

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
	\usepackage{ngerman}
	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % TDSLviaSAT-HowTow
 % Copyright Wolfgang Wershofen
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.11.2.8 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/software/internet/zugang/dsl/tdsl_over_sat/tdsl_over_sat,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: tdsl_over_sat,v 1.11.2.8 2003/02/09 10:24:06 motw_1 Exp $

	\title{TDSLviaSAT-HowTo}


	
	    \author{Wolfgang Wershofen}
	    %\url{mailto:itconsult@wershofen.de}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{andere_dienste1.tex}
		Internet
		%\ref{Zugang.tex}
		Zugang
	\ref{TDSLviaSAT-HowTow}

    \par{Layout}
    Torsten Hemm
	    %\url{mailto:T.Hemm@gmx.de}
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Einleitung} \label{d44e50}
        
  

  \subsection{Sinn und Zweck dieses Dokuments} \label{d44e57}
        
   
   
  \par
  
Dies ist mein erstes selbstverfasstes HowTo. Ich bitte darum, mich
über evtl. vorkommende handwerkliche Fehler oder Unstimmigkeiten in
Kenntnis zu setzen. Als Vorlage für Layout und Aufbau habe ich das
SAT-HOWTO von Roberto Arcomano und Florindo Santoro genutzt.
Der Grund, warum ich dieses HowTo verfasst habe, ist zum einen, für
mich selbst eine Dokumentation über die Konfiguration und
Funktionsweise des Satelliten-DSLs der Deutschen Telekom unter Linux
zu erstellen, zum anderen aber auch, um anderen Linux-Nutzern dieses
Dienstes die nächtelange Kleinstarbeit mit enttäuschten
Hoffnungsschimmern, Frustrationen, Selbstzweifeln und dem
Bedürfnis ''die Kiste einfach aus dem Fenster zu schmeissen'', zu
ersparen. Außerdem will ich die süße Genugtuung, es letztendlich doch
geschafft zu haben, für mich behalten. ;-)
Der Hauptteil der Anleitung befasst sich mit dem Zugang zu T-DSL via
Satellit über den Tellique-Proxy und Multicast-Routing. Auf Seite 6
des Dokuments finden Sie aber auch die Beschreibung, wie eine
Unicast-Verbindung über ein VPN (Virtual Private Network) aufgebaut
werden kann. Dieses Dokument ist das Produkt meiner privaten
Initiative und in keinster Weise von der Deutschen Telekom in Auftrag
gegeben oder gar bezahlt worden.
Ich freue mich über jede Art des Feedbacks, sei es Lob oder Tadel.
Letzteres hoffentlich dann in konstruktiver Form, damit dieses
Dokument tatsächlich eine brauchbare Anleitung für den Neuling in
Sachen T-DSL via Satellit unter Linux wird.
Zu erreichen bin ich unter der EMail-Adresse:  
				<itconsult@wershofen.de>
			
   
   

  \subsection{Copyright} \label{d44e82}
        
   
   
  \par
  
Copyright (C) 2002 Wolfgang Wershofen.
Dieses Dokument ist frei. Sie können es unter den Bedingungen der GNU
General Public License, Version 2, wie von der Free Software
Foundation herausgegeben, weitergeben und/oder modifizieren.
Die Veröffentlichung dieses Dokumentes erfolgt in der Hoffnung, daß es
Ihnen von Nutzen sein wird, aber OHNE JEDE GEWÄHRLEISTUNG - sogar ohne
die implizite Gewährleistung der MARTKREIFE oder der EIGNUNG FÜR EINEN
BESTIMMTEN ZWECK. Details finden Sie in der GNU General Public
Licence.
   
  

  \subsection{Übersetzungen} \label{d44e105}
        
   
   
  \par
  
Mir sind bislang noch keine Übersetzungen dieses Dokumentes bekannt.
Wenn es gewünscht wird, wäre ich bereit, eine englischsprachige
Übersetzung zu erstellen. Sofern Sie Interesse haben sollten, selbst
eine Übersetzung in einer anderen Sprache anzufertigen, sollten Sie an
drei Dinge denken:
   
   
  \par
  
1. Prüfen Sie, ob es nicht schon eine Übersetzung in Ihrer Sprache
gibt. Wenden Sie sich dazu an ihr lokales Linux Documentation Project.
   
   
  \par
  
2. Pflegen Sie bitte diesen 1. Abschnitt des Dokumentes entsprechend
   
   
  \par
  
3. Informieren Sie mich über die Übersetzung, damit ich Sie in einer
Liste unter diesem Punkt aufnehmen kann.
   
   
  \par
  	
Vielen Dank für Ihre Übersetzung.
   
  

  \subsection{Danksagung} \label{d44e128}
        
   
   
  \par
  
Es gibt einige Leute, ohne die dieses Dokument niemals entstanden wäre
oder aber wesentliche Verbesserungen und Hinweise fehlen würden. Ich
möchte mich an dieser Stelle bei all jenen für ihre Unterstützung
bedanken.
   
   
  \par
  
Ralph und Marcus Metzler für die hervorragende Programmierung der DVB-
Treiber und offene Ohren bei Problemen Fa. Convergence, die sich auf
die Fahnen geschrieben hat, die DVB-Treiber weiterhin als Open-Source
unter der GNU-GPL zu veröffentlichen und weiterzuentwickeln.
   
   
  \par
  
Roberto Arcomano und Florindo Santoro für das gelungene SAT-HowTo
   
   
  \par
  
Dave Chapman (bitte EMails nur in Englisch) und Hilmar Linder für die
Entwicklung von dvbtune und Hilfe bei Problemen
   
   
  \par
  
Andrei Boros für manche beantwortete Frage und seine sehr
informative Homepage
   
   
  \par
  
Dirk Wellmann für die Assistenz in der Test- und Konsolidierungsphase
sowie einige Textpassagen
    
   
  \par
  
Carsten Koch für's Korrekturlesen
   
   
  \par
  	
Markus Dahlweid für die Anpassung der Init-Skripte für SuSE 8.0
Thierry Coutelier von SES ASTRA für den entscheidenden Hinweis
bei der Konfiguration des VPN-Zugangs.
   
   
  \par
  
last not least:
   
   
  \par
  
Roland Klabunde für's Aufwecken, die richtigen Fragen, noch bessere
Antworten und sein Know-How sowie allen anderen Betreibern von
http://www.ipviasky.net. Danke für Eure Initiative.
   
  
 \section{Wissenswertes vor dem Start} \label{d44e209}
        
    

   \subsection{T-DSL via Satellit?} \label{d44e216}
        
	
    
  \par
  
Seit Mai 2002 bietet die Deutsche Telekom einen Satelliten-basierten
Internet-Zugang mit T-DSL-Geschwindigkeit von bis zu 768kb/s im
Downstream an. Dieser wurde zuvor in einer 6 monatigen Pilotphase mit
500 ausgewählten Teilnehmern getestet. Der Zugang erfolgt über den
Satelliten Astra 19.2° und ist hauptsächlich für Telekom-Kunden
gedacht, deren Haushalte nicht mit dem ''normalen'' DSL
via Kabel versorgt werden können. Ein großer Vorteil bei der Wahl des
Satelliten ist übrigens, daß dies der gleiche Satellit ist, über den
auch die ASTRA- Fernsehprogramme empfangen werden können. Es muß also
(im Gegensatz zu manch anderen SAT-IP-Anbietern) keine zusätzliche
SAT-Antenne installiert werden, um Fernsehen und Internet über den
Satelliten zu empfangen. Bei T-DSL via Satellit erfolgt die
Datenübertragung in's Internet (upstream) weiterhin wie üblich über
Modem oder ISDN, der Rückweg (downstream) erfolgt dann über Satellit.
Insofern fallen also für die Einwahl zusätzliche Kosten für
die Telefonverbindung an. Die Telekom bietet derzeit zwei verschiedene
Tarifvarianten an. Die erste (und billigere) Variante bietet ein
Volumen von 500MB pro Monat zum Festpreis an, jedes weitere MB darüber
hinaus wird gesondert abgerechnet. Variante 2 bietet ebenfalls 500 MB
Traffic an, allerdings werden die darüber hinausgehenden Transfers
nicht gesondert berechnet, sondern lediglich mit einer
niedrigeren Priorität - sprich u.U. langsamer - transferiert. Die
Telekom nennt dies ''intelligentes Bandbreitenmanagement''.
Näheres zu den angebotenen Tarif-Varianten finden Sie auf den
Webseiten der Deutschen Telekom.
   
  

  \subsection{Link-Sharing} \label{d44e230}
        	
   
   
  \par
  
Ein interessanter Aspekt von T-DSL via Satellit ist das sogenannte
Link-Sharing. Bei vielen anderen Satelliten-Diensten für den
Internet-Zugang, wird die terrestrische Telefonverbindung tatsächlich
nur für den ''Hinweg'' der Datenpakete in's Netz genutzt, während die
Satelliten-Verbindung allein den Rücktransport der angeforderten Daten
übernimmt. Dies hat zwei entscheidende Begleiterscheinungen:
   
   
  \par
     
1. Solange nur kleine Datenmengen, wie z.B. beim normalen Surfen im
Internet, übertragen werden, ist die subjektive
Übertragungsgeschwindigkeit langsamer, da alle Datenpakete
den weiten Weg über den Satelliten gehen müssen und somit mit einer
Verzögerung von ca. 0,5 Sekunden am Zielrechner ankommen.
   
   
  \par
  
2. Da tatsächlich alle Daten über den Satelliten gehen, ist die
Bandbreite des Transponders schnell ausgeschöpft und die
Übertragungsgeschwindigkeit geht in den Keller. Zu Stoßzeiten kann es
daher vorkommen, daß die Übertragungsrate über den Satelliten deutlich
unter die der herkömmlichen Telefonverbindung sinkt. Diesen beiden
Effekten versucht T-DSL via Satellit mit dem sogenannten
Link-Sharing entgegen zu wirken. Beim Link-Sharing wird neben dem
Satelliten auch die terrestrische Telefonverbindung für den
Rücktransport der Daten genutzt. Erst wenn die Bandbreite dieser
Verbindung nicht mehr ausreicht, um die Daten ohne Verzug zum
anfordernden Rechner zurückzubringen, wird der Weg über den
Satelliten eingeschaltet, um den Datentransfer zu beschleunigen. Dies
führt auf der einen Seite zu einer Entlastung des Satelliten, weil ein
großer Teil der Datenmenge gar nicht über den Satelliten läuft. Für
den Nutzer bietet dies auf der anderen Seite den Vorteil, daß die
Reaktionszeit, bis die angeforderten Daten bei ihm ankommen, im
gewohnten Rahmen bleiben und die Übertragungsrate nicht unter die
Performance der Telefonverbindung sinken kann. Das Link-Sharing wird
seit einer Änderung der VPN-Server Anfang August nun auch für den
VPN-Zugang genutzt und macht somit diesen Zugang zu einer
tatsächlichen Alternative für den Proxy.
   
  

  \subsection{vorausgesetztes Grundwissen} \label{d44e247}
        
    
   
  \par
  
Dieses Dokument konzentriert sich auf die Belange des T-DSL via
Satellit-Angebotes der Deutschen Telekom und stellt keine generelle
Dokumentation für die Konfiguration des Satelliten-Zugangs an sich
dar. Es wird davon ausgegangen, daß die generelle Verbindung zum
Satelliten funktioniert und ein gewisses Grundwissen im Betrieb des
Systems unter Linux vorhanden ist. Sollten Sie Zweifel haben, über das
geforderte Grundwissen zu verfügen, empfehle ich Ihnen das eingehende
Studium der im Folgenden genannten Quellen.
   
  

  \subsection{Empfehlenswerte Lektüre} \label{d44e258}
        
   
   
  \par
  
SAT-HowTo von Roberto Arcomano und Florindo Santoro
   
   
  \par
  
Dieses Dokument ist ein ''Muß'' für den Netwerk-Zugang über Satellit. Es
werden einige grundlegende Dinge erklärt und auch alternative
Anbieter sowie deren Konfiguration genannt. Zur Zeit (Juni 2002)
beschäftigt sich dieses Dokument leider nur mit der Funktionsweise der
Version 0.8.x der DVB-Treiber. Eine Aktualisierung für die Treiber der
neuesten Generation ist aber in nächster Zeit vorgesehen.
   
   
  \par
  
FAQ von IP via Sky
   
   
  \par
  
Hier werden eine Menge Informationen speziell über den T-DSL via
Satellit-Dienst gegeben - zwar etwas Windows-lastig aber die
grundlegende Funktionsweise und Einstellungen sind für Linux
unverändert übertragbar.
   
  

  \subsection{1.1. Informationsquellen im Netz} \label{d44e278}
        
   
   
  \par
  
Weitere Informationen rund um den Satelliten-Zugang über Linux finden
sich im Internet. Hier eine kleine Auswahl:
   
   
  \par
  
http://www.linuxtv.org
die offizielle Seite der Treiberentwickler von Convergence.
   
   
  \par
  
http://www.linuxtv.org/mailinglists/linux-dvb
Interessante (englischsprachige) Mailingliste rund um DVB unter Linux
mit durchsuchbarem Archiv. Für Probleme mit den Treibern die erste
Anlaufadresse. Über diesen Link kann man die Mailingliste abonnieren
www.linuxdvb.tv Hier findet man täglich aktuell Snapshots mit den
aktuellen CVS-Versionen der Treiber
   
   
  \par
  
http://www.linuxstb.org
Seite von Dave Chapman, dem Entwickler von dvbtune. Dort gibt es
noch eine Menge mehr nützlicher, kleiner Tools rund um die DVB-Karte
   
   
  \par
  
http://www.ipviasky.net
Portal von Mitarbeitern der Deutschen Telekom, die den
Satelliten-Dienst mit gestaltet haben. Hier erhält man alle
Informationen rund um den Zugang aus erster Hand von den Leuten, die
es wissen müssen. Mit FAQ und Newsforum sowie Download-Area.
   
