollten sie die
beigelegten Treiber verwenden, falls es keine automatische
Unterstützung durch das Betriebssystem gibt.
          

          
  \par
  
Nun wird noch die TCP/IP-Netzwerksoftware benötigt. (Falls der
Rechner im Firmennetz läuft, sollten man sich überzeugen, ob dieses
sog. Netzwerkprotokoll eingerichtet ist.) Diese Software ist heute
in aller Regel Bestandteil des Betriebssystem, bzw. wird mit diesem
ausgeliefert.
          
        
        
	 

	  
  \par
  
Um die angebotenen Dienste des Internets auch nutzen zu können
benötigen Sie noch Software (Client-Programme) für die
entsprechenden Dienste.
          

	  
  \par
  
Hier steht heute der sog. Browser für den WWW-Dienst an erster
Stelle. Desweiteren kann ein separater FTP-Client nützlich sein,
doch die meisten Browser haben einen solchen bereits eingebaut.
          

	  
  \par
  
Wahrscheinlich wollen Sie auch Emails senden und empfangen, sodaß
Sie auch dafür eine entsprechende Software benötigen. Diese kann
ebenfalls im Browser eingebaut oder eine separate Software sein.
          

        

	
	 

          
  \par
  
Wenn Sie nicht mit Call-by-Call ins Internet gehen wollen,
benötigen Sie noch einen Vertrag mit einem Diensteanbieter
(Provider) wie z.B. t-online, Arcor,
1und1, AOL (= ''Aber Ohne
Linux'')...  \linebreak Dieser stellt Ihnen für ihr Geld einen Telefonnummer,
ein Anmeldename (Account), ein Passwort und meist auch eine Email-
Adresse zur Verfügung. Über die angegebene Telefonnummer können Sie
sich dann in das Netzwerk des Providers einwählen und mit dem
Anmeldenamen und dem Passwort dort anmelden. Nun erst können Sie
auf das Internet zugreifen.
          

	  
  \par
  
Beim Abschluss eines entsprechenden Vertrages sollte man beachten,
wie sich die Kosten berechnen. Es gibt Verträge, die die
Verbindungsdauer in Rechnung stellen oder die übertragene
Datenmenge. (Bei der Datenmenge zählen beide Richtungen!)
Zu alledem kommen normalerweise auch noch die Telefongebühren.
          
        

        
	 

	  
  \par
  
Ein Proxyserver ist ein Stellvertreter (-Programm), der
stellvertretend für den Browser die Webseiten abholt und sie dann
an den Browser weiterleitet. Damit kann man das Netz hinter dem
Proxy verstecken, da ja keine Datenpakete aus diesem Netz im
Internet auftauchen. Außerdem können Proxys häufige Seiten
zwischenspeichern, sodaß schneller auf sie zugegriffen werden kann
und nicht jedesmal eine Internetverbindung für diese Seiten
aufgebaut werden muß.
          

	  
  \par
  
Der Zugriff auf das Internet ist in vielen Firmen nur über einen
Proxy möglich. Falls Sie ihren Browser selbst konfigurieren wollen
benötigen Sie die IP-Adresse und Portnummer des (Firmen- oder Provider-)Proxy.
          

	  
  \par
  
Stellvertretend möchte ich die Einrichtung des Proxys anhand des
Konquerors darstellen. Aus dem Hauptmenü-Punkt {\bf Einstellungen}
wählen Sie {\bf Einrichten}.
          

	  
  \par
  
	   
Proxy einrichten beim Konqueror (Hauptmenü)
	    
          

	  
  \par
  
Aus dem sich öffnenden Menü
          

	  
  \par
  
	   
Proxy einrichten (Untermenü)
	    
          

	  
  \par
  
den Punkt {\bf Proxys}. In dem sich jetzt öffnenden Fenster
	  

	  
  \par
  
	   
Proxy-Einstell Dialog
	    
          

	  
  \par
  
können Sie ihre Einstellungen vornehmen.
	  

