

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
	\usepackage{ngerman}
	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % Zugriffe_auf_Laufwerke
 % Copyright Rüdiger Pretzlaff
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.1.2.19 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/userbasics/konzepte_basic/zugriff_auf_laufwerke/zugriff_auf_laufwerke,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: zugriff_auf_laufwerke,v 1.1.2.19 2002/12/05 21:28:42 jgraber Exp $

	\title{Zugriffe auf Laufwerke}


	
	    \author{Rüdiger Pretzlaff}
	    %\url{mailto:rpretzlaff@users.sourceforge.net}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{konzepte_basic1.tex}
		Basiskonzepte für Benutzer
	\ref{Zugriffe_auf_Laufwerke}

    \par{Layout}
    Matthias Hagedorn
	    %\url{mailto:herbert-kw@t-online.de}
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Root-Dateisystem, Partitionen, Festplatten, Speichermedien, Wechseldatenträger und wie geht es weiter?} \label{d23e51}
        

   
   
   \subsection{Grundsätzliches.} \label{d23e58}
        

    

    
  \par
  
Unter Linux ist eine Partition der Festplatte das Root-Dateisystem.
Eine 2., 3. oder 4. Partition befindet sich später aber auch
unterhalb dieser Struktur.  Partitionen können an beliebigen Stellen
in das Dateisystem eingebunden werden. Dies kann sehr sinnvoll sein,
wenn man z.B. den Zugriff auf das CDROM-Laufwerk den Benutzern
verwehren möchte. Hierzu legt man sich im Verzeichnis {\bf /root} einen
Ordner an mit dem Namen cdrom-sperre. Mit Hilfe des Befehls {\bf mount}
hängt man jetzt das CDROM-Laufwerk in die Dateistruktur mit ein.
Wenn das CDROM-Laufwerk gemountet ist kann es nicht geöffnet
werden. Da es in {\bf /root} liegt, kann kein anderer Benutzer Daten vom
CDROM-Laufwerk lesen. Dies ist zwar eine simple Methode, aber für
den Anfang wirkungsvoll.
    
   

   \subsection{Kurze Begrifferklärung und Einführung in die Dateistruktur.} \label{d23e78}
        

    

    
    
    %table
    \begin{tabular}{|l|l|}
    \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              	
{\bf mounten}
      
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              	
mounten bedeutet einhängen. Bei Linux einhängen in das
Dateisystem/die Dateistruktur.
      
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              	
{\bf Partition}
      
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              	
Eine Festplatte kann in mehrere Teilstücke aufgeteilt
werden. Beispielweise wird meistens eine Partition für
den Bootbereich angelegt, eine für das Root-System. 
Zusätzlich kann man für beliebige Bereiche extra 
Partitionen anlegen (User-Homeverzeichnisse, 
Web-Server-Root, Backup Partition ...)
      
		\end{minipage}
	      \\ \hline
    \end{tabular}
  

    
  \par
  
Um einen Eindruck von der Dateistruktur zu erhalten, geben Sie 
{\bf ls /} ein
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
ls /
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} bin\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} boot\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} dev\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} etc\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} home\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} initrd\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} lib\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} lost+found\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} misc\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} opt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} proc\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} root\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} sbin\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} tmp\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} usr\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} var\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Als Beispiel dient hier ein Red Hat System. Bei SuSe
befinden sich Cdrom-Laufwerke und Floppy direkt in /.
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
ls /mnt/ cdrom floppy
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    

    
  \par
  
Wer sich sein CDROM an eine andere Stelle legen möchte kann dies
ruhig machen. Im Gegennsatz zu anderen Betriebssystemen können Sie
sich Ihr CDROM-Laufwerk auch an Ihre Lieblingsstelle {\bf holen}, z.B.
nach {\bf /home/username}, also in Ihr Heimatverzeichnis. 
    
   
  \section{Theorie okay. Aber wie geht man mit mount um?} \label{d23e198}
        

   

   
  \par
  
Um jetzt das CDROM-Laufwerk ansprechen zu können muss es in das
Dateisystem {\bf eingehängt} werden. Normalerweise muß man sich nicht
sehr viele Gedanken machen wie das geht. Eine kurze Zeile in der
Bash erledigt das für Sie.  Da das CDROM unter {\bf /mnt/} (hier Red Hat
Linux) eingehängt wird, sieht dies wie folgt aus.  
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount /mnt/cdrom
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
Es geht nicht? Ist richtig. Woher soll Linux wissen was Sie auf
{\bf /mnt/cdrom} einhängen möchten? Dazu gibt es in {\bf /etc/} eine Datei
{\bf fstab}. In dieser Datei stehen Geräte mit dem Mountpoint. Wenn Sie
einen Eintrag für das CDROM-Laufwerk in Ihrer fstab haben, können
Sie Ihr CDROM-Laufwerk wie oben beschrieben einhängen.
   