   
  \par
  
Homepage von Andrei Boros Sat-Netzwerk-Zugang mit 0.8.x-Treibern. Sehr
informativ.
   
   
  \par
  
Homepage von Hubertus Sandmann
    
   
  \par
  
Homepage mit vielen Informationen rund um Linux, DVB allerdings mit
Schwerpunkt digital-TV und Harddisk-Recording.
   
   
  \par
  
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn jemand
noch weitere zum Thema passende und interessante Links kennt, bitte
zumailen.
   
  
 \section{Systemvoraussetzungen} \label{d44e329}
        
    

  \subsection{Hardware} \label{d44e336}
        
   
   
  \par
  
Für die Teilnahme an T-DSL via Satellit unter Linux werden folgende
Hardwarekomponenten benötigt:
PC mit Linux-Betriebssystem und Modem oder ISDN-Karte bzw. 
-Terminaladapter Satelliten-Antenne mit digitaltauglichem LNB
DVB-PCI-Steckkarte
   
   
  \par
  
Wie schon eingangs erwähnt, soll dieses HowTo nicht die komplette
Konfiguration und Installation des Systems abdecken, sondern sich auf
die Spezialitäten des T-DSL-Angebotes konzentrieren. Es sollte jedoch
klar sein, daß die hier beschriebene Vorgehensweise nur funktioniert,
wenn die Hardware entsprechend konfiguriert und installiert ist.
Überlassen Sie im Zweifelsfall einem Fachmann das Aufstellen und
Ausrichten der Antennenanlage sowie die Verkabelung der einzelnen
Komponenten. Die Satelliten-Antenne muss auf den ASTRA-Satelliten,
Orbitalposition 19.2 Grad ausgerichtet sein. Die Schnittstelle
zwischen Antenne und PC stellt die DVB-Karte dar. Diese PCI-
Steckkarte ist zwar primär für den Empfang von digitalen Radio- und
Fernsehprogrammen gedacht, kann aber auch für den Empfang von
IP-Paketen über den Satelliten genutzt werden. Achten Sie beim Kauf
darauf, eine Karte mit einem von den Linux-Treibern unterstützten
Chipsatz zu kaufen. Informationen, welche Karten derzeit unter
Linux laufen, erhalten Sie bei http://LinuxTV.org. Derzeit sind zwei
Varianten der DVB-Karten gebräuchlich. Zum einen die vollwertigen
DVB-s Karten mit integriertem MPEG2-Decoder (z.B. Hauppauge WinTV
DVBs) und zum anderen die ''budget''-Karten ohne MPEG-Decoder (Hauppauge
WinTV nova und Technotrend budget PCI). Grundsätzlich sind beide  
Typen für das IP-Networking via Satellit geeignet, allerdings gibt es
derzeit bei den vollwertigen Karten mit MPEG2-Decoder noch einen Bug
der beim Proxy-Zugang mit Multicasting zu regelmäßgen Abstürzen des
LINUX-Systems führt. Stabil läuft TDSLvSAT über Multicasting derzeit
nur mit den ''budget''- Karten. Als stabile Alternative für die Karten
mit MPEG-Decoder bietet sich der VPN-Zugang über Unicast an.
Als optimale Lösung würde ich die Kombination von zwei DVB-Karten
erachten - eine ''vollwertige'' DVB-s mit MPEG-Decoder für digitales
Fernsehen und DVD in hervorragender Qualität und eine ''Budget''-Karte
für den Internet-Zugang. Mit einer solchen Lösung können Sie dann auch
parallel surfen und fernsehen.
   
   
  \par
  
Ich selbst verwende für den Satelliten-Empfang folgende Hardware:
85 cm Satellitenantenne mit digitalem Doppel-LNB
Technotrend budget PCI DVB-Karte
PC mit Elitegroup K7S5A-Motherboard, AMD Thunderbird 1.4 GHz 
Prozessor, 512 MB RAM, ATI Radeon ViVo 64MB DDR Grafikkarte
   
   
  \par
  
Sowohl der Netzwerkzugriff als auch Digital-TV und Radio funktionieren
damit problemlos.
   
  

  \subsection{Treiber und Kernel} \label{d44e359}
        
   
   
  \par
  
Im Februar 2001 haben die Entwickler der Linux-DVB-Treiber einen 
harten Schnitt in der Architektur der Treiber vollzogen, um sich an
die geänderten Gegebenheiten der neuen Linux-Kernel-Versionen 2.4.x
anzupassen. Dies hat zur Folge, daß die bis dahin entwickelten
Treiber-Versionen bis einschließlich 0.8.2 nur auf den Kerneln 2.2.x
laufen und für Kernel 2.4.x und folgende die Treiber 0.9.x verwendet
werden müssen. Da die 0.8.x-Treiber nicht mehr weiterentwickelt werden
und ich selbst einen 2.4.16er Kernel einsetze, wird die Konfiguration
des SAT-IP-Zugangs nur für die 0.9er-Generation der Treiber
beschrieben. Wer in seinem System allerdings immer noch einen
2.2.x-Kernel laufen hat und sich vor einem Kernel-Update scheut,
sollte sich die Seiten von Andrei Boros einmal genauer anschauen. Dort
wird der Zugang mit der älteren Kernel- und Treiberversionen
detailliert beschrieben. Die Treiber für die DVB-Karte werden als
Source-Tarball ausgeliefert. Sie benötigen daher auf jeden Fall die
Sourcen des aktuell verwendeten Kernels um die Treiber kompilieren zu
können. Manche Distributionen installieren diese nicht automatisch
mit, weshalb Sie vorher prüfen sollten, ob Sie diese evtl.
nachinstallieren müssen. Normalerweise befinden sich die 
Kernel-Sourcen im Verzeichnis /usr/src/linux. Im Kernel sollte
außerdem I2C und Video4Linux zumindest als Modul enthalten sein.
Es ist bei den Linux-DVB-Treibern immer empfehlenswert, die neueste
CVS-Version zu benutzen, da die Entwicklung hier noch sehr dynamisch
ist. Die derzeit letzte ''offizielle'' Version 0.9.4 hat z.B. noch
keinen Multicast-Support, der aber für den Zugang zu T-DSL via
Satellit in der hier beschriebenen Form unerlässlich ist. Die
CVS-Versionen der Treiber erhält man am bequemsten als nächtlichen
Snapshot bei http://www.linuxdvb.tv. Der verwendete Treiber-Snapshot sollte
nicht älter als der 26.Februar 2002 sein, weil an diesem Datum der
Multicast-Support realisiert wurde. Nutzer einer Budget-Karte sollten
sogar nicht weiter als bis zum 18. März 2002 zurückgehen, weil an
diesem Tag ein schwerer Bug aus den Treiber entfernt wurde, der zum
Systemstillstand bei der Konfiguration des Netzwerk-Devices führte. Am
7. April 2002 wurden auch noch einige kleinere Verbesserungen am
Netzwerk-Teil der Treiber eingebaut, weshalb momentan ein
Treiber nach diesem Datum empfehlenswert ist. Ich selbst verwende die
CVS-Version der Treiber vom 21. Mai 2002 mit einem 2.4.16er-Kernel aus
der SuSE-7.3 Distribution. Bei Treiber späteren Datums (Ende
Juli/Anfang August) kann es Probleme mit dem Tuning über dvbtune
geben. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, versuchen Sie zunächsten
die Treiberversion vom 21. Mai zu verwenden, die garantiert mit
dvbtune funktionieren.
   
  

  \subsection{konventioneller Internet-Zugang} \label{d44e373}
        
   
   
  \par
  
Da es sich bei dem Satelliten-Zugang der Deutschen Telekom lediglich
um einen ''One-Way-Service'' handelt, über den Daten lediglich empfangen
aber nicht gesendet werden können, ist ein funktionierender
Internet-Zugang über Modem, ISDN o.ä. unbedingt erforderlich. Sollten
Sie einen solchen Zugang noch nicht haben, richten Sie diesen bitte
zuerst ein (obwohl ich mich in dem Falle eigentlich frage, wie Sie
überhaupt dieses Dokument lesen können?! ;-)
Hilfestellung bei der Konfiguration finden Sie mit Sicherheit in den
Dokumentationen Ihrer Linux-Distribution oder in den HowTo's des Linux
Documentation Projects.
   
   

  \subsection{Software} \label{d44e384}
        
   
   
Neben der Hardware und den dazu gehörigen Treibern werden für den
Zugang zu T-DSL via Satellit noch die folgenden Programme benötigt:
   

   \subsubsection{dvbtune} \label{d44e394}
        
    
    
  \par
  
Die IP-Pakete der T-DSL-Dienstes werden vom Satelliten auf einer
bestimmten Frequenz ausgesendet. Auf diese Frequenz muß der LNB über
die DVB-Karte eingestellt werden, was von dem kleinen
Kommandozeilen-Tool {\bf dvbtune} von Dave Chapman erledigt wird. Das
Programm ist Open-Source und unterliegt der GNU GPL. Sie können
die Quellen von der Seite http://www.linuxstb.org herunterladen. Achten Sie
darauf, die Version 0.2 oder 0.3 zu verwenden, weil erst in diesen
Versionen der Netzwerk-Support von Hilmar Linder enthalten ist. Falls
Sie einen LNB-Umschalter (DiSeq) verwenden, sollten Sie auf jeden Fall
die Version 0.3 einsetzen, weil diese über eine Steuermöglichkeit des
DiSeq verfügt.
     
    

    \subsubsection{Tellique Client} \label{d44e417}
        
     
     
  \par
  
Der Internet-Zugang über T-DSL via Satellit wird über eine
Proxy-Lösung realisiert. Der hierzu verwendete Proxy wurde von der
Firma Tellique entwickelt und kann hier heruntergeladen werden.
Das Programm ist Closed-Source und wird als binary zur Verfügung
gestellt.
      
    

    \subsubsection{pptp-Client} \label{d44e431}
        
     
     
  \par
  
Sollten Sie beabsichtigen, statt des standardmässigen Proxy-Zugangs
die alternative Zugangsmöglichkeit über eine VPN-Verbindung zu nutzen,
benötigen Sie den Linux {\bf pptp-Client}, der in der Lage ist, eine
VPN-Verbindung zu einem Windows-VPN-Server aufzunehmen. Zu finden ist
diese Software unter http://pptpclient.sourceforge.net. Der VPN-Zugang sollte
auf jeden Fall für Besitzer einer ''full featured'' DVB-s Karte (mit
MPEG2-Decoder) erste Wahl sein, da mit diesem die Mulitcast-Probleme
dieser Karten nicht auftreten.
     
    
   
  \section{Installation} \label{d44e453}
        
   
   \subsection{Vorbemerkung: root oder nicht root - das ist hier die Frage} \label{d44e458}
        
    
    
  \par
  
Grundsätzlich sollte man bei der Arbeit in einem Linux-System so
wenig wie möglich mit Superuser-Rechten - also als root - unterwegs
sein. Bei einer Aufgabe wie der Software-Installation und u.U. auch
beim ersten Testlauf des neuen Systems ist es aber durchaus sinnvoll,
wenn man zunächst Probleme durch unzureichende Zugriffsrechte auf
Dateien etc. vermeidet und die Aktionen als root durchführt. Am
einfachsten ist es dabei natürlich, wenn man sich als Benutzer root 
auf einer Console einloggt oder sich vor Beginn der Tätigkeiten
mittels 
    
	
	 \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/ \$ 
su
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	 
    
  \par
  
und anschließender Eingabe des
root-Passwortes zum Superuser macht. In diesen Fällen ist man
allerdings permanent root und sollte daher besondere Vorsicht beim
Umgang mit dem System walten lassen. Besser - wenn auch etwas
aufwendiger - scheint mir die von mir auch im Folgenden dargestellte
Lösung zu sein, nur jeweils die auszuführenden Befehle mit
root-Rechten zu versehen, an sich aber als ganz normaler User im
System angemeldet zu sein. Wer dennoch eher die bequeme Lösung
favorisiert, muß lediglich das vorangestellte {\bf su -c} und die
Hochkommata um den eigentlichen Befehl herum weglassen.
    
   

   \subsection{Treiber} \label{d44e481}
        
     
    
  \par
  
Nachdem Sie sich eine passende CVS-Version der DVB-Treiber aus dem
Internet heruntergeladen haben (siehe auch Punkt 3.2), entscheiden Sie
sich zunächst für ein passendes Verzeichnis, in dem Sie den Tarball
auspacken wollen. Da es sich um einen Source-Tarball handelt, wäre
z.B. /usr/src ein geeigneter Platz. Bei der folgenden
Installationsbeschreibung gehe ich davon aus, daß der Tarball im
Home-Verzeichnis liegt und die Installation in /usr/src erfolgt.
Mit
    
    
	 \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
cd /usr/src 
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    
	
    
  \par
  	
wechseln Sie also zunächst in
das gewünschte Verzeichnis. Anschließend entpacken Sie den Tarball mit
    
    
	 \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''bunzip2 -c \~{}/dvb-20020331.tar.bz2 | tar -xvf -'' 
	  \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    
    
  \par
      
Es wird ein neues Verzeichnis DVB angelegt, in dem die
Sourcen und einige Anweisungen enthalten sind. Eine detaillierte
Installationsanweisung finden Sie in der Datei /usr/src/DVB/INSTALL.
Lesen Sie sich diese Anleitung durch und folgen Sie den dortigen
Anweisungen. Sofern Sie allerdings eine ''Standard''-Installation haben,
sollte es reichen folgende Schritte auszuführen:
    
	
  \par
  
Wechseln Sie in das Verzeichnis DVB/driver
    
	
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src// \$ 
cd /DVB/driver
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
  
  
    
  \par
   
Kompilieren Sie die Treiber mit
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/DVB/driver/ \$ 
su -c make
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	 
    
	
  \par
  
Es sollten keine Fehlermeldungen auftreten. Auftauchende Warnungen
können ignoriert werden.
    
