

	\documentclass[a4paper,11pt]{article}
	\usepackage{ngerman}
	\usepackage[latin1]{inputenc}
	\setlength\parskip{\medskipamount}
	\setlength\parindent{0pt}
	\begin{document}

	
 % Benutzer_unter_Linux
 % Copyright Heiko Degenhardt
 % Lizenz: GFDL
 % 
 % $Name: $
 % $Revision: 1.4.2.2 $
 % $Source: /cvsroot/selflinux/tutorial/adminbasics/userverwaltung/userverwaltung,v $
 % SelfLinux-0.7.2
 %
 % Diese Datei ist Teil von SelfLinux http://www.selflinux.de
 %
 %%% $Id: userverwaltung,v 1.4.2.2 2002/11/30 12:28:55 motw_1 Exp $

	\title{Benutzerverwaltung unter Linux}


	
	    \author{Heiko Degenhardt}
	    %\url{mailto:heiko.degenhardt@pingos.schulnetz.org}
    

	\maketitle

	
	
	%\ref{../index.tex}
	
		%\ref{adminbasics1.tex}
		Elementare Systemverwaltung
	\ref{Benutzer_unter_Linux}

    \par{Layout}
    Matthias Hagedorn
	    %\url{mailto:herbert-kw@t-online.de}
    
    	\par{Lizenz}
	GFDL
 
	\tableofcontents{}

        
	\section{Einleitung} \label{d28e54}
        

   

   
  \par
  
Dieses Dokument beschreibt das Benutzerkonzept unter Linux. Es ist als
Einführung gedacht. Die Benutzerverwaltung sowie alle daraus
resultierenden Aufgaben werden in späteren Kapiteln behandelt.
   
  \section{Grundlagen} \label{d28e65}
        

   

   
  \par
  
Zu den wichtigsten Eigenschaften von Linux zählt sicher die
Fähigkeit zu echtem Multi-Tasking und zum Multi-User-Betrieb.
{\bf Multi-Tasking} bedeutet dabei, dass mehrere Prozesse (oder
auch {\bf Tasks}) parallel ablaufen, und sich somit die Ressourcen
teilen. Mit {\bf Multi-User} ist gemeint, dass mehrere Benutzer
gleichzeitig am System arbeiten können, somit also das
Multi-Tasking ausnutzen. Hierbei werden die einzelnen Benutzer,
die Prozesse/Tasks, die sie starten und auch die von ihnen
angelegten Dateien/Verzeichnisse vom Betriebssystem getrennt und
die Zugriffe darauf kontrolliert.
   

   
  \par
  
In der Windows-Welt ist dieser Multi-User-Betrieb
eigentlich kaum bekannt. Hier kann man zwar z.B. auch mehrere
Benutzer auf dem System anlegen. Diese können aber (im Normalfall)
nicht {\bf parallel} am System arbeiten.
   
  \section{Vorteile von Multi-User-Systemen} \label{d28e91}
        

   

   
  \par
  
Natürlich erscheint ein Multi-User-System nicht auf Anhieb von
Vorteil auch für den Privatanwender zu sein. In erster Linie denkt
man hierbei sicher an Server, auf die viele Kunden gleichzeitig
Zugriff über Shell-Accounts, FTP, WWW oder was auch immer haben.
Trotzdem bringt dieses Konzept auch für {\bf normale} Anwender
entscheidende Vorteile:
   
   \begin{list}{*}{}
    
	\item 
  Ein solches System führt zu einer disziplinierteren Arbeit
  (man kann sehr genau darauf achten, unter welchem Account
  man welche Aufgaben erledigt).
    
    
	\item 
  Die Sicherheit ist erheblich erhöht, da die Zugriffsrechte auf
  Daten, Prozesse etc. je nach Benutzer und Nutzergruppe kontrolliert
  und eingeschränkt werden können. \linebreak 
  (Dies macht es z.B. möglich, dass selbst wenn sich ein Benutzer etwa
  einen Virus {\bf einfangen} würde, dieser nur Zugriff auf die 
  Daten des Benutzers hätte. Natürlich ist dafür das o.g. disziplinierte
  Arbeiten Voraussetzung)
    
   \end{list}
  \section{Das Linux-Benutzerkonzept} \label{d28e119}
        

   

   
  \par
  
Unter Linux werden alle Benutzer, die am System arbeiten können
sollen, zu Benutzergruppen zusammengefasst. Alle Ressourcen können nun
daraufhin freigegeben werden, welche Gruppe oder welcher Benutzer
mit ihnen arbeiten können soll. Diese Rechtevergabe unterscheidet
dabei nach:
   
   \begin{list}{*}{}
    
	\item 
  Der sog. User-ID (uid) \linebreak 
  Dies ist die ID, mit der sich ein Benutzer am System anmeldet.
    