	  
  \par
  
Auch der Netscape-Navigator ermöglicht Zugriffe über einen Proxy.
Diese Einstellungen erreicht man über den Menüpunkt {\bf Bearbeiten}
und da im Unterpunkt {\bf Einstellungen}. In dem sich dann öffnenden
Fenster findet man in der Kategorie {\bf Erweitert} den Eintrag für die
Konfiguration des Proxys. Detailliertere Einstellungen verbergen
sich hinter dem Knopf {\bf Anschauen}. Hier können ebenfalls die
Rechner angegeben werden, die ohne Proxy erreicht werden können.
          

        
      
    

    \subsection{Dienste, die im Internet angeboten werden} \label{d45e365}
        
     

      
  \par
  
Praktisch alles, was auf Computern machbar ist, kann auch im
Internet gemacht werden. Allerdings macht nicht alles Sinn, und so
haben erst einige wenige Dienste eine weite Verbreitung gefunden.
      

      
  \par
  
       \begin{list}{*}{}

	\item Dazu gehört an erster Stelle der älteste Dienst, nämlich die
elektronisch Post, genannt eMail. Diese ist, bis auf das
Übertragungsmedium weitgehend identisch mit der sog.
{\bf snailmail}. \linebreak 

Eine Erweiterung sind Mailinglisten, über die Gruppen im
Internet diskutieren.

	\item Der zweithäufigste Dienst stellt die Übertragung von Daten in
der Form von Dateien dar. Dazu wird das File-Transfer-Protokoll
verwendet.  \linebreak 

Für die Suche nach Dateien auf {\bf FTP-Servern} sind die Dienste
Gopher, Archie und Veronica
entwickelt worden.

	\item Dann erst kommt die Übertragung bzw. Darstellung von komplexen
Dokumenten mit Text, Bild und Ton und..., dem World-Wide-Web,
obwohl dies der populärste Dienst ist und dem Internet zu seinem
aktuellen Boom verholfen hat.

	\item Weitere Dienste sind: der {\bf NEWS-Dienst} für Diskussionsforen,
Sound und Video-Streaming, Telnet für das Anmelden und Arbeiten
auf entfernten Rechner, Internet-Relay-Chat für Online
Kommunikation, diverse online Multiplayer-Spiele u.v.a.m.

	\item Der {\bf WHOIS}-Dienst ermöglicht es festzustellen, wer der Besitzer
einer Internetadresse ist, und damit auch, ob eine gesuchte
Adresse noch frei ist.
       \end{list}
      
    
  \section{Das WorldWideWeb} \label{d45e424}
        
   

    \subsection{Web-Browser und das WWW} \label{d45e429}
        
     

      
  \par
  
Das WorldWideWeb ist heute für viele gleichbedeutend mit dem
Internet. Das zentrale Werkzeug für diesen Dienst ist der Browser,
sei er nun von Microsoft, von Netscape oder dem WWW-Consortium
selbst oder ein reiner Text-Browser wie Lynx, der keine Bilder
darstellen kann, deshalb auch viel schneller ist. Die Browser sind
Öffner des Internets für die ''Massen''.
      

      
  \par
  
Neben der ansprechenden Darstellung der Dokumente wird mit den
Browsern der Zugriff auf andere Rechner und den dort liegenden
Dokumenten durch Links erheblich erleichtert. Die in diesem
Zusammenhang entwickelte Möglichkeiten Dienste, Rechner und
Elemente auf diesen Rechnern zu adressieren haben die Handhabung
von vernetzten Rechnern erheblich erleichtert.
      

      
  \par
  
Man nennt diese Adress-Angaben URL - Universal Ressource Locator.
Dabei wird sowohl der Dienst, als auch der Rechner angegeben, mit
dem man sich verbinden will. Als weitere Option kann noch eine
Portnummer angegeben werden, unter der der Dienst angesprochen
werden kann. Die folgende Tabelle listet die möglichen URL-
Dienste bzw. Verlinkungsmöglichkeiten auf.
      