	
	
  \par
  
Anschließend können Sie mit Root-Berechtigung die Treiber laden
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/DVB/driver/ \$ 
su -c ''make insmod''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	 
    
	
  \par
  
Auch hierbei sollten keinerlei Fehlermeldungen auftreten. Außerdem
sollten in /var/log/messages einige Meldungen zum Ladeprozess zu
finden sein. Hier ein Beispiel, wie es bei mir mit der Technotrend
budget PCI aussieht:
   
    
	\begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
/var/log/messages
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        

Mar 22 15:07:47 athlon kernel: i2c-core.o: i2c core module
Mar 22 15:07:47 athlon kernel: Linux video capture interface: v1.00
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver VES1893 DVB
demodulator registered.
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver VES1820 DVB
demodulator registered.
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver L64781 DVB
demodulator registered.
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: initSP8870:
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver SP8870 DVB
demodulator registered.
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver tda8083 DVB
demodulator registered.
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver stv0299 DVB
demodulator registered.
Mar 22 15:07:48 athlon kernel: i2c-core.o: driver i2c TV tuner driver
registered.
Mar 22 15:07:49 athlon kernel: saa7146core.o: saa7146(1): bus:0, 
rev:1, mem:0xe481de00.
Mar 22 15:07:49 athlon kernel: SP8870: no SP8870 found ...
Mar 22 15:07:49 athlon kernel: i2c-core.o: client [stv0299] registered
to adapter [saa7146(1)](pos. 0).
Mar 22 15:07:49 athlon kernel: tuner: chip found @ 0x61
Mar 22 15:07:49 athlon kernel: i2c-core.o: client [i2c tv tuner chip]
registered to adapter [saa7146(1)](pos. 1).
Mar 22 15:07:49 athlon kernel: i2c-core.o: adapter saa7146(1)
registered as adapter 0.
Mar 22 15:07:50 athlon kernel: dvb: 1 dvb(s) found!
      
     \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular}
   
  \par
  
Mit 
    
    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/DVB/driver/ \$ 
su -c ''lsmod''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	 
   
  \par
   
sollten Sie nun einige Module sehen, die mit ''dvb'' beginnen. Sofern
soweit alles funktioniert hat, können Sie mit dem Befehl
    
    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/DVB/driver/ \$ 
su -c ''make rmmod''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
   
  \par
   
die Treiber wieder entladen. Die Installation sollte erfolgreich
gewesen sein.
    
  

   \subsection{dvbtune} \label{d44e573}
        
    
	
	
  \par
  
{\bf dvbtune} wird ebenfalls als Source-Tarball heruntergeladen. Auch hier
empfiehlt sich als Installationsverzeichnis /usr/src. Mit
    
	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
cd /usr/src
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
    
  \par
  	
wechseln Sie zunächst in das gewünschte Verzeichnis.
    	
    
  \par
  	
Anschließend entpacken Sie den Tarball mit
    	
	
	
	 \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src / \$ 
su -c ''tar-xvzf \~{}/dvbtune-03.tar.bz''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
	
	
  \par
  
Es wird ein neues Verzeichnis dvbtune-0.3 angelegt, in dem die Sourcen
enthalten sind. Wechseln Sie in dieses Verzeichnis 
    
	
	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src / \$ 	
cd dvbtune-0.3
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
	
    
  \par
  
und kompilieren Sie das Programm mit
    
	
    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/dvbtune-0.3/ \$ 	
su -c make
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
	
    
  \par
  
Anschließend finden Sie das Programm dvbtune in diesem Verzeichnis.
Mit
    
	
	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/dvbtune-0.3/ \$ 	
su -c ''cp dvbtune /usr/local/bin''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	    

    
  \par
  
kopieren Sie dieses in ein Verzeichnis, daß in Ihrem Pfad liegt. Mehr
ist für die Installation des Programms nicht zu tun.
    
   
   
   \subsection{Tellique-Proxy} \label{d44e633}
        
      

    
  \par
  
Da der Tellique-Proxy nur als binary erhältlich ist, sollte die
Installation nicht wie bei den beiden vorherigen Punkten in einem
Source-Pfad erfolgen, sondern z.B. unter /opt.
Mit
    
    
	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 	
somebody@localhost:\~{} \# cd /opt
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
  	
wechseln Sie zunächst in das gewünschte Verzeichnis und legen dort mit
    
    
  	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /opt/ \$ 	
su -c ''mkdir tellique''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
  
ein neues Verzeichnis, in welches Sie anschließend mit
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /opt/ \$ 	
cd tellique
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
  
wechseln. Dort entpacken Sie den Tarball mit
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /opt/tellique/ \$ 	
su -c ''tar -xvzf \~{}/proxy222a.tar.gz''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
   
Der Tarball enthält drei Dateien. Die eine ist das ausführbare
Programm namens {\bf proxy}, die anderen beiden sind ini-Dateien, die zur
Parametrisierung des Proxy verwendet werden.
Die ini-Dateien - allen voran die recv.ini - sind wichtig für den
erfolgreichen Datentransfer und müssen entsprechend gepflegt werden.
Näheres hierzu im Abschnitt 5.6.
    
   
  \section{Das erste Mal ...} \label{d44e687}
        
   

   \subsection{Registrierung bei der Telekom} \label{d44e694}
        
    
    
  \par
  
Dieser Punkt ist zwar nicht zwingend erforderlich für die Abarbeitung
der folgenden Punkte bis einschließlich 5.7., da aber eine
Registrierungsbestätigung der Telekom benötigt wird, empfiehlt es 
sich, diesen Punkt zuerst durchzuführen. Unerläßlich für die Nutzung
von T-DSL via Satellit ist natürlich, diesen Dienst bei der Deutschen
Telekom zu bestellen. Sie können dies über die einschlägigen Hotlines,
den T-Punkt oder im Web unter http://www.telekom.de/t-dslsat machen.
Innerhalb von 5 Werktagen nach Bestellung erhalten Sie einen Brief von
der Telekom mit einem vorläufigen Benutzernamen und Passwort
(PIN-Brief). Wenn der Brief eintrifft, wird auf obige URL verwiesen,
wo Sie dem Link ''Registrierung'' folgen sollen. Dort werden Sie
aufgefordert ihre vorläufige Kennung (User/PWD) einzugeben und haben
auch die Möglichkeit, eine eigene User/ Password-Kombination zu
wählen. Ein weiteres Pflichtfeld bei der Registrierung - neben Ihrem
Usernamen und Passwort - ist die Angabe der MAC-Adresse Ihrer
DVB-Karte. Sie finden diese Hardware-Adresse normalerweise auf der
DVB-Karte selbst vermerkt. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie
die MAC-Adresse ermitteln, sofern Sie auf dem gleichen Rechner auch
MS-Windows installiert haben. Mit dem Befehl {\bf winipcfg} können Sie
sich die MAC-Adressen aller in Ihrem Rechner enthaltenen
Netzwerk-Devices anzeigen lassen. Eine Ermittlungsmöglichkeit unter
Linux ist mir derzeit nicht bekannt.
    
    
  \par
  
Sollte jemand hierzu einen Tipp haben, wäre ich froh, darüber zu
hören. Sollten Sie keine Adresse für Ihre DVB-Karte ermitteln können,
dann vergeben Sie selbst eine Adresse im Format xx:xx:xx:xx:xx:xx,
wobei jedes xx eine hexadezimale  Zahl zwischen 00 und FF darstellt.
Achten Sie darauf, daß sie eine möglichst eindeutige MAC-Adresse
verwenden, da ansonsten die Gefahr besteht, daß Sie Datenpakete
empfangen, die Sie gar nicht wollen. Falls möglich, verwenden Sie eine
MAC-Adresse einer Netzwerkkarte eines anderen PC's, der nach
Möglichkeit nicht an das Internet angeschlossen ist. Merken Sie sich
die Adresse oder schreiben Sie diese am Besten auf. Sie wird im
weiteren Verlauf noch benötigt. Noch ein Hinweis zur MAC-Adresse: Für
den Zugang zu T-DSL via Satellit über den Tellique-Proxy und
Multicasting wird die MAC-Adresse überhaupt nicht gebraucht.
Für den alternativen VPN-Zugang ist die Angabe der MAC allerdings
unerläßlich, damit sie die angeforderten Datenpakete auch korrekt
zurückgeschickt bekommen. Nähere Informationen zum VPN-Zugang finden
Sie in Kapitel 6. Seit Anfang August ist es aufgrund von verschiedenen
Mißbrauchsversuchen notwendig, die gewünschte Zugangsart (Proxy oder
VPN) auf dem Registrierungsbildschirm anzugeben. Sollten sie einen
Wechsel Ihrer Zugangsart beabsichtigen, müssen sie dies in Ihren
Registrierungsdaten ändern.
    
   

   \subsection{Laden der Treiber} \label{d44e720}
        
    
    
  \par
  
Zunächst müssen die Treiber der DVB-Karte geladen werden. Leider
funktioniert dies noch nicht mit {\bf modprobe} automatisch bei Anforderung,
sondern muß manuell geschehen. Einen testweisen Ladeversuch habe ich
ja schon im Abschnitt 4.1 beschrieben, der jetzige funktioniert
genauso. Mit 
    
    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 	
cd /usr/src/DVB/driver wechseln
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     
    
  \par
  
Sie in das DVB-Treiber-Verzeichnis und rufen dort
    
    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux /usr/src/DVB/driver / \$ 	
su -c ''make insmod'' auf. Die
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    
	
  \par
  
Treiber sind anschließend geladen und betriebsbereit.
    
   

   \subsection{Einstellen der richtigen Frequenz} \label{d44e752}
        
    
    
  \par
  
Nachdem nun die Treiber geladen sind, muß nun der LNB auf die
richtige Frequenz getuned werden. Allerdings ist die Frequenz nicht
der einzige relevante Parameter, sondern auch die Polarisation, die
Signalrate und die sogenannte Multicast-PID (PID = Packet
Identification) sind von Bedeutung. Das Tuning übernimmt das Programm
{\bf dvbtune} von Dave Chapman. Ich bevorzuge dieses Programm vor anderen
Tuning-Programmen (z.B. {\bf tuxzap} aus den DVB-Treiber-Sourcen), weil hier
automatisch das Netzwerk-Interface der DVB-Karte gestartet werden
kann. Bei anderen Lösungen muß noch zusätzlich ein ''networkactivator''-
Programm ausgeführt werden. Wenn man dvbtune ohne Parameter aufruft,
erhält man eine Liste der zu verwendenen Parameter. Die folgenden
Parameter werden für das Tuning in unserem Fall benötigt:  \linebreak 
{\bf -cc [[00--33]]}  \linebreak 
Nummer der DVB-Karte; Es können bis zu 4 DVB-Devices angesprochen
werden, falls mehr als eine Karte im PC enthalten sind. Im Normalfalle \linebreak 
wird {\bf ''-c 0''} verwendet.
    
    
  \par
  
{\bf -ff ffrreeqq} \linebreak 
Frequenz in Hz, auf die getuned werden soll
    
    
  \par
  
{\bf -pp [[HH,,VV]]} \linebreak 
Polarisation, horizontal oder vertikal
    
    
  \par
  
{\bf -ss NN} \linebreak 
Symbolrate in Hz
    
    
  \par
  
{\bf -nn mmppiidd} \linebreak 
Multicast-PID eventuell muß bei Verwendung eines DiSeq-Schalters noch
der folgende Parameter gesetzt werden (erst ab Version 0.3 von dvbtune
vorhanden):
    
    
  \par
  
{\bf -DD [[00--44]]} \linebreak 
Stellung des DiSeq-Schalters Leider habe ich damit keine persönliche
Erfahrung. Im Zweifelsfalle muß man die 5 möglichen Werte einfach mal
durchprobieren. Welche Werte derzeit an dvbtune übergeben werden
müssen, können Sie aus der folgenden Tabelle ablesen:
    

    \subsubsection{Tabelle der Parameter} \label{d44e818}
        
     

    
    %table
    \begin{tabular}{|l|l|}
    \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Satellit
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Astra 19.2°
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Frequenz (Hz)
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              10773250
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Polarisation
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Horizontal
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Symbolrate(S/s)
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              22000
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Multicast-PID
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              251
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              IP-Radio-PID
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              252
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              Unicast-PID
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              253
		\end{minipage}
	      \\ \hline
    \end{tabular}
  

    
	
  \par
  
Die IP-Radio-PID ist hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt.
Für den Netzwerkzugang sind nur die Multicast-PID oder Unicast-PID von
Bedeutung, je nach dem, ob man den Proxy-Zugang oder die VPN-Lösung
verwenden möchte Bei mir sieht der Aufruf von {\bf dvbtune} folgendermassen
aus:
    
    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 	
dvbtune -c 0 -f 10773250 -p H -s 22000 -n 251
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    
    
  \par
  	
Ich spreche also den Satelliten auf Frequenz 10.733,250 MHz 
(-f 10773250) mit der ersten (und einzigen) DVB-Karte (-c 0) an.
dvbtune gibt anschließend einige Werte zum Tuning-Vorgang aus, die
allerdings - zumindest bei meiner TT budget-Karte - nicht besonders
aussagekräftig sind. Wichtig ist, daß zum Schluß der Ausgabe folgendes
steht:
    
    
	 \begin{tt} \begin{scriptsize} FESTATUS: FEHASPOWER FEHASSIGNAL FEHASLOCK FEHASCARRIER \linebreak FEHASVITERBI FEHASSYNC \linebreak Successfully opened network device, please configure the dvb interface\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
	
    
  \par
  
Ist dies der Fall, hat das Tuning geklappt und das Netzwerk-Device der
DVB- Karte kann konfiguriert werden.
    
