

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
	\usepackage{ngerman}
	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % editoren
 % Copyright Johnny Graber
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.4.2.5 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/einleitung/linksammlungen/linksammlungen,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: editoren,v 1.4.2.5 2002/11/10 19:28:11 std Exp $

	\title{Editoren}


	
	    \author{Johnny Graber}
	    %\url{mailto:linux@jgraber.ch}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{anwendungen.tex}
		Anwendungs-Software
		%\ref{editoren1.tex}
		Editoren
	\ref{editoren}

    \par{Layout}
    Johnny Graber
	    %\url{mailto:linux@jgraber.ch}
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{gedit} \label{d61e63}
        

   	
 
 
gedit: Klein aber Fein


  
  \par
  
{\bf gedit} ist ein kleiner und schneller Editor. Wie es das G 
vermuten lässt, gehört
er zum GNOME Desktop. Er bietet eine einfache Möglichkeit, kürzere 
Texte zu
schreiben. Die grossen Icons bieten die wichtigsten Befehle gut erreichbar an.
Damit kann ohne langes Suchen eine Datei geöffnet, gedruckt oder gespeichert
werden. Auch die Möglichkeit, Änderungen rückgängig zu machen oder wieder
herzustellen, liegt bereit und ermöglicht einem so ein zielgerichtetes Arbeiten.
  

  
  \par
  
Da einem {\bf gedit} nur das Auswählen einer Schriftdarstellung 
erlaubt, bemerkt man
sein  hauptsächliches Einsatzgebiet. {\bf gedit} ist gut, um 
ASCII-Text zu bearbeiten,
er soll aber keinesfalls die Aufgaben einer Textverarbeitung übernehmen.
  

  
  \par
  
Alle Einstellungen laufen über das gleichnamige Menü. Neben der erwähnten
Einstellung für die Schrift kann man auch das Aussehen von gedit festlegen sowie
grundlegende Angaben fürs Drucken machen.
  
  \section{kwrite} \label{d61e104}
        

    	
 

    Der vielfältige kwrite in Aktion

    
  \par
  
Nachdem ein Editor für GNOME vorgestellt wurde, folgt nun mit 
{\bf kwrite} einer von
KDE. kwrite ist vom Funktionsumfang her gedit weit überlegen. Obwohl
oberflächlich betrachtet kein grosser Unterschied auszumachen ist, bietet
{\bf kwrite}
zahlreiche kleine Features, wie das Hervorheben von Code und die Verwendung von
Lesezeichen.
   

   
  \par
  
Dennoch ist auch {\bf kwrite} keine Textverarbeitung und hat, was  
das Auswählen der
Schrift betrifft, die gleichen Limits wie {\bf gedit}. Da auch 
deutlich mehr
Einstellungen gemacht werden können, gibt es für {\bf kwrite} bei 
Selflinux einen
zusätzlichen Text, der einen tieferen Einblick ermöglicht.
   
  \begin{list}{*}{}
   
	\item 
Das KWrite-Handbuch
   
   \end{list}

  \section{joe} \label{d61e154}
        

    	
 

    joe - nicht nur für Notfälle geeinget

    
  \par
  
{\bf joe} ist ein einfacher Editor für die Konsole. Er eignet sich insbesondere
für User, die sich partout nicht den {\bf vi} aneignen wollen, aber dennoch
eine Möglichkeit suchen, von der Konsole aus einfache Bearbeitungen
an Textdateien vorzunehmen, z. B. Konfigurationsdateien zu ändern.
Mit {\bf vi} gemeinsam hat {\bf joe} den Vorteil, auch dann zu laufen, wenn sonst
nichts mehr geht, und die genügsamen Ansprüche an die Hardware.
Im Gegensatz zum {\bf vi}, dessen Bedienungskonzept manchem Neuling als
recht kryptisch erscheint, ist {\bf joe} aber etwas konventioneller.
Wieso der Name joe? joe ist ein rekursives Akronym für ''Joe's Own Editor''.
   


    
  \par
  
{\bf joe} wird einfach von der Konsole aus gestartet mit 
{\bf joe \verb+<+Dateiname\verb+>+} 
Dann erscheint der Dateiinhalt in Editierbereich.
Zum Eingeben einfach die Tastatur verwenden, der Cursor
kann mit den Cursortasten bewegt werden.
   

    
  \par
  
Mit der Tastenkombination 
 {\bf Strg+k, h} 
 (hintereinander betätigen)
Lässt sich ein kleiner Hilfebildschirm anzeigen,
der alle Tastenkommandos beinhaltet; sie sind selbsterklärend.
Mit {\bf ESC} 
 und anschließendem {\bf ,} oder {\bf .} kann durch die Hilfeseiten
vor- und zurückgeblättert werden.
   