      
    
    %table
    \begin{tabular}{|l|l|}
    \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
{\bf Verlinken von}
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
{\bf Aufruf in einer URL}
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Webseiten
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
http://rechnername/Seite
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
verschlüsselte Webseiten
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
https://rechnername/Seite
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
EMail
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
mailto:emailadresse
        
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Newsgruppe
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
new:newsgruppe
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
FTP
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
ftp://rechnername/Datei
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Gopher
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
gopher://rechnername/
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
WAIS
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
wais://rechnername/
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
	 Telnet
	
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
telnet://rechnername/
	
		\end{minipage}
	      \\ \hline
    \end{tabular}
  

    

    \subsection{Was ist ein Browser} \label{d45e551}
        
     

      
  \par
  
Ursprünglich war das WordWideWeb eine Präsentationsplattform für
die Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern. Dabei lag zuerst der
Schwerpunkt auf den Texten, die auf jedem Rechner lesbar und
recherchierbar sein sollten. Dafür wurde eine
Markierungsmöglichkeit entwickelt, die die wichtigen inhaltlichen
Elemente der Dokumente kennzeichnet. Wie diese Elemente auf den
verschiedenen Computern dargestellt werden, sollte diesen
überlassen bleiben, da dies von den Fähigkeiten der Ausgabegeräte
       abhängig ist.
      

      
  \par
  
Später kamen Möglichkeiten dazu Grafiken und Bilder sowie Formulare
einzubinden.
      

      
  \par
  
Als Darstellungsprogramm (Client) für diesen Dienst wurde der
Browser entwickelt. Er soll das Material auf dem Computerbildschirm
optimal darstellen. Deshalb muß sich der Browser um den
Zeilenumbruch der Texte, abhängig von der Anzahl Zeichen, die in
einer Zeile darstellbar sind kümmern. Somit sind Browser natürlich
wieder rechnerabhängig, nicht aber die Dokumente (mit der Ausnahme,
daß auf reinen Textbildschirmen - z.B. von Großrechnern - keine
Bilder dargestellt werden können).
      
    

    \subsection{Hypertext-Markup-Language} \label{d45e566}
        
     

      
  \par
  
Zur {\bf rechnerunabhängigen} Darstellung von Texten wurde die
Hyper-Text-Markup-Language (HTML) entwickelt. Mit dieser
Markierungssprache werden die Überschriften, der Autor, die
verschiedenen Absätze, Tabellenreihen, Tabellenfelder, Bildelemente
u.a.m. im Dokument gekennzeichnet. Es wird also der Inhalt
gekennzeichnet, nicht die äußere Form.
      

      
  \par
  
Das Wort Hypertext bedeutet in dieser Auszeichnungssprache, daß
Elemente verknüpft sind, die direkt angesprungen werden können. Man
nennt diese Elemente in einem HTML-Dokument einen {\bf Link}.
      

      
  \par
  
Eine Sprache ist HTML nur in einem begrenzten Umfang, denn ihr
Wortvorrat und die Benutzungsregeln ({\bf Syntax}) sind sehr begrenzt und
natürlich nur auf internationaler Ebene (bzw. durch Marktmacht)
änderbar. Allerdings stellt die Markierung einen leeren
Dokumentrahmen dar, ähnlich wie ein Programm, der erst durch die
Daten zu einem Dokument wird.
      

    

    \subsection{Was für Browser gibt es} \label{d45e596}
        
     

      
  \par
  
Eigentlich ist der Aufbau und die Elemente, die in einer Webseite
verwendet werden vom WWW-Consortium (w3c) festgelegt. Aber die
meisten Hersteller habe eigene Erweiterungen eingefügt. Allen voran
Microsoft mit dem Internet-Explorer. (Dies geht soweit, daß HTML-
Dokumentationen nicht mit anderen Browsern gelesen werden können!)
Aber auch der Netscape-Browser hat eigene Erweiterungen eingebaut.
      

      
  \par
  
Alle anderen Browser versuchen den einen oder anderen (privat-)
Standard zu unterstützen. Folgende Browser stehen zur Verfügung:
      

      
  \par
  
       \begin{list}{*}{}

	\item Opera versucht sich als ''dritte Kraft'' unter den Browsern zu
etablieren. Es ist ein kleiner und flinker Browser und
kostenlos, sofern man Werbung akzeptiert.

	\item Mozilla, eine freie Weiterentwicklung des Netscape-Browsers,
wurde soeben in Version 1.2 freigegeben.

	\item Lynx und Links sind Browser, die nur Text darstellen.