   
  

  \subsection{Starten des Netzwerk-Interfaces} \label{d44e910}
        
   
   
  \par
  
Die Treiber sind geladen, die DVB-Karte ist auf die richtige Frequenz
getuned, jetzt sollte das Netzwerk-Interface zum Leben erweckt werden.
Dies geschieht mit ifconfig. Zur Verdeutlichung stelle ich den Vorgang
in drei Schritten dar, die allerdings auch in einem einzigen {\bf ifconfig}
zusammen ausgeführt werden können.
   
   
  \par
  
1. Schritt: Aktivieren von dvb00
   
   
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''ifconfig -a dvb00''
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
2. Schritt: Zuweisen IP-Adresse und impliziter Start des Interface
   
   
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''ifconfig dvb00 192.168.0.99''
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   
   
  \par
  
Die hier vergebene IP-Adresse sollte natürlich noch von keinem
Device in Ihrem Rechner bzw. Netzwerk benutzt werden und aus den
privaten Nummernkreisen 192.168. oder 10.0.0. kommen. Die Adresse muß
außerdem mit der Adresse des MULTICASTRECEIVEINTERFACE in der Datei
recv.ini des Tellique-Clients übereinstimmen. Mehr dazu im Abschnitt
5.6. Die vergebene IP Adresse sollte sich zumindest im CLASS C vom
restlichen Netzwerk unterscheiden, da sonst Routingprobleme auftreten
können. Wenn also z.B. Ihre Rechner im Netzwerk den Adressbereich
192.168.1.1 - 192.168.1.254 benutzen (192.168.1.0 MASK 255.255.255.0),
dann sollten sie dem dvb00 Device z.B. die Adresse 192.168.2.1
zuweisen. Empfehlen würde ich immer eine generelle Unterscheidung
zwischen Routingadressen (ISDNROUTER, TDSL-DVB-Router usw.) und den
Adressen des normalen Netzwerks.
   
   
  \par
     
3. Schritt: Zuweisen MAC-Adresse
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''ifconfig dvb00 hw ether
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   
   
  \par
     
00:01:02:03:04:05'' Die hier anzugebende MAC-Adresse sollte mit
derjenigen übereinstimmen, die Sie bei Ihrer Registrierung (siehe
Abschnitt 5.1) angegeben haben. Damit ist das Netzwerk-Interface dvb00
fertig konfiguriert und einsatzbereit. In /var/log/messages sollten
Sie nun auch schon die ersten Ausgaben des Interfaces sehen. Nun kann
getestet werden, ob auch tatsächlich Daten über das Interface
empfangen werden.
   
      

  \subsection{Testen der Verbindung} \label{d44e957}
        
   
   
  \par
  
Zum Testen, ob über das DVB-Interface tatsächlich Daten empfangen
werden, läßt man sich einfach mittels tcpdump mal die eingehenden
Datenpakete anzeigen. Dabei braucht man selbst gar keinen Traffic zu
erzeugen, weil über das DVB-Netzwerk-Interface permanent
Multicast-Datenpakete hereinkommen - vorausgesetzt, man hat die Karte
auf die richtige Frequenz und die richtige Multicast-PID eingestellt.
Über die gesetzten Multicast-Filter werden aus diesem permanenten
Datenstrom nur diejenigen Pakete herausgefiltert, die tatsächlich
angefordert wurden. Mit
  
  
   \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$   
su -c ''tcpdump -ni dvb00'' 
    \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
  
  
  \par
   
leitet man den Datenstrom auf dem DVB-Interface auf die
Standard-Ausgabe um. Nach kurzer Wartezeit sollten unaufhörlich
UDP-Datenpakete auf dem Bildschirm angezeigt werden. Mit der
Tastenkombination
STRG+C
können Sie {\bf tcpdump} nach
kurzer Zeit wieder abbrechen. Herzlichen Glückwunsch, der Datenempfang
über den Satelliten funktioniert. Als Alternative zu {\bf tcpdump} eignet
sich auch das Tool {\bf iptraf}. Dieses Tool von {\bf Gerard Paul Java} hat
gegenüber {\bf tcpdump} den Vorteil, daß es auch den Datendurchsatz anzeigt
und kann somit auch gut für spätere Performance-Messungen des
SAT-Zugangs genutzt werden. Mit 
  
  
   \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$   
su -c ''iptraf -d dvb00'' 
    \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
  
  
  \par
  
lassen Sie sich den Datenverkehr auf dem DVB-Netzwerkdevice
anzeigen. Evtl. müssen Sie das Paket {\bf iptraf} aber vorher noch aus
Ihrer Distribution installieren.
   
  
  
  \subsection{Starten des Proxy} \label{d44e1013}
        
    
   
  \par
  
Nachdem nun die grundlegende Funktion des Datenempfangs soweit
getestet ist, geht es in den nächsten Schritten um die Beschleunigung
Ihres Internet-Zugriffs mit Hilfe des Tellique-Proxies. Vor dem ersten
Start muß die Steuerdatei recv.ini geringfügig angepasst werden.
Öffnen Sie dazu die Datei mit einem Editor Ihrer Wahl und suchen Sie
den String multicastreceiveinterface. Entfernen Sie das evtl.
vorhandene Kommentarzeichen (\#) am Anfang der Zeile und setzen Sie die
dort enthaltene IP-Adresse auf die von Ihnen bei der Einrichtigung des
DVB-Devices vergebene Adresse (siehe Abschnitt 5.4). Speichern Sie die
Änderung und schliessen Sie die Datei. Nun können Sie den Proxy
starten. Wechseln Sie dazu zunächst mit 
   
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
cd /opt/tellique 
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   	
   
  \par
  
in das Verzeichnis, in dem sich das Programm befindet.
Da der Proxy als Dämon ausgelegt ist, empfiehlt es sich, das Programm
im Hintergrund auszuführen:
   
   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''./proxy \&''
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   	
   
  \par
  
Der Proxy lauscht jetzt auf Port 9202 auf HTTP und FTP-Requests und
auf Port 9203 für SOCKS. Das Programm schreibt außerdem eine Log-Datei
recv.log im Programmverzeichnis, die man sich z.B. mit {\bf tail -f}
anschauen kann.
   
  

  \subsection{Einstellung Proxy am Browser} \label{d44e1045}
        
    
   
  \par
  
Als nächsten Schritt müssen Sie Ihrem Internet-Browser und/oder
sonstigen Programmen mitteilen, daß der soeben gestartete Proxy für
den Zugriff verwendet werden soll. Diese Einstellung hängt natürlich
vom jeweils verwendeten Programm ab, daher kann ich hier keine
vollständige Beschreibung vorlegen. Allerdings sollte die Handhabung
immer ähnlich sein, daß für den Proxy eine IP-Adresse und ein Port
angegeben wird. Für das HTTP- und FTP-Protokoll muß die Kombination
127.0.0.1:9202 angegeben werden, für SOCKS entsprechend
127.0.0.1:9203
Im Folgenden habe ich eine Kurzanleitung für die drei unter Linux
gebräuchlichsten Browser verfasst. Wer noch weitere Programme hier
unbedingt aufgelistet haben möchte, soll mir die Anleitung, wie die
Proxyeinstellung vorgenommen wird, zumailen.
   

   \subsubsection{Lynx} \label{d44e1055}
        
     
    
  \par
  
Da ich bislang nur Erfahrungen mit SuSE-Distributionen habe und ich
nicht weiß, inwieweit die Systemkonfiguration über die Datei
/etc/rc.config auch bei anderen Distributionen üblich ist, kann ich
diese Anleitung nur auf SuSE bezogen liefern. Dort finden sich in
besagter Datei zwei Proxy-Parameter, die
wie folgt belegt werden müssen:
    
	
  \par
  
HTTPPROXY=''http://127.0.0.1:9202/''
FTPPROXY=''http://127.0.0.1:9202/''
    
	
  \par
  
Darüber hinaus gibt es noch den Parameter ''NOPROXY'', unter dem eine
Liste mit Hosts spezifiziert werden kann, die nicht über den Proxy
sondern direkt angesprochen werden sollen (z.B. localhost, Rechner im
internen Netzwerk). Nach einem Aufruf von {\bf SuSEconfig} sind diese Werte
aktiviert und {\bf lynx} geht beim nächsten Internet-Zugriff über den
Tellique-Proxy. Für nicht-SuSE-User kann ich als kleinen Hinweis
geben, daß man auch die ensprechenden Parameter mit export setzen
kann. Temporär geht dies mit
     
     
	 
      \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
export httpproxy=''http://127.0.0.1:9202/''
	   \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
      \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
export ftpproxy=''http://127.0.0.1:9202/''
	   \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	 
	 
	
  \par
      
Wenn man danach {\bf lynx} aufruft, sollte auch der Proxy verwendet werden.
	
   

   \subsubsection{Konqueror} \label{d44e1093}
        
    
    
  \par
   
Diese Beschreibung bezieht sich auf den {\bf Konqueror 2.2.1} in der
englischen Sprachversion. In der deutschen Sprachversion heißen die
Menüpunkte sicherlich anders, dies sollte aber auch für jemanden, der
im Englischen nicht ganz sattelfest ist, kein unlösbares Problem
darstellen.
    
	
  \par
  
Aus der Menüzeile wählt man den Punkt ''Settings'' und im dortigen
Pulldown-Menü den Punkt ''Configure Konqueror...''. Dadurch erhält
man den Optionsbildschirm des Programms. Am linken Fensterrand ist
eine Navigationsleiste, aus der man den Punkt ''Proxies \& Cache''
auswählt. Im rechten Fensterbereich sollten Sie nun die Registerkarte
''Proxies'' angezeigt bekommen. Aktivieren Sie zunächst die Check-Box
''Use Proxy'', dadurch werden die Eingabefelder freigeschaltet. Geben
Sie nun in den Feldern ''HTTP Proxy:'' und ''FTP Proxy:'' jeweils die
IP-Adresse Ihres Loopback-Devices 127.0.0.1 an. Die drei
''Port:''-Felder werden ebenfalls identisch mit Port 9202 gefüllt.
Anschließend können Sie im Feld ''No Proxy for'' eine Liste von Rechnern
und IP-Adressen angeben, die nicht über den Proxy geroutet
werden sollen. Nachdem Sie alle Eingaben getätigt haben, drücken Sie
entweder auf den ''Apply''-Button oder auf ''OK''. Das war's.
    
   

   \subsubsection{Netscape/Mozilla} \label{d44e1110}
        
     
    
  \par
  
Die Konfiguration bei {\bf Netscape} und {\bf Mozilla} funktioniert in ähnlicher
Weise wie beim {\bf Konqueror}. Ich habe hier eine deutschsprachige Version
des {\bf Netscape 4.7} im Einsatz, weshalb nun die Menüpunkte in Deutsch
beschrieben werden. In der Menüzeile wählt man den Punkt ''Bearbeiten''
und im Pulldown-Menu den Punkt ''Einstellungen...''. Es erscheint das
Optionen-Fenster des Browsers.
An der linken Fensterseite befindet sich eine Navigationsleiste,
in der man zunächst den Punkt ''Erweitert'' expandieren muß (Click auf
das ''+'' oder Doppelclick auf das Wort) und anschließend den Punkt
''Proxies'' anwählt. Im rechten Fensterbereich aktiviert man den
Radio-Button ''Manuelle Proxy-Konfiguration'' und betätigt dann den
''Anzeigen...''-Button. Im daraufhin angezeigten Fenster gibt man für
alle angezeigten Internet-Protokolle als Adresse das Loopback-Device
127.0.0.1 an und als Port die Nummer 9202. Lediglich für ''Socks:'' wird
der Port auf 9203 gesetzt. Anschließend bestätigen Sie die Eingaben in
den Fenstern mit den ''OK''-Button.Das war's.
    
   
  

  \subsection{Erster Login auf dem Proxy-Server} \label{d44e1134}
        
     
    
  \par
  
Der große Moment rückt näher. Rein technisch sind jetzt alle
Voraussetzungen für die Nutzung von T-DSL via Satellit gegeben, es
fehlt noch ein organisatorisches Detail: Die erste Anmeldung beim
Proxy-Server Der zuvor installierte und konfigurierte Tellique-Proxy
ist ein Proxy-Client, der den Datenaustausch mit einem Proxy-Server
durchführt. Um diesen Server nutzen zu können, müssen Sie sich
einmalig bei diesem anmelden. Die Anmeldung funktioniert allerdings
nur, wenn Sie zuvor die Registrierungsbestätigung der Deutschen
Telekom (siehe Abschnitt 5.1) erhalten haben und den Proxy-Zugang in
Ihren Registrierungsdaten angegeben haben. Für die erste Anmeldung
starten Sie Ihren bevorzugten Internet-Browser (mit zuvor
eingeschaltetem Proxy - siehe Abschnitt 5.7) und geben folgende
Adresse ein: http://127.0.0.1:2517/www/client/login/login.html
Auf der erscheinenden Seite von ASTRA-NET werden Sie gebeten, Ihren
Usernamen und das Passwort einzugeben - beides haben Sie von der
Telekom zugeschickt bekommen, bzw. haben es bei der Registrierung
selbst angepasst. Wenn Sie den Check-Button ''Remember Password:''
aktivieren, müssen Sie diesen Login nur dieses eine Mal durchführen
und Nutzername und Passwort werden in der Datei recv.ini verschlüsselt
gespeichert. Betätigen Sie jetzt den ''Login''-Button und warten Sie auf
die Bestätigung.
    