   
  \par
  
Um jetzt dennoch (ohne Eintrag in der {\bf fstab}) das CDROM-Laufwerk
benutzen zu können, benutzen Sie folgende Zeile:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount /dev/cdrom /mnt/cdrom
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
HINWEIS: Dieser Befehl funktioniert nur dann, wenn das Gerät
{\bf /dev/cdrom} existiert. Entweder legt man also einen Link vom
entsprechenden Device (z. B. {\bf /dev/hdc}, wenn das CD-LW als Master am
2. (E)IDE-Controller hängt) nach {\bf /dev/cdrom} an, oder man führt
den vollständigen Befehl aus:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount -r -t iso9660 /dev/hdc /mnt/cdrom 
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
Erklärung: {\bf -r} zeigt an, dass es ein read-only Filesystem ist, 
{\bf -t
iso9660''} gibt den Filesystem-Typ an, {\bf /dev/hdc} ist die Geräte-Datei
für das Laufwerk, und {\bf /mnt/cdrom} der Mount-Point, in den die CD
eingebunden werden soll (dieser muss natürlich bereits existieren).
   

   
  \par
  
Der Befehl {\bf df} müsste Ihnen jetzt in etwa folgende Zeilen ausgeben:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
df
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} Dateisystem\verb+  +1k-Blöcke\verb+  +Benutzt\verb+  +Verfügbar Ben%\verb+  +montiert auf\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/hda3\verb+  +\verb+  +\verb+  +4032124\verb+  +2582084\verb+  +\verb+  +1245212\verb+  +68%\verb+  +/\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/hda1\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +23302\verb+  +\verb+  +10063\verb+  +\verb+  +\verb+  +12036\verb+  +46%\verb+  +/boot\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} none\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 63244\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +63244\verb+  + 0%\verb+  +/dev/shm\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/hdb3\verb+  +\verb+  + 29967384 25629976\verb+  +\verb+  +2815128\verb+  +91%\verb+  +/var/ftp/netzwerk\_party\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/cdrom\verb+  +\verb+  +\verb+  +506144\verb+  + 506144\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +0 100%\verb+  +/mnt/cdrom \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   

   
  \par
  
Interessant ist die letzte Zeile der Ausgabe:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/cdrom\verb+  +\verb+  + 506144\verb+  + 506144\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  +100%\verb+  +/mnt/cdrom \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   

   
  \par
  
Sie zeigt uns, dass das Gerät CDROM in das Dateisystem eingebunden
ist. Und zwar finden wir es unter {\bf /mnt/}. {\bf ls /mnt/cdrom} würde uns den
Inhalt der CD zeigen.
   

   
  \par
  
{\bf 1k-Blöcke} zeigt das Fassungsvermögen der CD, {\bf Benutzt} wieviel auf
der CDROM gespeichert ist und dahinter {\bf Verfügbarer Platz} noch
frei ist.  Bei CDROMs ist natürlich alles belegt und nichts mehr
frei, da wir nicht drauf schreiben können.
   

   
  \par
  
In der Ausgabe ist eine Zeile höher ein interessanter Eintrag. Zuvor
aber noch etwas anderes. {\bf /dev/} ist ein Verzeichnis, welches alle
vorhanden Geräte enthält. Hier ist alles enthalten, vom Com-Port
über USB bis hin zu den Festplatten mit ihren Partitionen. 
   

   
  \par
  
Hieraus können wir schliessen, das {\bf hdb3} ein Gerät ist. HD steht für
Harddisk (Festplatte) am 1. IDE Port und dort am Slave.  Und diese
Festplatte hat Partitionen, wobei wir hier die 3. benutzen.
   

   
  \par
  
Bei mir ist dies normalerweise meine Festplatte auf der ich
interessante OpenSource-Software aus dem Netz ablege. Da ich ab und
zu ein kleines Netzwerktreffen mit Bekannten mache, hole ich mir
die 3. Partition, die normalerweise in {\bf /home/linux/hd3} eingehängt
ist, einfach in mein Stammverzeichnis des FTP-Servers. 
   