	\item Das W3C stellt noch den Referenz-Browser amaya zur Verfügung.
       \end{list}
      

    

   \subsection{Erweiterungen der Browser} \label{d45e656}
        
    

     
  \par
  
Neben den Erweiterungen der Einzelnen Elemente um (Unter-)
Eigenschaften, steht die Integration von Scriptsprachen im
Vordergrund. Diese Scripte werden auf dem Rechner des Benutzers
ausgeführt. Sie haben also prinzipiell Zugriff auf den Rechner des
Internetbesuchers und können Informationen gewinnen und
weiterleiten.
     

     
  \par
  
Anders dagegen die sog. {\bf PlugIns}, also Software-Stücke, die den
Browser um  Fähigkeiten, bestimmte Datenformate darzustellen
erweitern.
     

      \subsubsection{Scriptsprachen} \label{d45e670}
        
       

        
  \par
  
Die Aufgaben der Scriptsprachen sind zum einen die optimale
Darstellung einer Seite, abhängig von den Einstellungen des
Anwenders. Es können aber auch Rückmeldungen an den Server
generiert werden z.B. zu Steuerzwecken, wie beim Fernrohr auf dem
Rundschau-Haus. Ferner kann man mit dieser Sprache den Inhalt von
Formularen auf Plausibilität prüfen, bevor sie an den Server
übertragen werden.
        

	
  \par
  
Die beiden wichtigsten Sprachen sind:
        

	
  \par
  
	 \begin{list}{*}{}

	\item JavaScript

	\item Java
	 \end{list}
	

	
  \par
  
Auch wenn beide den Namensbestandteil Java haben, haben sie
nichts gemeinsam, außer daß sie vom Browser ausgeführt werden.
	

	
  \par
  
Java ist eine rechnerunabhängige Programmiersprache der Fa. Sun. Es
wurde bei der Entwicklung viel Wert darauf gelegt, daß sie in einer
geschützten Umgebung läuft und, wenn möglich, keinen Zugriff auf den
Gastrechner hat, besonders keinen schreibenden Zugriff. Diese sog.
{\bf Sandbox} stellt eine wichtige Sicherheitsfunktion dar.
        

      

     \subsubsection{PlugIns} \label{d45e712}
        
      

       
  \par
  
PlugIns stellen Erweiterungen für ''neue'' Datenformate dar. Damit können
z.B. animierte Zeichnungen, kontinuierliche Video- oder
Soundstreams dargestellt werden. Hier einige Beispiele häufig
verwendeter PlugIns.
       

       
  \par
  
        \begin{list}{*}{}

	\item Flash
	\end{list}
       

       
  \par
  
\begin{list}{*}{} ... wird häufig für animierte Grafiken verwendet.\end{list}
       

       
  \par
  
        \begin{list}{*}{}

	\item Sound und Video (Real-Audio)
	\end{list}
       

       
  \par
  
\begin{list}{*}{}Für das kontinuierliche Abspielen sog. Streams werden häufig Real-
Audio-PlugIns verwendet. Streams können sofort, während der
Übertragung abgespielt werden, nicht wie andere Grafiken/Sounds,
die erst vollständig auf den Rechner übertragen werden müssen.\end{list}
       

       
  \par
  
        \begin{list}{*}{}

	\item Word/Excel/PDF Viewer
	\end{list}
       

       
  \par
  
\begin{list}{*}{}Mit entsprechenden Hilfsprogrammen für die Browser können diese
Daten direkt im Browserfenster dargestellt werden. Sie müssen dazu
nicht in HTML-Dokumente gewandelt werden.\end{list}
       

       
  \par
  
        \begin{list}{*}{}

	\item ActiveX-Controls und VBA-Makros (nur im Internet-Explorer)
	\end{list}
       

       
  \par
  
\begin{list}{*}{}... sind Elemente von Microsofts Programmiersprache Visual-Basic.
Diese können dynamisch eingebunden werden und haben im Prinzip alle
Möglichkeiten, die auch die zugrunde liegende Programmiersprache
hat. Desweiteren ermöglichen sie leichten Zugriff auf andere
Programme des Office-Paketes.\end{list}
       

       
  \par
  
Im Rahmen der Viren- und eMail-Attacken der letzten Jahre haben
diese Elemente eine (traurige) Berühmtheit erlangt.
       