  

  \subsection{Herzlichen Glückwunsch!} \label{d44e1148}
        
     
    
  \par
  
Wenn Sie bis hierhin ohne Fehlermeldungen und Probleme gekommen sind,
haben Sie es geschafft. Herzlichen Glückwunsch! :-) Suchen Sie sich im
Internet eine richtig große Datei aus, die Sie schon immer mal haben
wollten, und laden Sie diese herunter. Die Download-Geschwindigkeit
sollte so um die 80-90 KByte/Sekunde betragen, wenn die Gegenseite
ebenfalls entsprechend schnell ist.
    
  
 \section{Die Alternative:} \label{d44e1163}
        
    

  \subsection{Unterschiede zwischen VPN und Proxy} \label{d44e1170}
        
    
   
  \par
  
Bis zur Einführung von neuen VPN-Servern bei SES Astra Anfang August
2002 gab es einen entscheidenden Nachteil für den VPN-Zugang im
Vergleich zu der im bisherigen Teil dieses HowTo's dargestellten
Zugangsweise über den Tellique-Proxy: Beim VPN-Zugang wurde das
Link-Sharing nicht eingesetzt. Dadurch wurde im Gegensatz zum Proxy
die Telefonverbindung nur für den Hinweg der Daten in's Netz genutzt
und alle Pakete kamen über den Satelliten zurück. Die
Nichtberücksichtigung der Telefonleitung für den Rückkanal sorgte
für subjetive Geschwindigkeitseinbußen beim Surfen und konnte sogar zu
Übertragungsraten unterhalb der normalen Telefonverbindung führen. Da
die Satelliten-Verbindung der einzige Übertragungsweg beim VPN war,
wurde die Übertragungsgeschwindigkeit natürlich auch ausschließlich
durch den Satelliten und dessen verfügbare Bandbreite definiert,
während bei der Proxy-Lösung minimal die Performance der
Telefonverbindung erreicht wurde, da die Pakete bei einem
überlasteten Satelliten einfach über die terrestrische Verbindung
zurückgeschickt wurden. Seit dem mit den neuen VPN-Servern bei SES
Astra nun auch das Link-Sharing für den VPN-Zugang funktioniert,
reduzieren sich die Unterschiede zwischen dem Proxy- und VPN-Zugang
auf die Tatsache das der Proxy mit Multicasting arbeitet, während beim
VPN die Datenpakete per Unicast versendet werden. Eine direkte
Auswirkung für den täglichen Einsatz hat dieser Unterschied allerdings
nicht. Gegenüber dem Proxy-Zugang hat der VPN-Zugang auch einige
Vorteile. So wird mittels VPN jeglicher Datenverkehr mit dem Internet
beschleunigt, während beim Proxy standardmässig nur das HTTP- und
FTP-Protokoll beschleunigt wird. Desweiteren erhalten durch den
Verzicht auf Multicasting auch Nutzer von vollwertigen DVB-s Karten
(mit MPEG2-Decoder) die Möglichkeit einen stabilen Netzwerk-Zugang
über den Satelliten zu verwirklichen. Außerdem ist der VPN-Zugang
komplett mit Open-Source Software zu realisieren, während der
Proxy nur als closed-source verfügbar ist und es zu diesem keine
Open-Source Alternative gibt. Nach meinen bisherigen Erfahrungen gibt
es keinen Unterschied beim Datendurchsatz zwischen dem Proxy und VPN.
Die Übertragungsgeschwindigkeit variiert bei beiden Lösungen in
Abhängigkeit von der aktuellen Belegung des Transponders.
    
  

  \subsection{Installation} \label{d44e1181}
        
     
    
  \par
  
pptp-Client
    
    
  \par
  
Unter http://pptpclient.sourceforge.net/ befindet sich die
Projektseite des pptp-Clients für Linux. Dieses Programm ist in der
Lage über den Linux-pppd eine VPN-Verbindung zu einem
Windows-VPN-Server aufzubauen. Der pppd muß dabei mindestens Version
2.4.0 oder höher sein, ansonsten muß man einen Patch dafür einspielen
(Nähere Details im SAT-HowTo). Man kann dort das Ganze als
vorkompiliertes RPM-Paket oder Source-Tarball herunterladen. Beide
Varianten funktionierten bei meinen Versuchen einwandfrei. Nachdem man
das RPM installiert bzw. die Source mit make kompiliert hat, kann man
auch fast schon loslegen. Es fehlt allerdings noch ein Kernel-Modul,
welches vor der Verwendung von pptp geladen werden muß. Das Modul
heißt {\bf ipgre.o} und befindet sich bei den Kernel-Modulen, normalerweise
im Verzeichnis /lib/modules//kernel/net/ipv4. Dieses Modul wird
(zumindest bei meiner Linux-Distribution) nicht automatisch geladen.
Es muß daher entweder mit in den Kernel kompiliert werden oder als
Modul manuell geladen werden. Letzteres geschieht am einfachsten mit
modprobe, da auf diese Weise das Modul nur geladen wird, wenn dies
vorher noch nicht geschehen ist. Das das Modul ipgre noch nicht
geladen wurde, merkt man spätestens, wenn die VPN-Verbindung mit der
folgenden Fehlermeldung abbricht:
    


Aug  4 22:49:34 athlon pptp[11434]: log[decapsgre:pptpgre.c:215]: short read (4294967295): Protocol not available
Aug  4 22:49:34 athlon pppd[11433]: Terminating on signal 15.


    
  \par
  
Um diesen Fehler auszuschließen, empfiehlt es sich, beim
automatisierten VPN-Verbindungsaufbau vor dem Aufruf von pptp ein
{\bf modprobe ipgre} einzubauen. Auf diese Weise kann man sicher sein, daß
das Modul tatsächlich geladen ist.
    
   

   \subsection{Benutzerkennung in /etc/ppp/pap-secrets und /etc/ppp/chap-secrets} \label{d44e1207}
        
     
    
  \par
  
Um eine Verbindung zu einem VPN-Server aufzubauen, wird ein
Benutzername und ein Passwort benötigt. Für das T-DSLvS-VPN handelt es
sich hierbei um den Nutzernamen und das Passwort, welches Sie bei der
Registrierung von der Telekom übermittelt bekamen bzw. und die von
Ihnen entsprechend geänderten Angaben. Da der VPN-Tunnel im Grunde
genommen nichts anderes als eine zusätzliche, virtuelle ppp-Verbindung
mit dem VPN-Server als Einwahlserver darstellt, müssen die Angaben in
/etc/ppp/pap-secrets und /etc/ppp/chap-secrets eingetragen werden.
Fügen Sie zu den bestehenden Dateien einfach jeweils eine weitere
Zeile im Format  \linebreak 
nutzername		passwort \linebreak 
ein. Da nur der Superuser eine Berechtigung für diese sensible Dateien
hat, müssen natürlich auch alle Änderungen mit SU-Rechten durchgeführt
werden. Beim Aufbau der VPN-Verbindung wird der pppd nach dem von
Ihnen spezifizierten Benutzernamen entweder in pap-secrets oder
chap-secrets suchen und das dort vorgefundene Passwort beim
Verbindungsaufbau verschlüsselt an den VPN-Server übermitteln. Denken
Sie bitte daran, daß der Zugang über VPN nur funktioniert, wenn sie
diesen in Ihrem Registrierungsdaten angegeben haben. Ist dies nicht
der Fall, wird der Verbindungsaufbau wegen unbekanntem Usernamen
abgelehnt, auch wenn Sie in den Secret-Dateien vielleicht alles
korrekt eingetragen haben.
    
   

   \subsection{Erster Verbindungstest} \label{d44e1222}
        
    
    
  \par
  
Nun kann man einen ersten Verbindungstest machen, ob der VPN-Tunnel
zum Astra-Server auch korrekt aufgebaut wird. Der VPN-Server von
TDSLvS heißt ses.hsi.astra-net.com (mehrere IP-Adressen im Subnetz
212.56.240.0). Ist dies geschehen, kann man mit dem Befehl
    
    
	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
pptp ses.hsi.astra-net.com debug user  mru 1452 mtu 1452 
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
	
    
  \par
  
prüfen, ob der Verbindungsaufbau funktioniert. Wer kein
dial-on-demand benutzt, sollte natürlich zuvor die herkömmliche
Verbindung in's Internet aufgebaut haben. Die Ausgabe von pptp sollte
in etwa so aussehen:
    
	
	 \begin{tt} \begin{scriptsize}  \linebreak Aug 21 07:47:00 athlon pptp[15982]: log[pptpdispatchctrlpacket:pptpctrl.c: 708]: Outgoing call established (call ID 0, peer's call ID 0). \linebreak Aug 21 07:47:00 athlon pppd[15979]: pppd 2.4.1 started by root, uid 0 \linebreak Aug 21 07:47:00 athlon pppd[15979]: using channel 68 \linebreak Aug 21 07:47:00 athlon pppd[15979]: Using interface ppp0 \linebreak Aug 21 07:47:00 athlon pppd[15979]: Connect: ppp0 \verb+<+--\verb+>+ /dev/pts/4 \linebreak Aug 21 07:47:00 athlon pppd[15979]: sent [LCP ConfReq id=0x1 \verb+<+mru 1452\verb+>+ \verb+<+asyncmap 0x0\verb+>+ \verb+<+magic 0x778161fe\verb+>+ \verb+<+pcomp\verb+>+ \verb+<+accomp\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:02 athlon pppd[15979]: sent [LCP ConfReq id=0x1 \verb+<+mru 1452\verb+>+ \verb+<+asyncmap 0x0\verb+>+ \verb+<+magic 0x778161fe\verb+>+ \verb+<+pcomp\verb+>+ \verb+<+accomp\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:02 athlon pppd[15979]: rcvd [LCP ConfAck id=0x1 \verb+<+mru 1452\verb+>+ \verb+<+asyncmap 0x0\verb+>+ \verb+<+magic 0x778161fe\verb+>+ \verb+<+pcomp\verb+>+ \verb+<+accomp\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:02 athlon pppd[15979]: rcvd [LCP ConfAck id=0x1 \verb+<+mru 1452\verb+>+ \verb+<+asyncmap 0x0\verb+>+ \verb+<+magic 0x778161fe\verb+>+ \verb+<+pcomp\verb+>+ \verb+<+accomp\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: rcvd [LCP ConfReq id=0x1 \verb+<+asyncmap 0x0\verb+>+ \verb+<+auth chap m\$oft\verb+>+ \verb+<+magic 0xdcf8f6a8\verb+>+ \verb+<+pcomp\verb+>+ \verb+<+accomp\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: sent [LCP ConfAck id=0x1 \verb+<+asyncmap 0x0\verb+>+ \verb+<+auth chap m\$oft\verb+>+ \verb+<+magic 0xdcf8f6a8\verb+>+ \verb+<+pcomp\verb+>+ \verb+<+accomp\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: sent [LCP EchoReq id=0x0 magic=0x778161fe  \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: cbcplowerup \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: want: 2 \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: rcvd [CHAP Challenge id=0x1 \verb+<+b10fb56dc43aaa07\verb+>+, name = ''g2hsig04'']  \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: sent [CHAP Response id=0x1 \verb+<+000000000000000000000000000000000000000000000000dc6bb6118209d1f5b3295fbff525951e2a5652cc217daab701\verb+>+, name = ''\&lt;username\&gt;'']  \linebreak Aug 21 07:47:03 athlon pppd[15979]: rcvd [LCP EchoRep id=0x0\verb+  +magic=0xdcf8f6a8] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: rcvd [CHAP Success id=0x1 ''Welcome to g2hsig04.''] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: Remote message: Welcome to g2hsig04. \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: sent [IPCP ConfReq id=0x1 \verb+<+addr 192.168.97.2\verb+>+ \verb+<+compress VJ 0f 01\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: sent [CCP ConfReq id=0x1 \verb+<+deflate 15\verb+>+ \verb+<+deflate(old\#) 15\verb+>+ \verb+<+bsd v1 15\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: rcvd [IPCP ConfReq id=0x1 \verb+<+addr 212.56.240.60\verb+>+ \verb+<+compress VJ 0f 01\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: sent [IPCP ConfAck id=0x1 \verb+<+addr 212.56.240.60\verb+>+ \verb+<+compress VJ 0f 01\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: rcvd [CCP ConfReq id=0x1 \verb+<+deflate 15\verb+>+ \verb+<+deflate(old\#) 15\verb+>+ \verb+<+bsd v1 15\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: sent [CCP ConfAck id=0x1 \verb+<+deflate 15\verb+>+ \verb+<+deflate(old\#) 15\verb+>+ \verb+<+bsd v1 15\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: rcvd [IPCP ConfNak id=0x1 \verb+<+addr 172.24.9.xxx\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: sent [IPCP ConfReq id=0x2 \verb+<+addr 172.24.9.xxx\verb+>+ \verb+<+compress VJ 0f 01\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: rcvd [CCP ConfAck id=0x1 \verb+<+deflate 15\verb+>+ \verb+<+deflate(old\#) 15\verb+>+ \verb+<+bsd v1 15\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:04 athlon pppd[15979]: Deflate (15) compression enabled \linebreak Aug 21 07:47:06 athlon pppd[15979]: rcvd [IPCP ConfAck id=0x2 \verb+<+addr 172.24.9.xxx\verb+>+ \verb+<+compress VJ 0f 01\verb+>+] \linebreak Aug 21 07:47:06 athlon pppd[15979]: local\verb+  +IP address 172.24.9.xxx \linebreak Aug 21 07:47:06 athlon pppd[15979]: remote IP address 212.56.240.60 \linebreak Aug 21 07:47:06 athlon pppd[15979]: Script /etc/ppp/ip-up started (pid 15991) \linebreak Aug 21 07:47:06 athlon pppd[15979]: Script /etc/ppp/ip-up finished (pid 15991), status = 0x0 \linebreak \verb+  + \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   
    