   
  \par
  
Das ist das schöne an diesen Möglichkeiten: Ich brauche meine
Festplatte an einer günstigeren Stelle, dann hole ich sie mir dort
hin. Falls mal wieder ein Windows-User keinen FTP-Client zur Hand
hat, lege ich mir {\bf /dev/hdb3} einfach in mein Web-Server-Root. Dort
liegt dann noch ein Script welches dann noch als Suchmaschine
arbeitet. Aber das ist ein anderes Thema.
   
  \section{fstab für die Arbeitsteilung} \label{d23e368}
        

   

   
  \par
  
Damit man schnell Geräte an festgelegten Stellen einhängen kann,
kann man sich die Arbeit erleichtern. Wie schon oben gesehen
funktioniert die Zeile mount {\bf /mnt/cdrom} nicht immer. Damit immer
wieder kehrende Geräte und Mountpoints nicht komplett eingegeben
werden müssen, kann man sich die Datei {\bf fstab} zu Hilfe nehmen.
   

   
  \par
  
{\bf fstab} 
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
cat /etc/fstab
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} LABEL=/\verb+  +\verb+  +\verb+  +/\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + ext3\verb+  +\verb+  +defaults\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 1 1\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} LABEL=/boot\verb+  +/boot\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + ext3\verb+  +\verb+  +defaults\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 1 2\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} none\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + /dev/pts\verb+  +\verb+  +\verb+  +devpts\verb+  +gid=5,mode=620\verb+  +\verb+  + 0 0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} none\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + /proc\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + proc\verb+  +\verb+  +defaults\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 0 0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} none\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + /dev/shm\verb+  +\verb+  +\verb+  +tmpfs\verb+  + defaults\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 0 0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/hda2\verb+  +\verb+  +swap\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +swap\verb+  +\verb+  +defaults\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 0 0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} /dev/fd0\verb+  +\verb+  + /mnt/floppy\verb+  + auto\verb+  +\verb+  +noauto,owner,kudzu 0 0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   


   
  \par
  
Um das CDROM-Laufwerk jetzt immer auf /mnt/cdrom mounten zu können
mit 
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount /mnt/cdrom 
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   
   
  \par
  
oder 
   
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount /dev/cdrom
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
tragen Sie einfach folgende Zeile in die Datei fstab ein:
   
 
   \begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
Datei fstab
    \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        
/dev/cdrom   /mnt/cdrom   iso9660 noauto,owner,kudzu,ro 0 0
    
    \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}

   
  \par
  
Dies können Sie mit einem einfachen Editor wie vi machen.
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
vi /etc/fstab
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   
   
   
(Speichern in vi mit 'ESC gefolgt von :w')
   
  \section{Rechte - Wer darf mounten.} \label{d23e463}
        

   

   
  \par
  
Auf Produktiv-Systemen wird das mounten nur root gestattet. Auf
Systemen, die weniger sicherheitsrelevant sind, können auch normale
Benutzer mounten. Dort aber meistens auch nur Disketten-Laufwerke
und CDROM-Laufwerke.
   


   
  \par
  
Optionen
   


   
  \par
  
Der befehl {\bf mount} ist in der Beschreibung wie folgt angegeben:
   

   
  \par
  
{\bf {\bf mount} [option] Gerät Verzeichnis.}
   

   
  \par
  
Die Option {\bf -t} gibt den Typ des Dateisystems an. Für CDROM wird das
Standardformat ISO9960 verwendet. Disketten haben meistens das
minix-Dateisystem und dann gibt es noch 
   

   
    
    %table
    \begin{tabular}{|l|l|}
    \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
DOS CDROM 
     
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
= -t iso9960
     
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Unix Disketten 
     
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
= -t minix
     
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Dos Disketten
     
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
= -t msdos.
     
		\end{minipage}
	      \\ \hline
    \end{tabular}
  

   
  \par
  
Das sollte hier erst einmal reichen. Später komme ich auf diese
Option noch einmal zurück, wenn es darum geht, auf Windows FAT32
Partitionen zuzugreifen. 
   