   
  \par
  
{\bf joe} legt von jeder geänderten Datei eine Sicherungskopie an, die aus dem
Dateinamen mit angehängtem {\bf \~{}} (Tilde) besteht - für alle Fälle.
   
  \section{emacs} \label{d61e235}
        

   	
 

   Gibt es etwas, das Emacs nicht kann?

   
  \par
  
Auch wenn {\bf emacs} auf den ersten Blick nicht den Eindruck 
macht, gibt es nichts,
was er nicht kann (ausser vielleicht Kaffee kochen...). Sei es nun das Schreiben
von Texten, das Lesen von News oder der tägliche Emailbeantwortung - mit 
{\bf emacs}
ist dies alles möglich. Wären alle diese Funktionen direkt in emacs integriert,
wäre dieser ein riesiges und schwerfälliges Monster. Daher sind die meisten
Funktionen in Plugins ausgelagert und werden nur bei Gebrauch geladen.
  

  
  \par
  
{\bf emacs} hat eine lange Entwicklungsgeschichte. 1976 war {\bf emacs} 
nur eine Sammlung
von Makros, daher auch der Name (Editor MACroS). Richard Stallman 
ist nicht nur
der Gründer von GNU, sondern auch der Vater von {\bf emacs}. Nach 
dem Start von GNU
war der Verkauf von emacs, der schon damals unter der GPL stand, 
lange Zeit die
einzige Einnahmequelle der FSF.
  

  
  \par
  
Mit dem Ur-emacs hat der heutige aber kaum mehr etwas gemeinsam. Die stetige
Weiterentwicklung brachte so viel Neues, dass die momentan aktuelle Version die
Nummer 21.2 trägt. Die Entwicklung ist damit aber noch nicht abgeschlossen, und
so wird es wohl nicht bei dieser Version bleiben.
  

  
  \par
  
Wer sich gerne eingehender mit {\bf emacs} beschäftigen möchte, dem 

sei der folgende
Text von Selflinux wärmstens empfohlen:
   
   
  \begin{list}{*}{}
   
	\item 
HOWTO für den Emacs Einsteiger
   
   \end{list}
   
  \section{vi} \label{d61e306}
        

   	
 
      gvim bietet den Komfort eines grafischen Editors mit der
		    Vielfältigkeit von vi.

   
  \par
  
{\bf vi} ist wie emacs, ein Editor, der einem sehr viele 
Möglichkeiten bietet. Er ist
sehr schnell, aber man muss etliche Stunden aufwenden, um mit ihm angenehm
arbeiten zu können. Für diesen Aufwand wird man jedoch dann mit der 
Arbeitsgeschwindigkeit mehr als nur entschädigt.
  


  
  \par
  
Bis es soweit ist, ist es aber ein steiniger Weg. Vieles, was man bisher von
Editoren wusste, gilt bei {\bf vi} nicht mehr. Alles wird mit Hilfe 
der Tastatur
gemacht, die Maus verliert in {\bf vi} ihre Bedeutung als zentrales 

Hilfsmittel.
Diesem Effekt ist es zu verdanken, dass {\bf vi} immer zur Verfügung 

steht. Wenn nichts
mehr geht, geht immer noch ein {\bf vi}. Daher ist er Teil der 
meisten
Rettungssysteme. Da man in einem Notfall nicht noch Zeit hat, sich in 
{\bf vi}
einzuarbeiten, sollte man dies schon vorher einmal machen.
  

  
  \par
  
Damit der Umstieg zu {\bf vi} nicht zu schmerzhaft ist, gibt es 
eine Vielzahl von
vi-Clonen. Der auf dem Screenshot gezeigte {\bf gvim} 
ist eine angenehme Mischung aus
der Stärke des {\bf vi} mit der Einfachheit von 
{\bf gedit}. {\bf gvim} kann entweder wie 
{\bf vi} über
die Tastatur bedient werden oder auch mit Hilfe der Maus.
  

  
  \par
  
Wer einmal das Prinzip von {\bf vi} und all seinen abgeleiteten 
Brüdern begriffen hat,
will es nicht mehr missen. Damit auch die Leser von Selflinux einen tieferen
Einblick bekommen, haben wir auch zu {\bf vi} einen weiterführenden 
Text:
   
   
  \begin{list}{*}{}
   
	\item 
Praxisorientiertes vim-Tutorial
   
   \end{list}
   

  
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