  \par
  
Wichtig ist vor allem die Angabe des mru/mtu-Wertes von 1452 (MRU = Max. Receiving Unit; 
MTU = Max. Transfer Unit, sprich die maximale
Blockgröße für den Datenversand und -empfang). Standardmässig werden
diese Parameter vom pppd nicht gesetzt und der Defaultwert von 1500
verwendet. Mit dieser Größe funktioniert jedoch der Datentransfer mit
den VPN-Servern nicht. Sollte alles soweit korrekt gelaufen sein, weiß
man schonmal, daß die technische Verbindung zum VPN-Server
funktioniert und der VPN-Tunnel aufgebaut wird. Ein Blick auf das
Routing (route -n) zeigt, daß ein zusätzliches ppp-Device (ppp0) mit
einer Route zum VPN-Server aufgemacht wurde, die eigentliche
Internet-Verbindung wird bei mir vom ISDN-Device ippp0 aufgebaut, das
VPN-Device ist dann ppp0:
    

\begin{tt} \begin{scriptsize} Ziel\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +Router\verb+  +\verb+  +\verb+  + Genmask\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + Flags Metric Ref Use Iface\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 212.56.240.60 0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ppp0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 62.180.158.3\verb+  +0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ippp0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 192.168.213.0 0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +255.255.255.0\verb+  + U\verb+  +\verb+  + 0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + dvb00\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 192.168.97.0\verb+  +0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +255.255.255.0\verb+  + U\verb+  +\verb+  + 0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + eth0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  + 62.180.158.3 0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + UG\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ippp0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
 
    
  \par
    
Mit diesem Routing läuft aber noch kein Paket durch den Tunnel sondern
es wird weiterhin die ''normale'' Leitung benutzt, weil die 
Default-Route auf das ISDN-Device zeigt und nicht auf den Tunnel.
Außerdem muß das Tuning der DVB-Karte ja auch noch gegenüber dem
Multicast/Proxy-Einsatz verändert werden.
    
   

   \subsection{Konfiguration DVB-Device} \label{d44e1275}
        
    
    
  \par
  
Zwischen der Konfiguration des DVB-Devices beim Proxy-Zugang und der
VPN-Lösung gibt es nur einen Unterschied, und das ist die PID, die bei
dvbtune, Parameter -n, angegeben werden muß. Folgen Sie also den
Anweisungen in den Abschnitten 5.2 bis 5.4, statt der Multicast-PID
251 verwenden Sie nun aber die Unicast-Pid 253. Ich habe festgestellt,
daß es nicht ausreicht, bei bestehendem Tuning für die Proxy-Lösung
einfach dvbtune mit -n 253 nochmal aufzurufen um dann mit Unicast
arbeiten zu können. Wenn man vorher über den Proxy gearbeitet hat,
sollte man die dvb-Treiber erst neu laden und dann mit dvbtune auf
Unicast tunen.
     
   

   \subsection{Verändern des Routings} \label{d44e1286}
        
    
    
  \par
  
Um nun auch die in's Internet zu versendenden Pakete tatsächlich durch
den Tunnel zu schicken, muß die Default-Route vom eigentlichen
Verbindungsdevice (bei mir ippp0) auf das VPN-Device (ppp0) gelegt
werden. Dies alleine reicht aber noch nicht aus da dadurch auch die
Encap-Pakete an den VPN-Server, die eigentlich über das ippp0-Device
laufen sollten, über das VPN-Device geroutet werden, was so nicht
funktioniert. Außerdem braucht man ja für die Nameserver-Anfragen gar
keine hohe Übertragungsrate, sondern eher eine schnelle Reaktionszeit.
Am Routing werden jetzt also folgende Veränderungen vorgenommen:
Nameserver explizit über ISDN-Device routen (optional)
    
	
	
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''route add  dev ippp0''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	
	
    
  \par
  
Route zu VPN-Servern über ISDN-Device legen
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
somebody@localhost:\~{} \# su -c ''route add ses.hsi.astra-net.com dev ippp0''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
  
Löschen der Default-Route
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''route del default''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
  
neue Default-Route auf VPN-Device
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
su -c ''route add default dev ppp0''
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
	

    
  \par
  
Die Änderungen des Routings müssen natürlich bei bestehender
Internet-und VPN-Verbindung durchgeführt werden, da ansonsten z.B. das
Device ppp0 gar nicht verfügbar ist. Das neue Routing sieht dann in
etwa so aus:
    

 \begin{tt} \begin{scriptsize} Ziel\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +Router\verb+  +Genmask\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + Flags Metric Ref Use Iface\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 212.56.240.60\verb+  + 0.0.0.0 255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ppp0 (VPN) \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 62.134.11.4\verb+  +\verb+  + 0.0.0.0 255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ippp0 \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 62.180.158.1\verb+  +\verb+  +0.0.0.0 255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ippp0 (DNS)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 195.182.110.132 0.0.0.0 255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ippp0 (DNS)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 192.168.213.0\verb+  + 0.0.0.0 255.255.255.0\verb+  + U\verb+  +\verb+  + 0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + dvb00\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 192.168.97.0\verb+  +\verb+  +0.0.0.0 255.255.255.0\verb+  + U\verb+  +\verb+  + 0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + eth0\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 212.56.240.62\verb+  + 0.0.0.0 255.255.255.255 UH\verb+  +\verb+  +0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ippp0 (VPN)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
\linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} 0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 0.0.0.0 0.0.0.0\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + U\verb+  +\verb+  + 0\verb+  +\verb+  +\verb+  +0\verb+  + 0\verb+  + ppp0 (Default)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak


   

   \subsection{Zweiter Test} \label{d44e1363}
        
    
    
  \par
  
Der bislang an dieser Stelle darstellte Test mittels Ping auf einen
externen Rechner funktioniert aufgrund des Link-Sharings nicht mehr.
Die beim Ping versendeten Datenmengen sind in der Regel zu klein, um
tatsächlich über den Satelliten geroutet zu werden. Statt dessen
sollten Sie versuchen per ftp oder wget eine größere Datei aus dem
Internet zu laden und dabei die Performance und Datenpakete auf den
beteiligten Devices mittels tcpdump oder iptraf kontrollieren.
Wenn dies bei Ihnen funktioniert, haben Sie Ihren VPN-Zugang über
T-DSL via Satellit erfolgreich eingerichtet. Herzlichen Glückwunsch.
    
   
  \section{Tips, Tricks, Bugs und was sonst noch so dazu gehört} \label{d44e1378}
        
     

    \subsection{Automatisierung} \label{d44e1385}
        
      
    
  \par
  
Nachdem für den ersten Zugang nun alles soweit funktioniert hat, soll
das System nun dahingehend konfiguriert werden, daß der T-DSL via
Satellit-Dienst auch im täglichen Gebrauch verwendet werden kann.
Dabei ist zu beachten, daß die auf der vorherigen Seite beschriebenen
Aktionen vom Laden der Treiber bis zum Starten des Proxy (Abschnitte
5.2 bis 5.6) bzw. dem Aufbau des VPN-Tunnels (siehe Kapitel 6)vor der
Benutzung durchgeführt werden müssen. Der Verbindungstests aus
Abschnitt 5.5 bzw. Abschnitt 6.7 kann dabei natürlich ausgelassen
werden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wo diese Schritte
ausgeführt werden können und es hängt stark von der persönlichen
Handhabung des Systems und der Verwendung der DVB-Karte ab, welche der
Alternativen nun bevorzugt werden sollte.
   
   
    \subsubsection{Initialisierung beim Wechsel des Runlevels} \label{d44e1395}
        
      
    
  \par
  
Wenn die Einwahl des Rechners in's Internet mit dial on demand
automatisch abläuft und die DVB-Karte weitestgehend nur für den
Internet-Zugang und nicht für Digital-TV oder -Radio genutzt wird, ist
es am einfachsten, die komplette Initialisierung des
Satelliten-Zugangs beim Wechsel in einen Netzwerk-Runlevel
(z.B. init 3 oder init 5) durchzuführen. Der Vorteil dabei ist, daß
die Schritte nur einmalig durchgeführt werden müssen und danach der
Zugang permanent zur Verfügung steht. Beim Verlassen des
entsprechenden Runlevels sollte die Initialisierung natürlich wieder
rückgängig gemacht werden. Da die Vorgehensweise, wie Programme beim
Wechsel eines Runlevels gestartet bzw. gestoppt werden, von
Distribution zu Distribution unterschiedlich gehandhabt wird, kann ich
hier keine pauschale Anleitung dazu geben. Minimal sollte es jedoch
genügen, in einem Skript die beschriebene Befehlsfolge zu
codieren und dieses Skript mit einem symbolischen Link in das
entsprechende Verzeichnis für den Runlevel einzutragen. Näheres finden
Sie in der Dokumentation Ihrer Distribution. In Zusammenarbeit mit
Dirk Wellmann eine komplette Start/Stop-Prozedur entwickelt, die - wie
beschrieben - die Initialisierung und Deinitialisierung des
Satellitenzugangs beim Wechsel in die Netzwerk-Runlevel vornimmt.
Ausgerichtet ist diese auf die Version 7.3 der SuSE-Distribution,
sollte aber durch einige Änderungen von Markus Dahlweid auch unter
SuSE 8.0 und anderen Distributionen lauffähig sein. Die beteiligten
Skripts sowie einige Dokumentation zur Installation können hier
heruntergeladen werden.
   
   
   
    \subsubsection{Initialisierung beim Aufbau der Internet-Verbindung} \label{d44e1409}
        
      
    
  \par
  
Für User, die Ihre DVB-Karte neben dem Netzwerk-Zugriff auch häufig
für Digital-TV und -Radio benutzen, ist der statische und
monolithische Aufbau des im vorherigen Punkt beschriebenen
Initialisierungssystems nicht uneingeschränkt geeignet. Zumindest das
Tuning der Karte wird häufig verändert und muß vor jeden
Netzwerk-Zugriff geprüft werden. Für diese User empfiehlt es sich, den
Initialisierungsprozess der DVB-Karte beim Aufbau der
Internet-Verbindung durchzuführen. Auf diese Weise wird
sichergestellt, daß das Tuning der Karte korrekt ist und alle
benötigten Module geladen sind. Eine Möglichkeit hierfür wäre, in das
ip-up-Skript, welches sich normalerweise im Verzeichnis /etc/ppp
befindet, die entsprechenden Befehle einzubauen. Ob hier tatsächlich
der gesamte DVB-Start-Ablauf nachvollzogen werden muß, hängt
von den persönlichen Vorlieben ab. Ich würde dazu tendieren, die
DVB-Treiber beim Systemstart zu laden um diese permanent zur Verfügung
zu haben, weil ohne die Treiber auch andere Nutzungsarten der
DVB-Karte nicht möglich sind. Zumindest der Aufruf von {\bf dvbtune} und
{\bf ifconfig dvb00} sollte aber in diesem Skript vorgenommen werden. Sofern
kein Dial-on-demand verwendet wird, kann auch der Start des Proxy hier
geschehen, weil dieser nur bei bestehender Netzwerk-Verbindung
benötigt wird. Mit dial-on-demand muß der Proxy allerdings schon vor
der Netzwerkverbindung vorhanden sein, weil der Proxy den
Verbindungsaufbau triggert. Um bei diesem Punkt ein wenig
Unterstützung zu bieten, habe ich die im vorherigen Abschnitt genannte
Start-Prozedur so modular gestaltet, daß jeder Bestandteil des
DVB-IP-Systems mit einem eigenen Skript einzeln gestartet und
gestoppt werden kann. Insofern kann also der Tarball mit den
Initialisierungs-Skripten aus Abschnitt 7.1.1 auch hier von Nutzen
sein.
     