    
	\item 
  Der effektiven User-ID (euid) \linebreak 
  Dies ist die ID, mit der versucht wird, auf eine Resource
  zuzugreifen.
    
    
	\item 
  Der Group-ID (gid) \linebreak 
  Die Entsprechung der uid für die Gruppenzugehörigkeit.
    
    
	\item 
  Der effektiven Group-ID (egid) \linebreak 
  Dies entspricht der euid auf Gruppenbasis.
    
   \end{list}

   
  \par
  
Für die Zugriffskontrolle überprüft das System bei jedem Zugriff auf
eine Resource, unter welcher effektiven uid/guid der Zugriff
erfolgt. Somit ist es z.B. möglich, unter der uid eines Benutzers zu
arbeiten, aber trotzdem (temporär) auf Dateien zuzugreifen, die
anderen Gruppen gehören.
   

   
   
  \par
  
Beispiel:
   

   
Beim Ändern des Passworts eines Benutzers muss das Programm 
{\bf passwd} z.B. auf die Datei {\bf /etc/shadow} 
zugreifen, auf die normalerweise kein Benutzer die notwendigen 
Rechte hat. Trotzdem kann das Programm {\bf passwd}
diese Dateien lesen, da es {\bf zwischenzeitlich} einmal 
von der {\bf uid} des Benutzers (der es aufruft) zur 
{\bf uid} von root wechselt, und damit über die 
notwendigen Rechte verfügt. Dies ist möglich, da die auführbare Datei 
{\bf /usr/bin/passwd} das sog. {\bf set uid}-Bit 
gesetzt hat:
   

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
ls -al /usr/bin/passwd
     \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    \begin{tt} \begin{scriptsize} -rwsr-xr-x\verb+  +\verb+  +1 root\verb+  +\verb+  + root\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +24680 Apr\verb+  +7 17:59\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
   

   
(dies wird durch das erste ''s'' angezeigt).
   

   
  \par
  
Für weitere Informationen hierzu sei auf {\bf info chmod} und
{\bf man chmod} verwiesen.
   
  \section{Wichtige Befehle} \label{d28e210}
        

   

   \subsection{ls -al - Anzeigen von Datei- und Verzeichniseigenschaften} \label{d28e217}
        

    

    
  \par
  
Beispiel:
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
ls -al
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} total 8\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  +2 hede\verb+  +\verb+  + hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 4096 Jul 10 07:25 .\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  +8 hede\verb+  +\verb+  + hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 4096 Jul 10 07:25 ..\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} -rw-r--r--\verb+  +\verb+  +1 hede\verb+  +\verb+  + hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +0 Jul 10 07:25 test.txt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Die Datei test.txt gehört dem Benutzer hede und der Gruppe hede.
Der Eigentümer darf lesen und schreiben, die Gruppe und alle
anderen nur lesen.
    
   

   \subsection{chmod - Ändern der Dateizugriffsrechte} \label{d28e252}
        

    

    
  \par
  
Beispiel:
    

    
Um dafür zu sorgen, dass alle Mitglieder der Gruppe
auch schreibend auf die Datei zugreifen dürfen, und kein
anderer lesen darf, gibt man ein:
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
chmod 660 test.txt
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
   

    
  \par
  
Überprüfung:
    

    
     \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
ls -al
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} total 8\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  + 2 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +4096 Jul 10 07:25 .\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  + 8 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +4096 Jul 10 07:25 ..\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} -rw-rw----\verb+  +\verb+  + 1 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 0 Jul 10 07:25 test.txt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    
   

   \subsection{chown - Ändern von Eigentümer und Gruppe von Dateien und Verzeichnissen} \label{d28e296}
        

    

    
  \par
  
Soll nun z.B. die Gruppe floppy der Besitzer der Datei werden, gibt
man ein:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
chown hede:floppy test.txt
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    

    
  \par
  
Test:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
ls -al
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} total 8\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  + 2 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +4096 Jul 10 07:25 .\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  + 8 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +4096 Jul 10 07:25 ..\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} -rw-rw----\verb+  +\verb+  + 1 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +floppy\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + 0 Jul 10 07:25 test.txt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    


    
  \par
  
Um den Eigentümer und die Gruppe zu ändern, braucht man
ausreichende Rechte. Meist muss dies also der Root-Benutzer tun.
Prinzipiell muss man der Gruppe angehören, die man zum Eigentümer
der Datei machen möchte.
    