     

     \subsubsection{Verschlüsselung} \label{d45e799}
        
      

       
  \par
  
Die meisten Webbrowser erlauben ein sog. sicher Datenübertragung.
Dabei werden die ausgetauschten Daten nicht mehr als Klartext
sondern verschlüsselt übertragen.
       

       
  \par
  
Dazu wird ein sog. Public-Key-Verfahren benutzt. Dabei hat jeder
Rechner einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Die
öffentlichen Schlüssel werden zwischen Server und Browser
ausgetauscht. Um sicher zu sein, daß der Schlüssel des Servers auch
von diesem stammt muß der Schlüssel von einer anerkannten
Zertifizierungsfirma unterschrieben sein. Dann gilt die alte Regel,
daß ''meines Freundes Freund auch mein Freund ist'', also da ich der
Zertifizierungsfirma traue, traue ich auch dem Server. Zur
aktuellen Übertragung werden die Daten dann mit einem Schlüssel
übertragen, der mit dem privaten und dem öffentliche Schlüssel des
anderen Rechners verschlüsselt wurde.
       

       
  \par
  
Die verschlüsselte Übertragung ist natürlich bei Geschäften über
das Internet (eCommerce) unumgänglich. Nur damit können die, für
das zu tätigende Geschäft notwendigen Daten, wie Adresse,
Kontonummer u.a.m. vor den Augen Dritter verborgen übertragen
werden.
       
    

    \subsubsection{Cookies} \label{d45e820}
        
     

      
  \par
  
Normalerweise ist die Beziehung zwischen Webbrowser und Client
(ziemlich) anonym. Das bedeutet, daß sich jeder als jeder x-
beliebige ausgeben kann. Dies ist für das normale Surfen auch in
Ordnung.
      

      
  \par
  
Allerdings lassen sich so keine Geschäftsbeziehungen aufbauen, bei
der der Empfänger nur das haben will, was er bestellt und der
Lieferant einen identifizierbaren Kunden  braucht, an die er die
Ware schickt und der sie auch bezahlt.
      

      
  \par
  
Um die Beziehung zwischen Web-Server und Client eindeutig zu machen
werden sog. Cookies (engl. für ''Plätzchen'') verwendet. Dabei
generiert der Server eine Kennung (und eine Verfallszeit) und
sendet diese an den Browser. Der speichert die Daten und den Namen
des sendenden Servers ab und überträgt den Cookie-Inhalt bei jedem
erneuten Kontakt wieder an den Server. Nun kann der Server in einer
Datenbank nachsehen, welche Daten er über diese Beziehung bereits
hat und kann sich darauf beziehen.
      

      
  \par
  
Leider werden Cookies nicht nur im Rahmen von eCommerce eingesetzt,
sondern alle möglichen Server wollen einem einen solchen ''Keks''
unterschieben. Sie sollten sich klar machen, daß man, wenn man nur
gut und lange genug Daten über den (zwar noch anonymen) Surfer
sammelt, mit diesem Hilfsmittel doch sehr viel über dessen
Gewohnheiten erfahren kann.
      

      
  \par
  
       
Wenn Sie keinerlei Cookies wollen und dies nicht jedesmal
ablehnen wollen, setzen Sie den Schreibschutz (= entfernen
jeglicher Schreibrechte) für die entsprechende Datei (z.B.
{\bf \~{}/.netscape/cookies}). Jetzt können Sie in ihrem Browser
einstellen, daß er alle Cookies annehmen darf.
       
      

     
  

  \subsection{Suchen und Finden} \label{d45e853}
        
   

    \subsubsection{Informationsbeschaffung im Internet} \label{d45e858}
        
     

      
  \par
  
Im Internet sind auch Informationen beschaffbar, die sonst nur sehr
teuer, umständlich oder gar nicht erhältlich sind. Praktisch zu
allen Themen stehen im Internet Informationen (noch) kostenlos zur
Verfügung.
      