    	

    \subsubsection{Anpassungen /etc/ip-up Script für VPN-Zugang} \label{d44e1426}
        
      
    
  \par
  
Grundsätzlich gelten die in den vorherigen beiden Abschnitten
skizzierten Überlegungen in gleicher Weise für den Proxy-Zugang als
auch den VPN-Zugang. Einziger Unterschied ist, daß der Proxy nicht
gestartet wird, da an dessen Stelle der Aufbau des VPN-Tunnels tritt.
Dieser kann nur bei bestehender Internet-Verbindung eingerichtet
werden, weshalb es hier keine Alternative zur Einbindung des VPN in
das ip-up Script gibt. Aufgrund mangelnder Erfahrung mit anderen
Distributionen kann ich hierbei auch wieder nur von der Vorgehensweise
bei SuSE-Linux ausgehen und hoffe, daß die Strategien zum Aufbau einer
Wählverbindung nicht allzusehr variieren. Unter SuSE wird zum Aufbau
der Internet-Verbindung über pppd oder ipppd (ISDN) das Script
{\bf /etc/ip-up} verwendet. In diesem ist bei SuSE schon vorgesehen, daß
ein weiteres Script {\bf /etc/ip-up.local} ausgeführt wird, sofern dieses
vorhanden und ausführbar ist. In diesem Script sollen die
User-anhängigen Besonderheiten beim Verbindungsaufbau eingetragen
werden, da das eigentliche ip-up-Script beim Update der Distribution
evtl. überschrieben wird. Somit eignet sich das ip-up.local Script
hervorragend für den Aufbau des VPN-Tunnels und das Anpassen
des Routings. Dabei kann man sich zu Nutze machen, daß ip-up (und
somit auch ip-up.local) bei der VPN-Verbindung zweimal ausgeführt wird
- einmal beim Aufbau der Internet-Verbindung über das primäre
ppp-Device (bei mir ippp0) und zum zweiten Mal beim Aufruf von pptp
mit dem VPN ppp-Device (bei mir ppp0). Dabei wird jeweils das
zu verbindende Interface als Parameter mitgegeben und man kann über
eine Case-Anweisung steuern, wann welche Befehle ausgeführt werden.
Ich habe ein Beispiel eines ip-up.local Scripts für den Aufbau der
VPN-Verbindung in den Tarball mit den TDSLvS-Startskripten
hineingepackt. Desweiteren ist das System nun auch soweit
flexibilisiert, daß die Skripte über einen Parameter gesteuert
entweder den Proxy-Zugang oder den VPN-Zugang initialisieren. Da ich
nicht weiß, inwieweit diese Lösung SuSE-spezifisch ist, kann ich keine
Garantie dafür übernehmen, daß dies bei anderen Distributionen
auch funktioniert, aber zumindest einen Anhaltspunkt, wie's gemacht
wird, sollte dies geben können. Lesen Sie dazu bitte auch die
README-Dateien in dem Script-Tarball.
     
    
     	

   \subsection{Zugang mit ISDN - Dial on Demand} \label{d44e1444}
        
     
    
  \par
  
Es ist grundsätzlich möglich, Linux so zu konfigurieren, daß 
die Einwahl in's Internet automatisch erfolgt, sobald ein externer
Rechner angesprochen wird. Dieses Vorgehen nennt sich ''Dial on Demand
(DoD)'' und ist vor allem für ISDN-Verbindungen geeignet, da hier der
Verbindungsaufbau sehr schnell geht. Prinzipiell läuft DoD so ab, daß
im Routing eine Defaultroute festgelegt wird, die auf das ISDN-Device
zeigt und somit alle Requests an IP-Adressen, die nicht in eine der
vorstehenden Routen passen, einen Verbindungsaufbau über
das ISDN-Device generieren. Sollten über einen definierbaren Zeitraum
dann keine Datenpakete mehr transferiert werden, wird die Verbindung
auch automatisch wieder abgebaut. Ein solches Vorgehen hat natürlich
einen hohen Bequemlichkeitslevel, weil man ja quasi eine virtuelle
Standleitung zur Verfügung hat. Allerdings muß das System auch äußerst
genau eingerichtet sein, damit nicht durch Hintergrundprozesse oder
Ähnliches unnötige und kostenpflichtige Verbindungen aufgebaut werden.
Nähere Infos zu diesem Thema gibt es im ISDN-HowTo von Klaus
Franken. Leider stellt der Tellique-Proxy bei eingeschaltetem DoD in
seiner Default-Einstellung alle paar Minuten eine Verbindung in's
Internet her. Dies liegt an dem Announcement-Channel, auf dem Daten
asyncron über den Satelliten übertragen werden können. Diese
Funktionalität ist derzeit unter Linux jedoch nicht nutzbar, daher
kann man diesen Dienst getrost abstellen. Am einfachsten umzusetzen
ist dies durch eine Änderung der Datei license.ini, die sich im
Verzeichnis des Tellique-Proxy befindet. Dazu öffnet man die besagte
Datei mit dem persönlichen Lieblings-Editor und ändert die Zeile
    
	
  \par
  
Client/TelliCast=on
    
	
  \par
  
in
    
	
  \par
  
Client/TelliCast=off
    
	
  \par
  
Nach dem Neustart des Proxy werden keine eigenständigen Verbindungen
mehr durch den Proxy aufgebaut. Ein weiterer Punkt im Zusammenspiel
zwischen ISDN/DoD und T-DSL via Satellit wurde schon im vorhergehenden
Abschnitt 7.1.2 angesprochen: Der Proxy muß permanent geladen sein,
damit die HTTP- und FTP-Requests überhaupt zu einem Verbindungsaufbau
führen. Ist der Proxy nicht geladen, erhält das Anwendungsprogramm
eine Fehlermeldung. Für den VPN-Zugang treffen diese beiden
proxy-spezifischen Punkte nicht zu, dafür gibt es dort aber andere
DoD-relevanten Probleme. So dauert der Verbindungsaufbau etwas länger
als gewohnt, weil neben der primären Wählverbindung ja noch die zweite
ppp-Verbindung für den VPN-Tunnel etabliert werden muß. Dies kann sich
vor allem dann negativ bemerkbar machen, wenn man einen relativ kurzen
Timeout definiert hat, nachdem die Verbindung wieder abgebaut werden
soll und somit innerhalb einer Surf-Session des öfteren die Verbindung
aufgebaut und wieder gekappt wird. In diesem Falle hilft es nur, den
Timeout heraufzusetzen oder aber die Verzögerungen in Kauf zu nehmen.
Desweiteren werden die Pakete des Requests, der den Verbindungaufbau
initiiert, gar nicht über den Satelliten geroutet und somit auch nicht
beschleunigt. Grund hierfür ist, daß beim Versand des Requests die
Default-Route noch auf das primäre ppp-Device zeigte und das Routing
für die VPN-Verbindung erst im nachhinein verändert wurde. Der erste
Request bekommt von dieser Änderung nichts mehr mit und wird über das
primäre Device beantwortet. Sofern dieser erste Request lediglich der
Aufruf einer Internet-Seiteoder ein DNS-Request war, ist die Sache
noch zu verschmerzen. Wer jedoch sofort mit einem FTP-Download einer
großen Datei die Verbindung aufbaut, wird über den gesamten
Download-Vorgang nicht über die Geschwindigkeit der normalen
Wählverbindung hinauskommen. Abhilfe schafft hier ein vorgeschalteter
Ping, etwa in der Art:
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
ping -c 5 x.y.z \&\& wget url.zu.grosser.datei
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    
	
    
  \par
  
Ich persönlich habe mein System mit ISDN/DoD konfiguriert und habe bis
auf die geschilderten Kleinigkeiten weder mit dem Proxy noch mit dem
VPN irgendwelche negative Erfahrungen damit gemacht.
    
     	

   \subsection{Einsatz im Netzwerk} \label{d44e1476}
        
    
    
  \par
  
Viele Linux-Nutzer haben nicht nur einen Computer, sondern gleich ein
kleines oder größeres Netzwerk aufgebaut, bei dem ein Rechner die
Funktion eines Routers in's Internet übernimmt und für den
Verbindungsaufbau sorgt. Für diese Konstellationen ist es natürlich
wünschenswert, auch den Client-Rechnern im Netzwerk den Vorteil der
Satellitenbeschleunigung zu gewähren. Unter Verwendung des
Tellique-Proxies und solange die DVB-Karte und das Verbindungsgerät
(ISDN-Karte, Modem o.ä.) für die herkömmliche
Internet-Verbindung in einem Rechner stecken, ist dies relativ einfach
möglich, indem man bei den Anwendungsprogrammen (Browser, FTP-Client,
Filesharing-Clients) entsprechend der im Abschnitt 5.7 aufgezeigten
Vorgehensweise die Proxy-Einstellungen einträgt. Dabei muß allerdings
für alle Clients die Loopback-Adresse 127.0.0.1 durch die IP-Adresse
des Routers ersetzt werden. Problematisch wird die Sache erst, wenn
die DVB-Karte in einem anderen Rechner steckt, als demjenigen, über
den die Internet-Verbindung aufgebaut wird - vor allem in Verbindung
mit ISDN Dial-on-Demand und kurzen Timeouts. Über den Tellique-Proxy
sieht der Verbindungsaufbau mit DoD und Satellitenzugriff
normalerweise so aus, daß bei einer Anforderung von Daten eines
externen Rechners das erste Datenpaket über den Proxy die
ISDN-Verbindung herstellt, der Tellique-Proxy die Verbindung mit den
Proxy-Servern aufnimmt und eine IP-Adresse aushandelt, anhand deren
der Multicast-Filter gesetzt wird. Danach können die Daten mit
Satellitenbeschleunigung empfangen werden. Der
Multicast-Filter wird wieder entfernt, wenn entweder über einen
längeren Zeitraum keine Datenpakete mehr empfangen werden oder die
ISDN-Verbindung abgebaut wird. Wenn die ISDN-Verbindung über einen
anderen Rechner aufgebaut wird, und diese aufgrund eines sehr kurzen
Timeout-Wertes ( \verb+<+= 30 Sekunden) vor dem automatischen Abbau des
MC-Filters wegen Inaktivität wieder beendet wird, bleibt der gesetzte
MC-Filter bestehen. Beim nächsten Internet-Zugriff verhindert der noch
bestehende Filter dann, daß ein neuer MC-Filter gesetzt wird. Da sich
aber die ausgehandelte IP-Adresse zwischenzeitlich geändert hat,
gehen die angeforderten Daten in's Leere und nach einer gewissen Zeit
meldet der Proxy-Client ein ''Bad Gateway''. ''Glücklicherweise'' wird
dabei dann der falsche MC-Filter entfernt, weshalb der nächste Zugriff
dann wieder erfolgreich ist. Der bevorzugte Workaround für dieses
Problem wäre, beide Devices (DVB- und ISDN-Karte) in einen Rechner zu
stecken. Wenn dieses aber aus räumlichen Gründen nicht möglich ist,
bleibt noch die Möglichkeit, den Verbindungsaufbau manuell zu triggern
und auch wieder abzubauen, allerdings darf letzteres erst geschehen,
wenn der MC-Filter automatisch entfernt wurde. Denkbar wäre
es auch, im {\bf /etc/ppp/ip-down} Skript einen entsprechenden Aufruf
einzubauen, der remote auf dem Rechner mit dem DVB-Device den
Multicast-Filter entfernt. Dies ist allerdings eine Aufgabe für
Scripting- und Netzwerk-Spezialisten und übersteigt meine Kenntnisse
auf diesen Gebieten. Ich wollte hier nur auf die theoretische
Möglichkeit hinweisen. Für den VPN-Zugang spielt es allerdings keine
Rolle, ob DVB- und ppp-Device in einem oder mehreren Rechner stecken.
Entscheidend für Auf- und Abbau der Verbindung ist einzig das
ppp-Device. Allerdings dürfte das Routing etwas komplizierter
Ausfallen, wenn der Verbindungsrechner nicht mit dem
DVB-Rechner identisch ist. Für den Einsatz des VPN-Zugangs in einem
Netzwerk empfiehlt es sich, zusätzlich einen Proxy auf dem
Verbindungsrechner aufzusetzen, den man in ähnlicher Weise
wie den Tellique-Proxy in den Browsern der Client-Maschinen angibt.
Jeder beliebige Proxy ist dazu geeignet (z.B. squid). Theoretisch
bestünde auch noch die Möglichkeit, ohne Proxy mit Masquerading die
Verbindung der Clients in's Internet zu realisieren, allerdings bin
ich mir nicht sicher, ob dies tatsächlich funktioniert. Ich habe den
VPN-Zugang vom Client aus lediglich über squid ausprobiert und es
funktionierte hervorragend.
    
     	

   \subsection{Bugs und Einschränkungen} \label{d44e1490}
        
    
    
  \par
  
Während der Pilotphase des Dienstes haben sich einige Schwachstellen
der momentanen Implementierung unter Linux gezeigt, die ganz
unterschiedliche Gründe haben. Ich habe hier alle Probleme und
Einschränkungen aufgelistet, von denen ich bis zum jetzigen Zeitpunkt
Kenntnis erhalten habe und versucht, deren momentanen Status zu
dokumentieren. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit
oder permanente Aktualität.
    
    
	
  \par
  
Systemstillstände oder Reboots bei DVB-s Karten
    
    
  \par
  
Es scheint noch ein Problem in den Treibern mit dem Multicast-Support
für die vollwertigen DVB-s Karten mit MPEG2-Decoder on board zu geben.
Mehrere Teilnehmer des Pilotprojekts haben berichtet, daß das System
entweder einfach stehen bleibt oder selbstständig einen Reboot
durchführt. Mit den budget-Karten (ohne MPEG-Decoder) ist dieses
Verhalten noch nicht aufgetaucht. Außerdem beschränkt sich das Problem
nur auf die Proxy-Lösung, der VPN-Zugang funktioniert einwandfrei.
    
    
  \par
  
Status: unklar. Soweit ich weiß, wird derzeit das Problem in
Zusammenarbeit mit den Treiberentwicklern analysiert.
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Statt des Tellique-Proxy den VPN-Zugang verwenden.
Statt einer DVB-s Karte eine budget-Karte (TT Budget PCI oder WinTV
nova) einsetzen. ;-) Aktuelle Entwicklung verfolgen und immer neueste
Treiberversionen verwenden. Infos zu dem Thema gibts im
Webforum von www.ipviasky.net oder in der Linux-DVB-Mailingliste.
    
    
	
  \par
  
periodischer Verbindungsaufbau durch den Proxy
    
    
  \par
  
Dieses Problem ist schon im Abschnitt 7.2 beschrieben worden. Der
Verbindungsaufbau wird bei aktiviertem Announcement-Channel
durchgeführt.
    