   

   \subsection{chgrp - Ändern der Gruppenzugehörigkeit von Dateien oder Verzeichnissen} \label{d28e340}
        

    

    
  \par
  
Auch mit diesem Befehl kann man die Gruppenzugehörigkeit von
Dateien etc. ändern. Soll nun doch die Gruppe users der
Eigentümer unserer Test-Datei werden, erreicht man dies durch:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
chgrp users test.txt
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
    

    
  \par
  
Nachweis:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
ls -al
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} total 8\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  + 2 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +4096 Jul 10 07:25 .\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} drwxr-xr-x\verb+  +\verb+  + 8 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +4096 Jul 10 07:25 ..\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} -rw-rw----\verb+  +\verb+  + 1 hede\verb+  +\verb+  +\verb+  +users\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +0 Jul 10 07:25 test.txt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Auch hierfür braucht man die entsprechenden Rechte.
    
   

   \subsection{id - Herausfinden der effektiven UIDs und GIDs} \label{d28e384}
        

    

    
  \par
  
Möchte man Informationen darüber erhalten, unter welcher UID man
eingeloggt ist, zu welchen Gruppen man gehört, was die primäre
Gruppe ist etc., kann man den Befehl {\bf id} verwenden:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
id
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} uid=1000(hede) gid=1000(hede)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} groups=1000(hede),25(floppy),100(users)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    
   

   \subsection{groups - Herausfinden, zu welchen Gruppen man gehört} \label{d28e413}
        

    

    
  \par
  
Mit dem Befehl ''groups'' kann man sich anzeigen lassen, zu welchen
Gruppen man gehört:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
groups
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} hede floppy users\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Diese Informationen kann man sich auch für andere Benutzer anzeigen
lassen:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
groups root
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} root : root\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    
   

   \subsection{Herausfinden, wer am System eingeloggt ist} \label{d28e448}
        

    

    
  \par
  
Um mal zu sehen, wer gerade am System arbeitet, kann man folgendes
Kommando verwenden:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
w
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} 07:37:58 up 15 days, 49 min,\verb+  +5 users, load average: 0.05, 0.08 0.03\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} USER\verb+  +\verb+  +TTY\verb+  +\verb+  +\verb+  + FROM\verb+  +\verb+  +\verb+  + LOGIN@\verb+  +\verb+  +IDLE\verb+  +\verb+  +JCPU\verb+  +\verb+  +PCPU\verb+  +\verb+  +WHAT\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} root\verb+  +\verb+  +tty1\verb+  +\verb+  +\verb+  +-\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +25Jun02\verb+  + 6:20\verb+  +\verb+  +0.82s\verb+  + 0.82s\verb+  + -bash\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  +tty2\verb+  +\verb+  +\verb+  +-\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +02Jul02\verb+  + 7days\verb+  + 0.30s\verb+  + 0.30s\verb+  + -bash\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  +tty3\verb+  +\verb+  +\verb+  +-\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +Thu16\verb+  +\verb+  + 5days\verb+  + 0.21s\verb+  + 0.21s\verb+  + -bash\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  +pts/0\verb+  +\verb+  +www2\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +Mon11\verb+  +\verb+  + 3.00s\verb+  + 3.94s\verb+  + 3.45s\verb+  + vim t.txt\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  +pts/1\verb+  +\verb+  +www2\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +07:32\verb+  +\verb+  + 0.00s\verb+  + 0.13s\verb+  + 0.06s\verb+  + w\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Damit kann man also auch sehen, woher jemand eingeloggt ist, und
was er gerade macht.
    