      
  \par
  
Hier ein paar Beispiele:
      

      
  \par
  
       \begin{list}{*}{}

	\item Patentrecherchen in Deutschland, in ganz Europa, oder weltweit

	\item Diskussionsforen

	\item Handelsregisterauszüge, andere Firmeninformationen, Konkurrenzanalysen

	\item deutsche Gesetze, Gerichtsurteile und Grundsatzentscheidungen

	\item Telefonnummernsuche, z.B. nach Namen oder Branche

	\item Wörterbücher, Lexika

	\item Fahrplanauskünfte inkl. Umsteigen, Fahrtdauer, Preis und Reservierung

	\item aktuelles Fernsehprogramm

	\item Musik-Infos von Abba bis Zappa inkl. Video oder Hörprobe

	\item Diskussionsgruppen zu fast allen vorstellbaren Themen
(z.B.  ''Sammler von Blechspielzeug'', ''Direct Marketing2, ''Tariferhöhung
Telekom'', ''Body Painting'' u.v.a.)

	\item alles was mit Computern zu tun hat

	\item  Forschungsergebnisse aus praktisch allen Wissenschaften
       \end{list}
      

      
  \par
  
Diese Informationen liegen natürlich nicht ''auf der Straße'',
sondern man muß schon nach ihnen suchen. Dafür gibt es verschiedene
Wege.
      

      
  \par
  
       \begin{list}{*}{}

	\item Man kennt eine Internetadresse (oder liest sie in einer
Zeitung/Zeitschrift oder...) zu dem Thema, das einen interessiert
und kommt über Links auf der Seite zur gewünschten Informationen.

	\item Man kennt eine Firma/Hochschule/Institution, die das Thema
bearbeitet. Unter der Internetadresse des Unternehmens findet
man einen Link zu der gesuchten Information. (Mittlerweile haben
viele dieser Web-Seiten eine Möglichkeit der Suche.)

	\item Man befragt einen Auskunftsdienst im Internet.
       \end{list}
      

      
  \par
  
Es werden zwei Arten von Auskunftsdiensten unterschieden:
      

      
  \par
  
       \begin{list}{*}{}

	\item Kataloge, die redaktionell bearbeitete Informationen anbieten

	\item Suchmaschinen, die die Informationen unbewertet (und oft auch
unstrukturiert) weitergeben.
       \end{list}
      
   

   \subsubsection{Kataloge} \label{d45e945}
        
    

     
  \par
  
In den Katalogen werden die Webseiten von Menschen angeschaut und
entsprechend bewertet und katalogisiert. Der Vorteil ist, daß es
eine nachvollziehbare Strukturierung ergibt. Allerdings ist der
Aufwand dafür nicht unerheblich, sodaß diese Kataloge nicht so
umfangreich sein können.
     

     
  \par
  
Bekannte Kataloge sind u.a.:  \linebreak 
www.yahoo.de(com)  \linebreak 
www.web.de  \linebreak 
www.lycos.de(com)  \linebreak 
     
   

   \subsubsection{Suchmaschinen} \label{d45e974}
        
    

     
  \par
  
Unter Suchmaschinen versteht man Programme, die in regelmäßigen
Abständen (etwa alle 2 Monate) ihnen bekannte Webseiten (und darauf
gefundene Links) durchsuchen und die dabei gefundene Informationen
in Datenbanken für öffentliche Recherchen zur Verfügung stellen.
     

     
  \par
  
Man bezeichnet auch die Webseiten (und die Firmen, die diese Seiten
betreiben) als Suchmaschinen.
     

     
  \par
  
Naturgemäß kann es keine Suchmaschine geben, die alle Seiten des
Internets enthält (sie wäre wahrscheinlich auch erst in einigen
Jahren damit fertig und könnte sofort wieder von vorn anfangen...).
Deshalb sollte man durchaus verschiedene Suchmaschinen zu den
gesuchten Themen ''befragen'', denn jede dieser Suchprogramme kennt
ein anderes Spektrum von Seiten und wertet deren Inhalte mit
anderen Methoden aus.
     

     
  \par
  
Stellt man mittels Web-Formular eine Anfrage an eine dieser
Suchmaschinen, so ist dies letztlich eine Datenbankabfrage, ob ihr
Seiten mit dem gesuchten Stichwort bekannt sind. Alle Datenbanken,
auch die der Suchmaschinen erlauben auch komplexere Abfragen. Für
die Formulierung solcher Anfragen werden die Regeln dafür auf
speziellen Seiten erklärt.
     

