

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
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	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % Diskettenzugriff_unter_Linux
 % Copyright Florian Fredegar Haftmann
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.3.2.6 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/advanced/hardware_advanced/spezial/disketten/zugriff_auf_disketten/zugriff_auf_disketten,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: zugriff_auf_disketten,v 1.3.2.6 2002/12/01 20:51:32 motw_1 Exp $

	\title{
Diskettenzugriff unter Linux
 }


	
	    \author{
Florian Fredegar Haftmann
  }
	    %\url{mailto:
florian.haftmann@stud.tum.de
  }
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{konzepte_basic1.tex}
		Basiskonzepte für Benutzer
	\ref{Diskettenzugriff_unter_Linux}

    \par{Layout}
    
Matthias Hagedorn
  
	    %\url{mailto:
herbert_kw@t-online.de
  }
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Ausgangslage} \label{d25e51}
        

   

   
  \par
  
Als PC-Benutzer möchte man hin und wieder Daten mit anderen PCs
austauschen. Falls diese nicht vernetzt sind, ist das Standardmittel
immer noch die gute alte 3,5-Zoll-Diskette. Auch unter Linux möchte
man natürlich das gleiche tun. Aufgrund der Verhältnisse läuft
das auf die Frage hinaus, wie Disketten, die mit DOS oder Windows
beschrieben wurden, unter Linux gelesen und geschrieben werden
können.
   
  \section{Disketten als gewöhnliches Dateisystem} \label{d25e62}
        

   

   
  \par
  
Moderne Linux-Systeme besitzen einen Gerätetreiber für das
FAT-Dateisystem, das auf DOS- und Windowsdisketten zum Einsatz
kommt. Es ist also einfach möglich, eine Diskette zu mounten (siehe
Abschnitt ''Dateisysteme''), z. B.
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mount /floppy
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
Bemerkung: {\bf /floppy} ist der übliche Mountpoint, er kann aber auch
anders heißen. Die Gerätedatei, die dem Diskettenlaufwerk
entspricht, ist {\bf /dev/fd0}; im Zweifelsfall Dateisystemtabelle mit
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
grep /dev/fd0 /etc/fstab
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
danach absuchen.
   

   
  \par
  
Anschließend kann man mit den gängigen Kommandos auf die Diskette
zugreifen, z. B.
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
ls /floppy
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} mein.doc\verb+  +readme.txt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    \begin{tt} \begin{scriptsize}  \linebreak user@linux \~{}/ \$ 
mv /floppy/* \~{}/eingang/
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
cp \~{}/ausgang/* /floppy/
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
cd /floppy
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
ls
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} wichtig.doc\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   

   
  \par
  
Wichtig: auf keinen Fall das {\bf Unmounten} vergessen! Als Einsteiger
vergisst man das gern.
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
umount /floppy
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
Dann erst das Erlöschen der Laufwerks-LED abwarten und anschließend
die Diskette entnehmen.
   
  \section{Die m-Tools} \label{d25e142}
        

   

   
  \par
  
Neben dieser ersten Möglichkeit stellen die sogenannten {\bf m-Tools} noch
eine zweite bereit. Die {\bf m-Tools} wurden zu einer Zeit entwickelt, als
die UNIXe noch kein FAT-Dateisystem direkt lesen konnten, die PCs
aber schon so weit verbreitet waren, dass es sinnvoll erschien,
PC-Disketten lesen und schreiben zu können.
   

   
  \par
  
Wie gesagt, kann Linux heutzutage PC-Disketten wie normale
Dateisysteme behandeln. Für den Fall, dass
   

   \begin{list}{*}{}
    
	\item man es irgendwo mit einem alten UNIX zu tun hat, das FAT nicht \linebreak 
        beherrscht
    
	\item oder man sich zum 10. mal geärgert hat, dass man die Diskette \linebreak 
        entnommen hat, bevor man sie ungemounted hat
   \end{list}

   
  \par
  
stehen die {\bf m-Tools} auch heute noch bereit.
   

   
  \par
  
Die wichtigsten Befehle lauten
   

   \begin{list}{*}{}
    
	\item {\bf mdir} \verb+<+DOS-Pfad\verb+>+ ...
    
	\item {\bf mcopy} \verb+<+DOS-Pfad\verb+>+ ... \verb+<+UNIX-Pfad\verb+>+
    
	\item {\bf mdel} \verb+<+DOS-Pfad\verb+>+ ...
   \end{list}

   
  \par
  
Wie man am Namen erkennen kann, ahmen sie ihre
Vorbilder aus der DOS-Shell nach
   

   
  \par
  
So kann man z. B. mit
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mdir a:/
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
das Verzeichnis der Diskette anzeigen.
   

   
  \par
  
Der Befehl
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mcopy ''a:/*.doc'' ''a:/*.dok'' \~{}/eingang/
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
kopiert alle Dateien im Wurzelverzeichnis der Diskette
mit Endungen {\bf .doc} und {\bf .dok} ins Verzeichnis {\bf eingang}
unterhalb des Home-Verzeichnisses des aktuellen Benutzers.
   

   
  \par
  
Man beachte, dass alle Pattern mit {\bf *} oder {\bf ?} in der Shell in
Anführungszeichen zu setzen sind, da sonst die Shell versucht, eine
Namensexpandierung vorzunehmen, die nur fehlschlagen kann, da die
Shell keine DOS-Pfade kennt. Das gilt auch für die anderen
Sonderzeichen der Shell wie {\bf \$}, {\bf ;} oder {\bf {}, deren Verwendung in
Dateinamen, gleich auf welchem Betriebssystem, ohnehin nicht
empfehlenswert ist. Wem das zu kryptisch ist, der setze die Pfade
grundsätzlich immer in Anführungszeichen. Nähere Hintergründe gibts
im Kapitel über die Shell.
   

   
  \par
  
Gemäß der UNIX-Konvention steht der Pattern {\bf *} für alle Dateien,
{\bf *.*} dagegen nur für Dateien, die einen Punkt enthalten. Dadurch
darf man sich nicht verwirren lassen!
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
mdel ''a:/alt/*.*''
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
löscht nur Dateien mit Erweiterung aus {\bf a:$\backslash$alt}. Dateien wie
{\bf ehemals\_wichtig} bleiben erhalten.
   

   
  \par
  
Um auf eine Diskette mit den {\bf m-Tools} zugreifen zu können,
kann und darf sie nicht gemountet sein!
   

   
  \par
  
Mit
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/ \$ 
man mtools
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

   
  \par
  
gibt es weitere Infos.
   
  
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