    
  \par
  
Eine verkürztere Information liefert der Befehl who:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
who
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} root\verb+  +\verb+  + tty1\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + Jun 25 06:49\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  + tty2\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + Jul\verb+  +2 07:47\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  + tty3\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  + Jul\verb+  +4 16:28\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  + pts/0\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +Jul\verb+  +8 11:45 (www2.sentec-elektronik.de)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
     \linebreak\begin{tt} \begin{scriptsize} hede\verb+  +\verb+  + pts/1\verb+  +\verb+  +\verb+  +\verb+  +Jul 10 07:32 (www2.sentec-elektronik.de)\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    

    
  \par
  
Ist man sich nun nicht mehr sicher, wer man selbst ist, hilft
einem Linux auch dabei. \linebreak 
Man gibt einfach {\bf whoami} ein und bekommt die aktuelle uid
angezeigt:
    

   
    \begin{tt} \begin{scriptsize} user@linux \~{}/temp/ \$ 
hede@www:\~{}/temp\$ whoami
      \end{scriptsize} \end{tt} \linebreak 
     \begin{tt} \begin{scriptsize} hede\end{scriptsize} \end{tt} \linebreak
    
   

   \subsection{Herausfinden von Informationen über laufende Prozesse, offene Dateien etc.} \label{d28e530}
        

    

    
HINWEIS: Ich werde hier zu diesen Befehl keine Beispiele mehr
einfügen, da dies einerseits das Dokument zu sehr aufblähen würde,
und andererseits diese Befehle leicht ausprobiert werden können!
    


    
  \par
  
Mit {\bf lsof} (etwa {\bf list open files}) kann 
man ermitteln, welche Dateien gerade geöffnet sind, und von wem.
    

    
  \par
  
{\bf ps aux} zeigt laufenden Prozesse 
(mit zusätzlichen Infos über Eigentümer, Ressourcenverbrauch etc.) an.
    
   

   \subsection{Benutzerverwaltung} \label{d28e556}
        

    

    
  \par
  
Für die Benutzerverwaltung, also das Anlegen, Ändern, Löschen von
Benutzern und Gruppen, dienen die folgenden Befehle:
    

    
    
    %table
    \begin{tabular}{|l|l|}
    \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
{\bf useradd}
      
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Neuen Benutzer anlegen
      
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
{\bf usermod}
      
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Existierenden Benutzer verändern
      
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
{\bf groupadd}
      
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Gruppe anlegen
      
		\end{minipage}
	      \\ \hline 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
{\bf groupmod}
      
		\end{minipage}
	      & 
            
               
		\begin{minipage}{60mm}
              
Existierende Gruppe verändern
      
		\end{minipage}
	      \\ \hline
    \end{tabular}
  

    
  \par
  
Diese werden in einem eigenen Kapitel von SelfLinux behandelt,
weshalb ich hier nicht näher darauf eingehen möchte.
    

    
  \par
  
Ausserdem gibt es (je nach Distribution) noch weitere Möglichkeiten,
diese Verwaltungsaufgaben zu erledigen. So bietet bspw. Debian
die Tools {\bf adduser}, {\bf addgroup}, 
{\bf deluser}, {\bf delgroup} an. 
Unter SuSE Linux kann man diese Aufgaben auch bequem 
mit {\bf yast} erledigen.
    
   
  \section{Hinweise} \label{d28e652}
        

   

   
  \par
  
Hier folgen noch ein paar (wenige) Hinweise für ein {\bf vernünftiges}
Arbeiten unter Ausnutzung des Benutzerkonzepts:
   

   \begin{list}{*}{}
    
	\item 
  Man sollte grundsätzlich nur dann als Root arbeiten, wenn es
  unbedingt notwendig ist! \linebreak 
  Dies hat den Vorteil, dass man nicht {\bf aus Versehen} mal zu viele
  wichtige Dateien löscht. Ausserdem muss man sich vorstellen, dass
  alle Prozesse (also bspw. auch Mail-Tools), die unter dem
  Root-Account laufen, \_vollen\_ Zugriff auf das gesamte System
  haben! Tritt also dabei ein Fehler auf, oder enthält das Programm
  z.B. Code, wie er z.B. auf anderen Systemen als Virus oder
  Trojaner vorkommt, ist das gesamte System gefährdet!
    
    
	\item 
  Alle Dienste/Server, die man betreibt, sollten mit so wenig
  Rechten wie möglich laufen! \linebreak 
  Dies ist bei den meisten Systemen standardmässig so eingestellt.
    
    
	\item 
  Als Benutzer sollte man sich gut überlegen, welche Zugriffsrechte
  man seinen Dateien oder Verzeichnissen gibt!
  Dies hat nicht nur die Schutzfunktion für die Privatssphäre,
  sondern auch sichheitstechnische Aspekte!
    
   \end{list}
  
	\ref{inhalt.tex}


	\end{document}
	