     
  \par
  
Bekannte Suchmaschinen sind u.a.: \linebreak 
www.google.de(com) \linebreak 
www.hotbot.com \linebreak 
www.excite.de(com) \linebreak 
www.fireball.de \linebreak 
www.altavista.de(com) \linebreak 
     

     
  \par
  
Diese Suchmaschinen sind thematisch nur grob oder unsortiert und
habe den Nachteil, daß sie nicht aktuell sein können (zumindest
nicht tagesaktuell). Deshalb gibt es spezielle
     

     
  \par
  
Kataloge/Suchmaschinen, die bestimmte Webseiten häufiger indizieren
oder speziellen Themen gewidmet sind. Die folgenden Tabellen geben
einen Überblick.
     


   

   \subsubsection{Metasuchmaschinen} \label{d45e1027}
        
    

     
  \par
  
Neben den o.g. Suchmaschinen gibt es auch welche, die ihrerseits
Suchmaschinen abfragen, also Suchanfragen parallel an verschiedene
andere Suchmaschinen weiterleiten. Meistens werden die Ergebnisse
bereinigt, also von doppelten Fundstellen befreit. Man nennt diese
Programme (und die zugehörigen Webseiten) Meta-Suchmaschinen.
     

     
  \par
  
Eine (unvollständige Liste) von Metasuchmaschinen:
      \begin{list}{*}{}

	\item www.metacrawler.de(com)

	\item www.metager.de

	\item www.metaspinner.com

	\item www.vivisimo.com

	\item www.suchen.com
      \end{list}
     

     
  \par
  
Soll ihre Firmen- oder private Webseite von Suchmaschinen erfasst
werden, so müssen Sie die Internetadresse der Webseite bei der/den
Suchmaschinen anmelden. Dies geschieht in einem WEB-Formular auf
eine weiteren Seite der Suchmaschine.
     

   
 

 \subsection{Sicherheit im Internet} \label{d45e1066}
        
  

   \subsubsection{Gefahren des Internets} \label{d45e1071}
        
    

     
  \par
  
Das Internet ist nicht nur Segen, sondern hat auch seine
Schattenseiten. Da sei zu erst die unermessliche
Informationsvielfalt der sog. Information Overkill genannt, in
der zurechtzufinden nicht immer einfach ist. Außerdem ist es nicht
immer leicht, den Wahrheitsgehalt der Informationen zu erkennen
oder zu überprüfen.
     

     
  \par
  
Die nächste noch harmlose Gefahr besteht darin, sein (Such-)Ziel im
Internet aus den Augen zu verlieren, wenn man sich von Link zu Link
hangelt. Auch dieses Phänomen hat einen Namen. Wir nennen es Lost-
In-Hyperspace, also verloren im Internet.
     

     
  \par
  
Mittlerweile gibt es die anerkannte Krankheit ''Internetsucht'', die
ähnlich der Spielsucht an kein Stoff gebunden ist. Dabei verlieren
die Süchtigen ihr Geld an die Telefongesellschaften, weil sie jede
freie Minute bei chatten im Internet verbringen.
     

     
  \par
  
Schon nicht mehr so ungefährlich sind die Möglichkeiten mittels des
Internets die Gewohnheiten des {\bf Surfers} auszuspionieren. Dazu
werden {\bf Cookies} (vgl. oben) zwischen Web-Server und Browser
ausgetauscht.
     

     
  \par
  
Das Internet ist zur Zeit die häufigste Virenquelle, häufiger noch
als der Schulhof. Eine gewisse Berühmtheit haben Viren, Trojanische
Pferde, Hoaxe... erlangt, die per eMail über das Internet
verbreitet werden. Selbst die professionellen Spione verdienen
bereits einiges Geld mittels Industriespionage unter Zuhilfenahme
des Internets.
     
     
     
  \par
  
Viren (auch die Makroviren) sind unter Linux z.Zt. (noch) kein
Problem. Allerdings hat man schon Viren entwickelt, die auch unter
Linux funktionieren. Jedoch können sie in aller Regel die Grenzen
der Benutzerrechte nicht überspringen, weshalb man nie als root
surfen sollte.