    
  \par
  
Status: gelöst
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: siehe Abschnitt 7.2
    

    
  \par
  
''Bad Gateway''-Meldung bei jedem zweiten Verbindungsversuch
    
    
  \par
  
Dieses Problem ist ebenfalls schon im Abschnitt 7.3
beschrieben worden. Bei der Verwendung von ISDN/DoD
und Einwahl in's Internet über einen anderen Rechner sowie sehr
kurzer Timeout-Einstellung, wird der Mulitcast-Filter nicht wieder
abgebaut und verhindert den Datenempfang beim nächsten
Verbindungsversuch.
    
    
  \par
  
Status: gelöst
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: siehe Abschnitt 7.3
    

    
  \par
  
Probleme bei Nutzung von wget
    
    
  \par
  
Carsten Koch hat bei seinen Tests mit dem Tellique-Proxy
festgestellt, daß dieser nicht 100% transparent ist. Bei der
Nutzung von wget zum Download eines ganzen FTP-Verzeichnisses
verändert der Proxy wohl das Verzeichnislisting so, daß wget damit
nichts mehr anfangen kann. Nähere Infos dazu gibt's im Webforum von
IPviaSky.net im Thread Tellique Proxy 1.0 funktioniert nicht zusammen
mit wget. Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang scheint die
Tatsache zu sein, daß der Tellique-Proxy die Timestamps der
übertragenen Dateien nicht mitliefert. Dadurch ist kein echtes
Mirroring möglich, bei dem nur veränderte Dateien übertragen werden
sollen und die Timestamps auf Original und Mirror identisch sein
sollten.
    
    
  \par
  
Status: das Problem wurde an die Entwickler von Tellique
weitergeleitet. Bislang ist noch keine Stellungnahme dazu publik
geworden.
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Statt des Tellique-Proxy den VPN-Zugang verwenden.
Warten auf neue Proxy-Version... ;-)
    
    
  \par
  
Fehlermeldung ''unresolved symbol kmappagetabble'' beim Laden der
Treiber
    
    
  \par
  
Beim Laden der Treiber erscheint oben stehende Fehlermeldung.
Vermutlich verwenden Sie einen erweiterten Kernel mit
''User-highmem-Support''.
    
    
  \par
  
Status: gelöst
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Fügen Sie in die Datei saa7146core.c im
DVB-Treiber-Verzeichnis die folgende Zeile unmittelbar unter
der Anweisung ''\#include \verb+<+linux/vmalloc.h\verb+>+'' ein:
\#include \verb+<+linux/highmem.h\verb+>+ / fix for the unresolved symbol /
Danke an Dirk Wellmann für den Hinweis.
    
   
  \par
  
Alles funktioniert, aber keine Beschleunigung
    
    
  \par
  
Sie haben alles korrekt konfiguriert und nach Anleitung
durchgeführt. Sie erhalten keinerlei Fehlermeldungen und
dennoch bleibt die Download-Geschwindigkeit sogar weit
hinter ISDN-Niveau zurück. Dieses Problem hatte ich nach der
Pilotphase auch, als der Regelbetrieb über neue Proxyserver lief
(212.56.240.36 - .39). Über die alten Pilotserver mit anderen
IP-Adressen funktionierte die Beschleunigung wunderbar, aber
mit den neuen Servern wurde der Datentransfer sogar eher noch
gebremst als beschleunigt. Der Grund dafür war bei mir die
SuSE-personalFirewall aus der Distribution SuSE 7.3. In dieser
Firewall muß irgendeine Regel enthalten sein, die dafür sorgte, daß
die Datenpakete von den neuen Servern kommentarlos gedropt wurden.
Nachdem ich das Problem lokalisiert hatte, stellte ich fest, daß es
auch nicht ausreicht, die Firewall weiter zu öffnen, sondern mußte Sie
komplett deinstallieren. Dirk Vornheder berichtete mir kürzlich auch
davon, daß er die gleichen Erfahrungen auch mit der SuSEfirewall2
aus der SuSE 8.0-Distribution gemacht hat.
    
    
  \par
    
Status: gelöst
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Vermeiden Sie die Benutzung der
SuSE-personalFirewall und der SuSEfirewall2. Nutzen Sie statt dessen
eigene iptables-Lösungen oder andere Firewalls, die Ihnen zumindest
mitteilen, daß Pakete gedropt werden, damit man einen Anhaltspunkt zur
Recherche hat.
    

    
  \par
  
Keine Beschleunigung beim EMail-Verkehrr
    
    
  \par
  
Wer darauf gehofft hat, nun auch beim Abholen seiner umfangreichen
EMails eine schnellere Performance zu erhalten, wird zunächst
enttäuscht sein. Die Beschleunigung über den Satelliten bezieht sich
nur auf den HTTP- und FTP-Transfer. IMAP, POP3 unterstützen keine
Proxy-Verbindungen und kommen daher für eine Beschleunigung ohne
weiteres nicht in Frage. Implizit gilt diese Einschränkung für alle
Programme/Dienste, die keine Proxy-Unterstützung haben.
    
    
  \par
          
Status: works as designed. Es gibt aber Umgehungsmöglichkeiten
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: - T-DSL via Satellit über alternative
VPN-Verbindung nutzen
    
    
  \par
  
-Webmailer benutzen, der Übertragung per HTTP durchführt
    
    
  \par
               
- MUA/MTA entwickeln, der Proxy-Support hat. ;-)
    
    
  \par
  
- Port-Forwarding in der recv.ini des Tellique-Proxies angeben. In
einem FAQ-Beitrag auf www.ipviasky.com wird beschrieben, welche
Einträge man dafür in der recv.ini des Proxy vornehmen muß. Ich selbst
habe diese Alternative noch nicht getestet und kann daher nicht sagen,
ob sie funktioniert. Sie haben den VPN-Zugang eingerichtet und nutzen
Dial-on-Demand für Ihre Wählverbindung. Beim ersten Zugriff
auf das Internet erhalten Sie keine Beschleunigung, obwohl der VPN-
Tunnel korrekt aufgebaut wird. Nachfolgende Requests werden
allerdings voll beschleunigt. Der Grund liegt im Routing zum Zeitpunkt
des ersten Requests, der den Aufbau der Wählverbindung
triggert. Zu diesem Zeitpunkt liegt die Default-Route noch auf
dem primären ppp-Device und wird erst später auf den VPN-Tunnel
verlegt. Der erste Request bekommt von dieser Änderung jedoch nichts
mehr mit und erhält seine Antwort noch über das primäre ppp-Device,
wodurch natürlich eine Beschleunigung nicht möglich ist. (siehe auch
Abschnitt 7.1.3)
    
    
  \par
  
Status: works as designed
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Solange der
Trigger-Request kein ftp-Download einer großen Datei ist, sollte sich
das Problem nicht allzusehr bemerkbar machen. Für den FTP-Fall hilft
es, ein paar pings vor den Download zu schalten, damit der ftp erst
startet, wenn der VPN-Tunnel und das Routing komplett aufgebaut sind.
Der VPN-Tunnel wird wie gewünscht aufgebaut, allerdings bricht die
Verbindung ab, sobald die ersten Pakete durch den Tunnel gehen sollen.
In /var/log/messages findet sich eine Fehlermeldung in folgender Art:
    
	\begin{tabular}{|l|}
                  \hline
                  \begin{tt} 
        
/var/log/messages
     \end{tt} \\ 
                  \hline
                  \begin{minipage}{130mm} 
                  \begin{scriptsize} 
                  \begin{verbatim} 
        
     
Aug  4 22:49:34 athlon pptp[11434]: log[decapsgre:pptpgre.c:215]: short read (4294967295): Protocol not available
Aug  4 22:49:34 athlon pppd[11433]: Terminating on signal 15.
     
	 \end{verbatim} 
                  \end{scriptsize} 
                  \end{minipage} \\
                  \hline
                  \end{tabular} 
	
  \par
                 
Dieser Abbruch ist auf das Fehlen des Kernel-Moduls ipgre.o
zurückzuführen. Laden Sie das Modul mit modprobe nach und
das Problem tritt nicht mehr auf.
    
    
  \par
  
Status: gelöst
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Laden sie das Modul
{\bf ipgre.o} vor dem Aufbau der VPN-Verbindung mit {\bf modprobe ipgre}. Nähere
Informationen dazu befinden sich im Abschnitt 6.2
    
    
  \par
  
Der VPN-Tunnel wird wie gewünscht aufgebaut,
allerdings bekommen Sie keine Rückmeldung auf Anforderungen,
die durch den Tunnel gehen. Eventuell kann es sogar so
aussehen, daß einige Internetseiten erreichbar sind, während die
Verbindung zu anderen Sites nicht funktioniert. Vermutlich ist die
Angabe der MRU und MTU-Werte nicht vorhanden oder falsch gesetzt.
Beide Parameter sollten auf den Wert 1452 gesetzt werden. Dies kann
entweder direkt beim Aufruf von pptp geschehen oder aber unter
/etc/ppp/options eingetragen werden.
    
    
  \par
   
Status: gelöst
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: Geben Sie den korrekten Wert von mru und mtu an
(1452). Nähere Informationen hierzu unter Abschnitt 6.4
    
    
  \par
  
Werden USB-DDVB-Geräte unter Linux unterstützt
    
    
  \par
  
Die momentan aktuellen DVB-Treiber für Siemens unterstützen
nur die internen PCI-DVB-Karten und keine externen USB-Geräte.
Zwar wird in den Treibern am USB-Support gearbeitet, aber
dieser steckt noch in einem sehr frühen Stadium und
ist noch weit entfernt von der Routinetauglichkeit. Nähere
Informationen erhält man in der Linux-DVB-Mailingliste.
Leider scheint die Entwicklung der USB-Treiber nicht mehr
voranzukommen, da es an Unterstützung der Hardware-Hersteller mangelt.
Hier ein Statement eines Convergence-Mitarbeiters in der
Linux-DVB-Mailingliste:
    
    
  \par
  
We don't have any documentation and no technical support neither from
Hauppauge nor Technotrend (they made the initially design). Right now
I don't have much motivation to continue reverse engineering. The
protocol is basically completely known, except the {0x27, 2, ?, ?}
sequence which is still missing. Contact me if anybody of you wants to
continue working, then I'll try to explain anything you need to know
and help wherever possibly.
    
    
  \par
          
Status: in Arbeit. Ob und wann der USB-Support in den DVB-Treibern
serienreif sein wird, läßt sich derzeit nicht sagen.
    
    
  \par
  
Lösung/Workaround: - Linux-DVB-Mailingliste verfolgen und neueste
Treiberversionen verwenden
    
    
  \par
  
- interne PCI-DVB-Karte verwenden
    
     	

   \subsection{Ausblick} \label{d44e1741}
        
    
    
  \par
  
Sie sind am Ende meines HowTo angelangt und sollten jetzt soviele
Informationen an der Hand haben, daß Sie den Zugang zu T-DSL via
Satellit auf Ihrem Linux-System konfigurieren können. Ich würde mich
freuen, Ihnen dabei tatsächlich geholfen zu haben und möchte Sie
nochmals auffordern, mir Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge zu
diesem Dokument zukommen zu lassen. Natürlich ist dieses Dokument noch
nicht komplett, es gibt noch einige Punkte, die ich mir für die
Zukunft vorgenommen habe. Dabei geht es allerdings schon
mehr um die Expertenfragen und nicht mehr um die grundsätzliche
Funktionsweise und Konfiguration. Für alle, die es interessiert, hier
meine Ideen für weitere Abschnitte dieser Anleitung:
     
    
  \par
   
Sicherheitsaspeekte:
     
    
  \par
   
Firewalling und DVB
    
    
  \par
   
Hierzu gibt es bislang noch gar keine Informationen. Wie muß die
Firewall auf dem Rechner konfiguriert werden? Welche Ports müssen
offen bleiben?
Können Hacker über den Satelliten an meinen Rechner?
    
    
  \par
   
Setup mit alter Treibergeneration
    
    
  \par
   
Die gesamte Dokumentation bezieht sich auf die Treibergeneration ab
Version 0.9.x, die nur in Verbindung mit Kerneln ab 2.4.x 
funktioniert. Multicast-Networking war allerdings schon mit den
älteren Treibern und Kerneln möglich, läuft aber etwas anders ab. Zwar
gibt es die Anleitung, wie man die Treiber konfigurieren muß, schon in
dem allgemeinen SAT-HowTo, allerdings nur in englisch und nicht
explizit für den T-DSL via Sat-Zugang.
    
    
  \par
   
Übersetzung in's Englische
    
    
  \par
   
Englisch ist die Sprache für Dokumentationen unter Linux. Außerdem ist
der Zugang zu T-DSL via Satellit nicht nur auf den deutschsprachigen
Raum beschränkt, sondern kann europaweit empfangen werden. Daher
halte ich eine Übersetzung dieses Dokumentes in's Englische für
notwendig. Soweit meine Liste mit offenen Punkten, die ich je nach
Lust, Laune und freier Zeit in der Zukunft verwirklichen will. Sollte
jemand noch weitere interessante Themen im Bezug auf T-DSL via
Satellit haben, kann er mir diese gerne zuschicken - vielleicht ja
auch schon komplett ausformuliert. Ein Platz in der Danksagungsliste
ist demjenigen sicher. ;-)
    
    
  \par
   

Internet-Zugang über T-DSL via Satellit unter Linux Version 0.4,
26. August 2002
    
    
  \par
   
Author: Wolfgang Wershofen, Systemberatung Wershofen
    
    
  \par
   
Auch wenn T-DSL via Satellit mittlerweile zum Regelangebot der
Deutschen Telekom gehört, wird sich sicherlich im Laufe der Zeit noch
einiges an diesem Dokument ändern. Schauen Sie öfters mal rein. ;-)
Die jeweils aktuellste Fassung dieses Dokumentes finden Sie unter
http://www.wershofen.de/TDSLviaSAT-HowTo
    
   
 
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