   
  \par
  
{\bf Zusätzliches zu CDROM-Laufwerken.}
   


   
  \par
  
Oben wurde {\bf /dev/cdrom} erwähnt. Dies kann bei den meisten Systemen
ohne Bedenken benutzt werden. Dies sind bei den meisten Verweise auf
die richtigen Geräte. Ein CDROM-Laufwerk (ATAPI) ist zu sehen wie
ein Festplatte, von dem Gerätenamen her. Bei einer Festplatte baut
sich der Name wie folgt auf: {\bf hda1}, also 1. Harddisk 1. Partition.
Siehe oben. Bei einem CDROM-Laufwerk verhält sich dies genauso.
Wenn jetzt das CDROM am IDE am Slave hängt, heißt das Gerät hdb.
Zum Mounten nehmen wir also {\bf /dev/hdb}.
   

   
  \par
  
Zusammengefasst heisst es also:
   

   \begin{list}{*}{}
    
	\item 
Mounten mit dem befehl {\bf mount}.
    
    
	\item 
Angabe des Dateisystems mit der Option {\bf -t}
    
    
	\item 
Name des Gerätes /dev/hdx (wobei x für den Port steht) bzw. 
{\bf /dev/cdrom} 
    
    
	\item 
Das Verzeichnis in dem das Gerät in das Dateisystem eingehangen
werden soll.
    
   \end{list}

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount -t iso9960 /dev/cdrom /mnt/cdrom
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
{\bf Verzeichnisse, in die das Medium eingehängt werden soll.}
   


   
  \par
  
Grundsätzlich kann man jedes Verzeichnis nehmen. Sogar ein
Verzeichnis, welches nicht leer ist. Die ursprüglichen Daten werden
dann nur nicht angezeigt, sondern nur die, die sich auf dem
eingehängten Gerät befinden. Daten, die in dem Verzeichnis sind,
sind aber nicht weg oder gar gelöscht, sondern werden nach dem
Entfernen des Gerätes (mit {\bf umount}) wieder sichtbar. 
   

   
  \par
  
Bei der Wahl des Verzeichnisses muß nur beachtet werden, daß es
keine Probleme mit den Rechten gibt. So könnte es passieren, daß ein
Verzeichnis von root angelegt, und eine Partition auf dieses
Verzeichnis gemountet wurde. Jetzt kommt ein {\bf normaler} Benutzer und
möchte Daten dort lesen oder ablegen. Er wird keinen Zugriff
erhalten, da das Verzeichnis von root erstellt wurde und somit root
als Besitzer und auch in der Gruppe eingetragen wurde. 
   


   
  \par
  
{\bf Mount wieder lösen und Medium freigeben.}
   


   
  \par
  
Dazu wird der Befehl {\bf umount} benutzt. Bei CDROM und Floppy's macht es
sich besonders bemerkbar, wenn man es vergisst. Wenn ein
CDROM-Laufwerk gemountet ist, wird der eine oder andere schon mal
vergeblich den Eject-Knopf gedrückt haben und das Laufwerk gab keine
CDROM aus. Dies hat damit zu tun, daß {\bf LINUX/Unix} von Beginn an ein
Multiusersystem ist. Es kann also vorkommen, daß Benutzer A (über
SSH von einem entfernten Rechner) und Sie gleichzeitig auf Ihrem
System arbeiten. User A benutzt zur Zeit das CDROM-Laufwerk, um von
dort Daten zu lesen. Wenn Sie jetzt den Eject-Knopf bestätigen
würden, und damit die CDROM entfernen könnten, stünde User A ohne
Daten da.  Wenn dies gerade ein wichtiges Update ist, welches sich
negativ auf das System auswirken könnte, wäre das sehr gefährlich. 
   

   
  \par
  
Das Diskettenlaufwerk hat auch eine Eigenschaft, wie sie auch bei
Festplatten vorhanden ist:  Daten, die gelöscht, und/oder auf
Diskette/Festplatte geschrieben werden, werden nicht sofort
gelöscht/geschrieben. Sie sollten, wenn Sie Daten löschen/schreiben,
und sicher gehen wollen, dass alle Daten korrekt verändert wurden,
immer umount ausführen. Wie macht sich dies bemerkbar? Bei Disketten
ist es am deutlichsten. Folgendes Beispiel:
   

   
  \par
  
Auf einer Diskette sollen Dateien kopiert werden, die für einen
Kunden sind. Sie kopieren die  Daten auf die Diskette. Ein {\bf ls} zeigt
auch wunderbar alle Dateien an. Die Diskette wird aus dem Laufwerk
entfernt, ohne umount benutzt zuhaben. 
   

   
  \par
  
Ergebnis: Beim Kunden ist die Diskette leer. Die Daten wurden noch
nicht geschrieben, da dies mit Verzögerung (durch den Cache) bzw.
explizit bei {\bf umount} geschieht.
   