     

     
  \par
  
In letzter Zeit haben sich die sog. {\bf 0190-Dialer} unter Windows als
weitere Gefahrenquelle einen Namen gemacht. Dabei werden Programme
zur Installation angeboten, die einen schnelleren, bessern...
Zugang zu dem Webangebot versprechen. Wenn man dem Download
zustimmt, wird ein Programm geladen und ausgeführt, welches das
Einwahlprogramm von Windows umkonfiguriert, sodaß der Zugang (meist
ab sofort) über eine (z.T. extrem teure) 0190'er Nummer erfolgt.
Dabei können Kosten von mehreren Tausend Euro Onlinegebühren
entstehen. Erfolgt der Internetzugang nicht über eine Modem-/ISDN-
Verbindung, sondern über eine Ethernet- oder Linuxanbindung, so
dürften der Wahlmechanismus keine Chance haben.
     
   

   \subsubsection{Wie kann man sich schützen} \label{d45e1122}
        
    

     
      

       
  \par
  
        \begin{list}{*}{}

	\item Lokale Scriptsprachen deaktivieren

	\item evtl. Schutz vor Cookies einrichten (siehe oben)

	\item wenn möglich mit einem Rechner surfen, der nicht im Netzwerk ist

	\item wenn möglich keine Windows-Plattform zum surfen verwenden, da
praktisch alle Viren nur unter Windows (und dem Microsoft-
Office) funktionieren.

	\item regelmäßig den Virenscanner starten oder dies automatisieren (lassen,
z.B. von dem Netzwerkadministrator)

	\item sofern vorhanden immer über einen Proxyserver ins Internet gehen
	\end{list}
       
     

     
      

       
  \par
  
        \begin{list}{*}{}

	\item Mails von unbekanntem Absender nicht öffnen/ansehen/lesen.

	\item Mails mit dubiosem, nichtssagendem Subjekt löschen.

	\item Mails, die nicht direkt an einen adressiert sind ebenfalls löschen.

	\item Wenn möglich die Mails verschlüsseln

	\item ein- und ausgehende Mails auf Viren prüfen (lassen)
	\end{list}
       
     

     
      

       
  \par
  
	\begin{list}{*}{}

	\item alle OK-Bestätigungen zuvor lesen (bes. wegen Dialern)

	\item Keine eigenständige Installation zulassen, sondern Download
nur als Datei speichern (evtl. auf einem separaten Rechner
ausprobieren)
	\end{list}
       
     

     
      

       
  \par
  
... über das Internet nicht mit {\bf telnet}, sondern nur mit
verschlüsselnden Programmen, wie z.B. {\bf ssh} oder {\bf putty}.
       
     
   

   \subsubsection{Firewall} \label{d45e1230}
        
    

     
  \par
  
Die Einrichtung eines Firewalls ist in einer Firmenumgebung
unerlässlich. Aber auch private (Viel-)Surfer sollten sich mit
dieser Technik auseinander setzen.
     

     
  \par
  
Ein Firewall (am Besten als ''Brandschutzmauer'' zu übersetzen) kann
mit Hilfe eines Regelwerkes den Datenstrom kontrollieren. So kann
man z.B. festlegen, das Daten über bestimmte Ports nicht angenommen
oder versendet werden oder das Pakete mit Protokollfehlern
verworfen werden oder daß keine Verbindung von außen nach innen
hergestellt werden darf u.v.a.m. Ein solches Programm (-Pakte)
einzurichten und zu pflegen ist nicht eben trivial, besonders weil
es in aller Regel auch Einschränkungen zur Folge hat. So sind u.U.
Webseiten nicht mehr erreichbar, wenn der Server auf einem anderen
Port läuft.
     

     
  \par
  
Ich möchte nochmals darauf aufmerksam machen, daß im Internet die
Daten normalerweise im Klartext übertragen werden, insbesondere die
eMails. Da es im Netz keinen generell Verantwortlichen gibt und die
Daten in der Regel auch durch Rechner in den verschiedensten Länder
laufen, ist Datenschutz nicht mach- und nicht durchsetzbar. Da
hilft nur Verschlüsseln wichtiger Informationen, z.B. mit Pretty
Good Privacy - kurz {\bf pgp} oder dem Programmpaket, das vom Bundesamt
für Sicherheit in der IT zur Verfügung gestellt wird.
     

     
  \par
  
Also Vorsicht ist geboten. Ich habe Sie gewarnt!
     
   
 

	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