   
  \par
  
Um eine Verbindung {\bf /dev/cdrom \verb+<+-\verb+>+ /mnt/cdrom} zu lösen, gibt man ein:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
umount /mnt/cdrom
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   


   
  \par
  
beim Disketten-Laufwerk:
   
 
  
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
umount /mnt/floppy
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   
  \section{Mounten bei KDE und Gnome} \label{d23e650}
        

   

   
  \par
  
Bei den neueren Distributionen geschieht das mounten von
CDROM-Laufwerken schon automatisch. Nach dem Einlegen wird dies
sofort vom System erkannt und nach den Angaben in {\bf /etc/fstab}
gemountet. Falls die CDROM schon im CDROM-Laufwerk liegt, und diese
nun wieder neu gemountet wird, geschieht dies meistens über Symbole
auf dem Desktop. Der Benutzer sieht hier nicht mehr, was genau im
Hintergrund läuft. Das Ein-/Aushängen funktioniert hier meistens
über Doppelklick auf das entsprechende Symbol (beim Einhängen) und
öffnet automatisch den Dateibrowser. Beim Unmounten geschieht dies
meistens durch Rechtsklick auf das Symbol und im sich anschliessend
öffnenden Kontextmenü mit einem Klick auf Gerät aushängen.
   


   
  \par
  
Während einer Session im X-Server kann es sehr schnell passieren,
daß man irgendwo ein minimiertes Fenster hat, welches noch auf einen
Ordner zeigt, in dem auf Daten eines eingehängten Gerätes
zugegriffen wird. Ebenso möglich wäre der Fall, daß noch irgendein
Programm auf die Daten des Mountpoints zugreift. In dieser Situation
wird dann umount verweigert, meist mit einer Meldung der Art
{\bf device is busy}. 
   

   
  \par
  
Sollte man hier einmal nicht wissen, welcher Benutzer, welches
Programm oder wer/was auch immer das Unmounten blockiert, kann man
dies mit {\bf lsof} ermitteln: {\bf *}
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/mnt/cdrom/ \$ 
lsof | grep ''cdrom''
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} bash\verb+  + 6246\verb+  + root\verb+  + cwd\verb+  +\verb+  + DIR\verb+  +\verb+  + 22,0\verb+  +\verb+  +\verb+  +2048\verb+  +\verb+  +\verb+  +57344 /mnt/cdrom\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   

   
  \par
  
Hier blockiert root das Gerät durch seine simple Anwesenheit in der
bash im Verzeichnis {\bf /mnt/cdrom}.
   

   
  \par
  
{\bf * lsof} befindet sich in {\bf /usr/sbin/lsof}.
   


   
  \par
  
Der Benutzer root könnte, falls ein anderer Benutzer das Gerät
blockiert, diesen von dort verjagen. Aber das gehört in einen anderen
Bereich. 
   
  \section{Zugriff auf Windows-Partitionen} \label{d23e709}
        

   

   
  \par
  
Man wird immer wieder gefragt: {\bf Ich bin Anfänger und habe Windows
noch auf einer Partition. Wie komme ich an diese Daten?}
   

   
  \par
  
Da die meisten neuen Linux User auf einer Partition noch andere
Betriebsysteme haben, möchten diese User auch auf diese Daten
zurück greifen können. Dazu kann man mount benutzen. Hierzu legt
man auch wieder ein Verzeichnis an: {\bf mkdir /mnt/DoS} 
   

   
  \par
  
Da sich das andere System bekannterweise immer in den Vordergund
schieben muß, eigentlich hat es dafür keine guten Gründe ;-),
befindet sich Windows meistens auf der ersten Partition.
   

   \begin{list}{*}{}
    
	\item 
{\bf mount} ist klar, wollen wir ausführen.
    
    
	\item 
Gerät ist bekannt {\bf /dev/hda1}.
    
    
	\item 
Mountpoint ist angelegt, {\bf /mnt/DoS}
    
   \end{list}

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount /dev/hda1 /mnt/DoS
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   


   
  \par
  
Hierbei werden Sie eine Fehlermeldung erhalten. Da Windows das
Dateisystem FAT32 benutzt, müssen wir dies auch angeben. Dies
geschieht mit der Option {\bf -t}. FAT32 ist hierbei {\bf vfat}:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount -t vfat /dev/hda1 /mnt/DoS
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
Jetzt können wir uns mit {\bf ls /mnt/DoS} unsere Windows-Partition
anzeigen lassen.
   

  
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
